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Der Sabbath · 1911-07-01 · 7 u. 8 (Juli-August 1911 · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Sabbath
Volume
11 (1911)
Issue
7 u. 8 (Juli-August 1911
Date
1911-07-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der Sabbath. 35 Tahe, Beseligung und Sicherheit. Der Heilige, gebenedeit «ei er, sprach: EiDe köstliche Gabe habe ich in meinem Schatzhaus, Sabbath ist ihr Name. Der Schöpfungssabbath ist die Krone des Schöpfungs- Werkes. Jeder Sabbath die Krone der Tage. Freudiger Genoss in Erhebung za Gott ist der Lohn und der Segen der Arbeit. Die Sabbathfeier giebt dem Körper, was des Körpers ist, and dem Geiste, was des Geistes ist Von besonderer Zartheit ist folgende Sage: Der Kaiser sprach za Rabbi Josaa: Warum bereitet das Sabbathgericht so feinen Daft? Dieser erwiederte: wir haben ein Gewürz, Sabbath ist sein Name, das tan wir in das Gericht und deshalb verbreitet es so feinen Duft. Der Kaiser: Gib mir davon. Rabbi Josua: Wer den Sabbath hält, dem n&tzt es, wer den Sabbath nicht hält, dem nützt es nicht. Diese Vereinigung des Himmlischen und Irdischen zu einem edel Menschlichen in der Sabbathfeier spiegelt sich auch in folgender Betrachtung: Wenn der Israelit bei Beginn des Sabbaths aus dem Hause Gottes in sein Haus geht, begleiten ihn zwei Engel, ein guter Engel und ein böser Engel. Ist das Licht angezündet, der Tisch gedeckt und das Lager bereitet, so spricht der gute Engel: ,Möge es Gott gefallen, dass es auch am kommenden Sabbath so sei!* und der böse Engel spricht wider seinen Willen: Amen. Ist das Licht nicht angezündet, der Tisch nicht gedeckt and das Lager nicht bereitet, so spricht der böse Engel: ,Möge es Gott gefallen, dass es auch am kommenden Sabbath also sei! * Und der gute Engel spricht gegen seinen Willen: Amen. Snmma: Der Charakter der Sabbathfeier ist Seelenfreudigkeit im Gefühl der Würde und Freiheit des Gotteskindes. Das ist der Sinn des Spruches: Der Sabbath ist euch übergeben, aber ihr seid nicht dem Sabbath übergeben.* Soweit Herr Rabbiner Dr. Winter, dessen Darlegungen auch uns Christen sehr ansprechen werden. Es war ein feiner und edler Gedanke der israelitischen Glaubensgemeinschaft, dass sie, zur Beteiligung an der Hygiene- Ausstellung aufgefordert, die Gottesgabe des Sabbaths in den Mittelpunkt ihrer Vorführungen stellte. Es ist eine empfindliche Lücke der Hygiene-Ausstellung, dass in ihr nicht auch der christliche Sonntag eine so schlichte, volkstümliche Darstellung gefunden hat, wie der israelitisehe Sabbath. scher erscheint es doch immerhin wichtig, von Zeit zu Zeit zu beobachten, wie die vorurteilslose, Wissenschaftliehe Forschung, ohne es zü wollen, immer wieder auf Resultate kommt, die von unseren .חכמים :־ל ,kraft ihrer קבלה schon längst gefunden; waren, wenngleich wir deren Sinn manchmal nicht verstehen konnten. In vorliegendem Falle ist es ja nur eine Bestätigung der Eingangsworte des דכדל נין דדים אשר מעל לרקיע וכד : ספר כ־אשית und des ן folgenden Satzes ויקרא א׳ לרקיע שמים, die so einfach in 1 ihrem Inhalt, trotzdem fortwährenden Zweifeln und Ab- ן leugnungen ausgesetzt waren. N. N. { י Aus N e w-Y or k wird der ,Frankf. Ztg.