Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- 1 u. 2 (Januar-Februar 1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Sabbath. 11 man ibn selten vereint findet. Die Begrüssungsansprache, die in ein Kaiserhoch ansklang, hielt namens der Orts• grnppe Hamborg Herr Aron Auerbach. Weitere Ansprachen erfolgten seitens der Herren Dr. Fink-Hamburg (Delegierten-Kollegium des Deutsch- Israel. Synagogenverbandes), Eli Lazarus-Berlin (Dank an Ortsgruppe Hamburg), J. Rosenheim-Frankfurt (Toast auf Gemeinden Hamburg-Altona-Wandsbeck), Rosenstock-Hamburg (Peah), Rabbiner Dukas-Altona, Nussbaum-Hamburg (Stellenvermittlungs-Verein), Herz Bachrach-Hamburg (alte und neue Klaus), Jacob Pels• Emden (Daraentoast), Frieden heim-Hamburg (Peah). Oberkantor Rosenblatt wusste durch gesangliche Prachtleistungen das Fest zu verschönen. Tafellieder von hocbpoetischem Reiz der Damen Frau Arnold Cohn- Hamburg, Frl. Berta Koppel-Altona und Herrn Eugen Neuberger-Frankfurt a. M. fanden allseitigen Beifall. Das imposant verlaufene und von hoher Begeisterung für das Schabbos-Ideal getragene Fest endete um 1 Uhr, nachdem die Versteigerung des Benschens über M. 500 zu Gunsten der Verbandskasse erbracht hatte. * * * II. Verhandlungstag» Dienstag, den 26. Dezember 1911. Tagesordnung Punkt 6. Der Vorsitzende Lazarus eröffnet um 92/י Uhr die Sitzung und giebt den Kassenrevisoren das Wort zur Erstattung ihres Berichts. Pels-Hamburg: Das mir vorgelegte Kassenbuch habe ich mit Herrn Eckstein zusammen geprüft und die Belege in Stichproben verglichen. Da wir alles in Riehtigkeit befunden haben, beantrag# ich dem Kassier De- Charge zu erteilen. Hierauf wird dem Kassier und auf Antrag Plessner dem gesamten Gesch. Ausschuss Entlastung erteilt. Tagesordnung Punkt 4. ץ Für die Statutenkommission berichtet hierauf Referendar Möller-Altona: Wir haben einen Entwurf mit Motiven ausgearbeitet, konnten aber infolge der teilweise grossen Entfernung der Kommissionsmitglieder von einander noch nicht in eine endgültige Beratung eintreten. Wir stellen daher vorläufig folgende Anträge: 1. Der Geschäftsführende Ausschuss soll um 12 Mitglieder mit Sitz in Berlin erweitert werden. 2. Der vorliegende Statutenentwurf mit Motiven soll bis spätestens 1. März 1912 den einzelnen Orts-• gruppen zur gutachtlichen Aeusserung übersandt werden und müssen diese bis 1. Juni 1912 dem Geschäftsf. Aussch. zugehen. Der Entwurf soll dann dem nächsten Delegiertentage zur Beschlussfassung vorgelegt werden. 3. Der Delegiertentag wählt eine Commission, die dem nächsten Delegiertentag den Entwurf einer Geschäfts- Ordnung vorzulegen hat. Neuberger - Berlin hält den im Antrag 2 vorgeschlagenen Weg für nicht gangbar. Er schlägt die Wahl einer neuen 7-gliedrigen Commission vor, die den definitiven Entwurf vorbereiten soll. Nach kurzen Aeusserungen der Herren Pels und Plessner werden die Anträge angenommen. Antrag 2 jedoch in der von Neuberger vorgcschlagenen Abänderung. In die 7-gliedrige Kommission werden die Herren Plessner-Posen, Dr. Bamberger-Wandsbek, Dr. Lewin- Wreschen, Dr. Rothschild-Halberstadt, Mendel Wertheim-Fulda, Referendar Möller-Altona, Wilhelm Freyhan-Breslau gewählt. — Es wird beschlossen, dass ehe der Entwurf an die Ortsgruppen abgesandt werde, eine Tagung der Kommission