Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- 1 u. 2 (Januar-Februar 1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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p-; •wt x״\. t Der Sabbath. Nach •horten Ausführungen der Herren Cohn- Altona, D.rÄd*ftH aas -Posen, Heck scher -Hamburg, S t i e b e 1 ־ KSMÜigen, N a ta n s 0 n - Berlin, die' neue Momente nMU^ mehr ergeben, und Schlussworten der Herren DrJpWin er-Rogasen und Dr. Rothschild- HalberstadtTf teilt Rosenheim - Frankfurt a. Mden Antrag: (17־ Ich beaftrige, die Anträge Rogasen und Halberstadt der SbH^pnvprmittlungszentrale, zur Berücksichtigung zu überweisen. Wird ohne Widerspruch angenommen. Antrag J äte 0 b s e n-IIamburg : j Ich beantrage, dass seitens der Stellenver- , mittlungszeutrale ein ausführlicher Artikel! über i Form und Art der Stellenvermittlung im Sabbaih; erscheint, wird ohne Widerspruch angenommen. Namens der Delegate־Prüfungscommission erstattet Levy-berlin den Bericht. Es sind danach 33 Herren als Detagierte für 38 Ortsgruppen mit insgesamt 68 ן Stimmeif^aijwesend. , Es sind erschienen die Herren: Aron Auerjbach-! Hamburg, Rabb. Dr. Bamberger-Wandsbek, A. Bamberger,-Würzburg, Rabb. Dr. Biberfeld-Berlin, R. BiTkenruth• Fulda,. Arnold Cohn-Hamburg, Bernh. Cohn- Hamburg, Referendar Dr. Carl Cohn - Altona,\Louisj Cohn- Hamburg* ,Willi David-Mannheim, .Rabb. Rr. Dünner-! Rogasen, jJäHus Eckstein-Nürnberg, Dr. de Haas-Po-! sen, WUtyPamburger-Hamburg, Samson Heckscher- Hamburr, Raph. Gradenwitz-Berlin, Herrn. Gumpertzj Hamburg,1 jfe. Jacobsen-Hamburg, Rabbiner Dr. Kahn-; Mergentnem, Aron Kober-Breslau, Eli Lazarus-Berlin,; Rabb. Dr. nfcerner-Altona, Rabb. Dr. Lewin-Wreschen, : Jac. Le'v#perlin, Arlh. Meyer-Gelnhausen. Referendar Dr. MölllA:Altona, Arthur Xatanson-Berlin, M. Neuberger-ISRlin, Jakob Pels-Emden, W. Pels-Hamburg, Aron PtySIann-Königsberg, P. Plessner-Posen, Jacob Rosen^roFrankfurt a. M., Dr. Leopold Rothschild- Halben®®? Dr. M. Schlesinger-Marburg, Dr. Jonas SimoiMHiftelberg. L. Sobotki -Berlin, Rabbiner Dr. Spieg.lWMtona, Abr. Stiebel-KRzingen. EÄ«nd vertreten die Ortsgruppen: Altona, B e r 1 iJ■ Breslau, F r a n k f u r t a. M., Fulda, G e 1 n b j|u sen, H a 1 b e r s t a d t. Hamburg, Heid e 1 b Hörstein, Kitzingen, Köln a. R11., Koni g|b erg Pr., Marburg, Mergentheim, Münden, Nürnberg, Ostrowo, Posen, Rogasend $trassburg (Eis.), Stuttgart, W and sbek, W.ürzburg. . Hierauf werden die Anträge 8. Kitzingen, 5. Frankfurt a. 11. 2 a, 2 b zur Beratung gestellt. Stiebei^Kitzingen begründet den Antrag seiner Ortsgruppe Vter ,Sabbath“ koste den Verband jährlich ä00f£fc4000 Ijlark (Zwischenruf 2000.—). Die Artikel sintf’־tu philosophisch gehalten und werden daher nicht gelesen. Affe Leute auf dem Lande verlangen populäre Artikel, (»her verfehlt der ,Sabbath“ seinen Zweck und es könnte für die aufgewendeten'Mittel ein Wanderredner in die Ortsgruppen geschickt werden. Deswegen halten wir es Ää Angebracht den Antrag zu stellen, dass der ״Sabbath“-Amin Erscheinen einstelle. Dr. Egmerfeld-Berlin. Die Vorwürfe gegen den Sabbath riÄten sich auch naturgemäss gegen seinen Redakteur fited ich bitte Herrn Stiebei nun etwa nicht zu glauben, dass ich durch seine Ausstellungen beleidigt bin. Neid, ׳.eg־, ist ,richtig, dass viele Artikel im ״Sabbath“ erscheinen,ן di4 über das Niveau der J.eute auf dem Lande hinausgebeg. Dass ich mich bemüht habe, dem Lande die Kost zd verabreichen, die dem Lande gefällt, dürfen Sie glauben. Wir nehmen