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Der Sabbath · 1912-01-01 · 1 u. 2 (Januar-Februar 1912) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Sabbath
Volume
12 (1912)
Issue
1 u. 2 (Januar-Februar 1912)
Date
1912-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Der Sabbath. 15 Plessner weist die Angriffe zurück und bemerkt, dass der Berliner Brief, der Anfragen zum Delegiertentag enthielt, erst kurz vor diesem eingelaufen sei. Dr. de Haas bittet, statt zu kritisieren, lieber geeignete, die Bundes- Wirksamkeit fördernde Vorschläge zu machen. Eliezar Loebenstein erklärt, dass der Mekor Chajim-Hamburg mit lokalen Aufgaben überlastet sei und stimmt dem Vorschlage Joseph Loebenstein zu. Inzwischen ist der Vorschlag Joseph Lpehenstcin in Form eines Antrages eingegangen. Antrag M. Pels. Die dem Bunde angeschlossenen Vereine sollen ersucht werden eine Kommission aus den Reihen ihrer Mitglieder zu wählen, die EüMung mit dem Präsidial-Verein nehmen sollen. Nach kurzer Debatte wird dieser Antrag nach Befiirwortuog durch Pincus Plessner einstimmig angenommen. Antrag Jacob Levy: Ich beantrage wiederum ständige Veröffentlichung der dem Bunde angeschlossenen Vereine in den jüdischen Blättern. Auch dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Hier tritt eine Pause ein, in welcher der Mekor Chajim-Hamburg dio Delegierten bewirtet. Nach Wiedereintritt in die Verhandlung wird zu den Satzungsänderungen geschritten. Die §$ 1, 2, 3, 4, 5, werden einstimmig angennmmen. § 6 wird mit redactionellen Aenderungen, § 7 und 8 ohne Debatte einstimmig angenommen. Der § 9 mit dem Zusatz: ״Bei Stirnmengleichheit entscheidet der Vorsitzende,‘ und ״Das Stimmrecht steht nur Vereinen zu. die mit ihrem Beitrage nicht im Rückstände sind“, die §§ 10, 11, 12 werden ohne Debatte angenommen. § 13 wird mit dem Zusatze ״Sollte ein Delegiertfcntag nicht statttinden, so ist ein schriftlicher Bericht an die Bundesvereine zu senden, §§ 14, 15 ohne Debatte angenommen. Die § Iß und 17 werden nach einer Debatte, an welcher sich alle Delegierten beteiligen, in folgender Fassung angenommen: § 16. Jeder Bundestag muß möglichst 6 Wochen, spätestens 4 Wochen vor seiner Abhaltung einberufen werden. § 17. Anträge der Bundesvereine, die auf dem Bundestage zur Erledigung kommen sollen, müssen mindestens 2 Wochen vor dem Bundestage eingereicht sein. Der Bundesvorstand hat diese Anträge spätestens 8 Tage vor Abhaltung des Bundestages den einzelnen Vereinen bekannt zu geben.“ DieS§18, 19, 20 und 21 werden ohne Debatte einstimmig angenommen. Es wird sodann zur Wahl des Präsidialvereins geschritten. Plesner lehnt die Wiederwahl im Namen des ״Leschaun Limudim“ entschieden ab. Dr. de Haas schlägt den ״Jüd.-Wiss.-Jugend-Verein“ zu Hamburg zum Bundesvorstand vor. Moses-Mannheim als Delegierter des ״Jiid.-Wiss. Jugend-Vereins“ befürwortet, diesen Vorschlag, während dessen Vorsitzender Wolf S. .Tacohsen erklärt, daß,der ״Jüd.