stattfinde. Tagesordnung Pujnkt 7. *׳ Wahlen zum Gesch. Ausschuss. Der Gesch. Ausschuss wird im der alten Zusammensetzung wiedergewählt. (Dr. Biberfeld, Eli Lazarus, Julius Plachta, Raphael Gradenwitz, Max Jaffa). Zur Ergänzung werden die Herren M. A. Loeb und Iwan Salomon- Berlin gewählt. Iu das Central-Comitö werden mit Ausnähme des Herrn Moritz A. Loeb die bishörigen Mitglieder, für Loeb Herr Adolf Stern-Frankfurt a. M. gewählt. Tagesordnung Punkt 3. Hierauf erteilt der Vorsitzende Herrn Oberlehrer Dr. Leopold Rothschild-Halberstadt das Wort zu seinein Referate: ״Der Sabbath als Erziehungsmittel.4 Die Versammlung und die zahlreich erschienenen Zuhörer folgten den Ausführungen des Redners mit angespanntestem Interesse, und als er nach */*ständigem Vortrago endete, brach ein tosender Beifallstetvinn aus;_ Nicht nur die klar-logische Beweisführung, (|ie souveräne Beherrschung des Stoffes und der Ausdrupksipittel, sondern vor allem die edle Begeisterung.fiir dip שבת r׳־rr, die herzliehe, innige ^Anteilnahme am Geschicke der jüdischen Jugend, die aus den Worten des Redners sprach und aus tiefstem Herzen kommend, den Weg zu allen Herzen fand, machten diese kurze Stunde zu einer ־denkwürdigen in der Geschichte des Verbandes der Sabhathfreunde. Lazarus (Vors.) dankt dem Redner in bewegten Worten und bedauert, dass der Vortrag. nicht gestern vor einem grösseren Auditorium gehalten wurde. Der Vortrag müsse gedruckt werden, noch wertvoller aber sei es, wenn der Referent ihn in recht vielen Ortsgruppen halten könnte. Eine Diskussion würde nur den Eindruck des Gehörten abschwächen können. Rabb. Dr. Loewenthal-Hamburg '(als Gast). Vieles was in mir geklungen hat, ist durch diese Rede wach geworden. Der Referent hat uns jeinon wahren ::עז bereitet, indem er vier Oeffentlichkejt den. שבת als einen;:עז so meisterhaft geschildert hat. Es wird aus der Versammlung beantragt, dass der Vortrag in wirksamer Weise Verbreitung finde, und beschlossen, ihn im nächsten Kalender erscheinen zu lassen. Rabbiner Dr. Lew in-Wreschen beantragt, dass im Mittelpunkte eines jeden Delegiertcjntags ein grosszügiges Referat stehen soll. — Der Antrag wird angenommen. Wegen vorgerückter Zeit wird nur noch der Antrag b des Geschäftsf. Ausschusses zur Beratung gestellt und debattelos angenommen. ־־־• ׳* * ״ * Bestimmung des Tagungsortes des nächsten Delegiertentages. Eckstein-Nürnberg plaidieft für Nürnberg und sichert beste Aufnahme zu. ך Pletesner-Posen tritt für einen nördlicheren Platz ein. Es wird nach kurzer Debatte Nürnberg bestimmt. Einige durch Birkenruth vorgelegte Anregungen d r Ortsgruppe Fulda werden dem Geschäftsführenden . Ausschuss überwiesen. Hierauf dankt der Vorsitzende den Ortsgruppen Hamburg, Altona, Wandsbek für den herrlichen Empfang. Jacobsen dankt den Delegierten für ihr Erscheinen, Plessner dem Gesch. Ausschuss für seine Tätigkeit, und mit einem: Auf Wiedersehen in Nürnberg schliesst der Vorsitzende gegen 12 Uhr mittags, die Tagung. Nach beendeter Tagung und kurzem Frühstück im Vorsaale, begaben sich die Kongressteilnehmer auf Einladung des Herrn Josef Bachrach zur Strassenbahnhaltestelle, wo ein bereitgestellter Waggon sie aufnahm und nach dem Hafen brachte.v Hier fand eine interessante Rundfahrt statt, an deren Ende die Besichtigung des