“ berichtet: | Die vor einiger Zeit in mehreren hiesigen Schulen probe-! weise eingeführte Einrichtung, Kindern während der i Mittagspause einen Imbiss zum Selbstkostenpreise zu ver- abreicben, hat sich bewährt und soll jetzt auf alle im | öffentlichen Schulsystem einbegriffenen Institute, also auch; auf die Hochschulen, ausgedehnt werden. Bei der Zasammensetzung des Speisezettels. trägt die Schulbehörde nach Möglichkeit den Eigentümlichkeiten der verschiedenen Nationalitäten und Religionsgemeinschaften in New- York Rechnung. So kommen z. B.in den italienischen Distrikten vorzugsweise italienische Gerichte auf die übrigens wenig umfangreiche Speisekarte. Auch wird in einigen Schulen koscher gekocht und zwar mit peinlich genauer Befolgung der jüdischen Religionsvorschriften. Nur koscher wird in der grossen Schule an der Ridge- und Broome-Street gekocht, wo 200 Kinder, fast lauter Abkömmlinge von russischen und polnischen Juden, Unterrieht geniessen. Uebrigens wird in den städtischen Hospitälern ebenfalls auf die religiösen Gefühle der israelitischen : Bevölkerung Rücksicht genommen, was u. a. daraus hervorgeht, dass die Speisen für israelitische Patienten strikt i koscher zubereitet werden. Um jeder Verwechslung des! Geschirrs vorzubeugen, sind die zwei Sorten für die Milch-; und für Fleischspeisen in einer gleich in die Augen fallenj den Weise gekennzeichnet. Vermischte Nachrichten. Allerlei. Hamburg, Aug. 1911. In vergangener Woche hielt Herr Dr. Oltessen von der hiesigen See warte -einen längeren Vortrag über die allerneuesten Unter- Buchungen der Natur der obersten Luftschichten in welchem er folgendes ausführte: Bestimmungen der Edelgase in der Atmosphäre zeitigte das Ergebnis, dass am Erdboden nur minimale Spuren von Wasserstoff nachweisbar waren, in der Höhe von 50 Km. bereits 14 Volumenprozente, in 100 Klm. aber 99, sodass hier die Atmosphäre fast aus reinem Wasserstoff bestehen muss. Wen überkommt es beim Lesen dieser Zeilen nicht wie Heimatsklänge! אמנם על שם יטא מים מיוחם שמו שמים heisst es im פיום zum vierten Schabbos בין פסח לעצית und •רש־י דל bringt dieselbe Deutung gleich vorne in ספי בראשית Allerdings heisst es רגיי יזו־ה אין .—:ין חיזוק . Abjr gegenüber den fortwährenden Ableugnungen^der Wahrheiten unserer תורה הקדושה seitens sog. wissenschaftlicher For- Hamburg, lu der am 24., Hai d. Js. stattgebabten Qeueral- | Versammlung des Israelitischen Siellenvermittlungsvereins erstattete 1 der Vorsitzende zunächst den Geschäftsbericht. £r hob hervor, dass > das verflossene Geschäftsjahr ־das: erste volle Jahr sei, in welchem i laut Abkommen mit der Frankfurter Stellenvermittlungszentrale der Verein seine Tätigkeit nur auf Hamburg und Umgegend beschränkt habe. In Anbetracht dessen seien die erzielten Resultate, welche in der Anlage spezifiziert sind, als befriedigend za bezeichnen. Leider ist es uns trotz grosser Bemühungen nicht gelungen, das Interesse der Herren Chefs in Hamburg für die( Vermittlung unseres ־Vereins der kostenlos und ohne Bemühung ihrerseits gut empfohlene Bewerber nachweist, mehr zu erwecken, sonst hätten wir sicher noch erheblich bessere Resultate erzielen können und auch eine Anzahl Bewerber, welche uns aus Frankfurt a. U. können. — Wir bitten wiederholt kanzen dem Verein anzumelden, ' richtige Tätigkeit entfalten. Oer überwiesen wurden, unterbringen die Herren Chefs alle ihre Vanur dann kann der Verein seine Vertrag mit Frankfurt a. M. wurde 1 stillschweigend verlängert. Die Rassenverhältnisse sind ans Anlage 2 ersichtlich. Durch Wechsel!los Schriftführers und des Vereinslokales sind bereits ira letzten Jahre erhebliche Krsparnisse erzielt worden, deren Wirkung im Laufe der Jahre noch besser zur Geltung kommen werden. Der Kassenbericht wird genehmigt und Decharge erteilt. Herr M. S. Wolff hat seine Entlassung aus dem Vorstand uachgesucht. Dieselbe wird—mit dem Ausdruck des leb-

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