-Wiss. Jugend-Verein“ diese Wahl nur amnehnfen könne, wenn der ״Mekor Chajim“ mit ihm gemeinsamlden Bundesvorstand teilen wolle.. Loebenstein als Präses des ״Mekor-Chajim“ erklärt, dass dieser sich unter keinen Umständen bereit finden lassen wird, die Wahl anzunehmen. Maier Flörsheim-Karlsruhe schlägt den ״Mekor-Chajim“ Frankfurt vor. Nach einer Debatte, an welcher sich fast alle Anwesenden beteiligen, schlägt Pies sn er - Posen,' um der drohenden Auflösung des Bundes vorzubeugen, vor, den beiden Frankfurter Vereinen ״Mekor Chajim“ und ״Tifereth Badhurim“ ״das Präsidium zu übertragen. Sollten diese ablehnen, erklärt er, namens des ״Leschaun Limudim“-Posen dessen Bereitsehaft, das Piäsidium für ein Jahr zu übernehmen. — | Diesem Vorschläge stimmt die ganze Versammlung bei, und die beiden Frankfurter Vereine werden mit allen Stimmen, bis auf die des den ״Mekor Chajim“ Frankfurt vertretenden, sich der Stimme enthaltenden Dr. Moses, gewählt. -- Der Bundesbeitrag wird, wiebisher, auf M. 10.— für je angefangene 100 Mitglieder festgesetzt. Die Tagesordnung ist hiermit erledigt. — E. Loebenstein• Hamburg dankt namens aller Anwesenden dem verehrten Bundes-Präsidenten, Herrn Piucus Plessner, für die vorzügliche, sachliche Leitung, und dieVersammlung giebt durch lauten Beifall ihre ungeteilte Zustimmung zu erkennen. — Hierauf schliesst Plessner 8 Uhr abends die Tagung. < Verzeichnis der dem Bunde angeschlossenen Vereine. Nürnberg. ״Chewras Bachurim“ (Verein isr. Jugendbund) zu Händen des Herrn Moritz Klugmann i. Fa. Julius Klugmann Kognac-Brennerer. Frankfurt a. M. Verein ״Mekor Chajim‘, Langestr. 18. ״ ״Tiphereth Bachurim Verein“ Emil Gottlieb, Künigswarterstrasse 7. Hamburg. ״Mekor Chajim Verein“, Isidor Isaak, Kutschbahn 31. ״Jüd. - Wissenschaft]. Jugendverein“, W. S. Jacobsen, Rutschbahn 39. - Berlin. ״Fortbildungsverein Montetiore“, Jacob Kempe, Kl. Hamburgerstr. 7. Breslau. ״Verein Machsike Thauro“, I.^uis Falk, Antonienstrasse 1.! Karlsruhe ״Verein ChinucR Neorim‘■, H. Wormser, Metallbar.dlung. — Posen. ״Verein Leschaun Ljmudim“, Ahr. Rzeszewski, Alter Markt 80/81. Stra8sburg. ״Kium Emunoh Verein“, Simson Meyer- Studentenplatz 6, II. Fulda. ״Aurach Chajim Verein“, Gabriel Eschwege, Neue Babnhofstrasse 5. Memel. ״Tiphereth Bachurim Verein“, J. Werblewski. Basel. ״Jünglingsverein ,Schomrei Thauru, E. Heymann, Ahornstr. 7. Leipzig, ״Mekor Chajim Verein“, G. Nathansen, Kafharinenstrasss 1. — Zürich, ״Talmud Thora-Verein“, Joseph Brandeis, Seidengasse 15, IL Tendenz und Arbeitsprogramm des Bundes gesetzestrouer jüdischer Jugendvereine Deutschlands. Der ״Bund gesetzestreuer jüdischer Jugenvereino“ will die gesammte gesetzestreue jüdische Jugend Deutschlands zu einer• grossen Organisation zusammenfassen und einen zur Erfüllung der ihr obliegenden ideellen und praktigehen Aufgaben für die Kenntnis der Lehre und die Verwirklichung ihrer Gebote. Der Bund soll nach aussen hin die jüdische Jugend vertreten und überall an der Verteidigung des überlieferten Judentums und dem Ausbau seiner Institutionen mitarheiten. Gegenstand seiner Betätigung bilden darum: 1. Fürsorge für das Thora- Studium und Beschaffung der hierzu nötigen Mittel. 2. Pflege und Entwickelung des Zusammengeböfigkeitsgefühls unter der gesetzestreuen jüdischen .Tugend. 3. U11terstützung und Kräftigung der ihm zugehörigen Vereine und ihrer Mitglieder durch Rat und Tat auf allen Gebieten des religiösen und praktischen Lebens. Diese Ziele sucht der Bund zu erreichen: a) durch Gründung solcher Vereine, die programmmäßig das Studium der Thora vorbunden mit ihrer Verwirklichung, betreiben, b. durch gegenseitige materielle und ideelle Unterstützung, duieh Beschaffung von Lehrmitteln und durch gegenseitige Anregungen, c. durch Veranstaltungen, die geeignet sind, ^das Verständnis und die Liebe für die^ Bundesbestrebun-

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