solche Artikel stets mit Freuden an. Aber die Schwierigkeit liegt eben darin, dass solche Artikel nur der Dorfbewohner selbst schreiben kann. Dazu gehören eben die betreffenden Mitarbeiter und die haben wir leider nicht. Doch davon darf es nicht abhängig gemacht werden, j ob der ,Sabbath* eingehen soll oder nicht. Jede Organisation hat und braucht ihr eigenes Organ. Seien wir froh, dass wir es verstanden haben, sofort bei Begründung des Verbandes ein solches Organ zu schaffen. Die Tatsache, dass wir ein Verbandsorgan besitzen, hat uns weit mehr genützt, als alle sonstigen Massnahmen für den Verband, Gewiss hat der Verband viele Zwecke zu erfüllen, die Propaganda aber kann niemals Selbstzweck sein, sie kann lediglich bewirken, dass Mittel für eine Sache herbeigeschafft werden. Der letzte Zweck muss doch immer eine Tat im Interesse des Ganzen sein. Wenn wir nichts bieten könnten, müsste doch die Frage aufgeworfen werden: Zu welchem Behufe sollen wir denn Propaganda machen? Es wird viel von Wanderrednern gesprochen. In dem Momente, wo Sie uns einen geeigneten Wanderredner nach^isen, werden wir nicht einen Augenblick zögern und mm anstellen. Vom ersten Tage unserer Tätigkeit an, waren wir bestrebt, eine derartige geeignete Kraft ausfindig zu machen, leider bis heute ohne Erfolg. Rasenheim-Frankfurt a. M. Ich glaube, dass der Antrag Frankfurt 2a! und 2b keiner besonderen Begründüng bedarf. So genje wir nun auch sehen würden, dass der ״Sabbath“ öfter erscheint, so müssen wir doch einsehen, dass aus Ersparnisgründen es sich nicht ermögliehen lässt; musste doch der Gesch. Ausschuss im letzten Jahre an den Kosten des ״Sabbath־‘ M. 500.— ersparen. Daher müssen wir unseren Antrag 2 a zurückziehen. •2 b dagegen möchte ich aufrecht erhalten. Der Inhalt des ״Sabbath“ ist nicht anziehend genug. Es müssen Mittel und Wege gefunden werden, den Inhalt interessanter zu gestalten, der Sabbath muss allgemeiner, populärer werden. Ich möchte empfehlen, dass der Gesch. Ausschuss eine Liste von literarisch tätigen Personen aufstellen soll und den Betreffenden, die sich zur Mitarbeit bereitfinden, dann geeignete Themata zur Ausarbeitung überträgt. *־ Dr. Biberfeld-Berlin beklagt die Interesselosigkeit der akademischen Kreise für den ״Sabbath“. Die bisherigen Aufforderungen zur Mitarbeit hatten keinen Erfolg. Dr. Simon-Heidelberg empfiehlt Fusionierung des ״Jüdischen Blattes“ mit dem ״Sabbath“. Neu berger-Berlin hält die Ausführung der Anträge Frankfurt für eine reine Geldfrage. Eine dauernde Heran- Ziehung von Mitarbeitern kann nur erfolgen, wenn ein ständiger Fond für Autorenhonorare vorhanden ist. Solange die Redaktion von freiwilliger, unbesoldeter Mitarbeit abhängig ist, lässt sich kein systematisches Programm für den Inhalt des ״Sabbath“ aufstellen. Rosen h«im-Frankfurt a. M. Das Blatt muss ohne Zweifel als selbständiges Verbandsorgan erhalten bleiben und eine Fusionierung darf nicht erfolgen. Ich schlage vor, da wir ja heute über die Finanzen des Verbandes nicht einseitig verfügen können, dass der Antrag Kitzingen zurückgezogen wird und die Anträge Frankfurt a. M. dem Gesch. Ausschuss zur Berücksichtigung überwiesen wird. Nachdem Stiebel-Kitzingen den Antrag seiner Ortsgruppe zurückgezogen hat. wird dgr Antrag Rosenheim־ zu Anträgen Frankfurt a. M. 2 a und 2 b ohne Widerspruch angenommen. Pause zur Verrichtung des 1'iyc-öebels. Der Antrag Dr. Simon-Heidelberg betreffs Fusionierung des ״Sabbath“ mit dem ״Jüdischen Blatt“ wird abgelehnt.