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Der Sabbath · 1911-05-01 · 5 u. 6 (Mai-Juni 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
11 (1911)
Issue
5 u. 6 (Mai-Juni 1911)
Date
1911-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der Sabbath. 25 Jahren sich gebillet haben, die יצד־״ •צבת - Vereine, und nicht zuletzt unseres ,*Verbandes der Sabbat freunde׳‘. Jedem, dem der Sabbat und damit das Judentum am Herzen liegt, liegt die Pflicht ob, sich diesem anzascii Hessen. Zum Schluss möchte ich mir erlauben, das zu citireu, was unser verehrter Rabbiner, Herr Dr. Eschelba ־׳h e r, in einer ״Rede über den Talmud“ über den Sabbat gesprochen hat : ״Wohl ist es wahr, dass der Talmud in zwei grossen seiner sechsunddreissig Traktate die genauesten, ins!•;inzeinstu. gehenden Vorschriften über die am Sabbat verbotenen Arbeiten iind die Art seiner Feier enthalt. Aber nichts ist gerade so sehr geeignet, den tiefen Sinn, der jenen scheinbar kleinlichen Bestimmungen zu Gründe •liegt, zu zeigen, zu erweisen, wie sie nicht einzeln und ab״esondert von einander, sondern im Zusammenhänge und im Hinblick auf das zu erreichende Ziel aufgclasst werden dürfen, als gerade der jüdische Sabbat. Was er war und Gott Lob auch in nicht wenigen Kreisen und in vielen Beziehungen noch ist, das verdankt er hauptsächlich den Bestimmungen und Umgrenzungen des Talmud. Der Sabbat soll danach ein ganzer und wahrhaftiger Ruhetag sein, dauernd von seinem weihevollen, Friede unt Freude bringenden Beginne am Fici tag Abend, bis am Sabbat Abend die Sterne erscheinen und nach der Erholung auch die Zeit der Arbeit mit einem Gebete wieder toaiiUst wird. Ein Ruhetag soll er sein für -Mensch mul Tier, für Gross und Klein, an «lern jegliche Arbeit, kleine wie grosse, aufhört und ein Jeder nicht in der Ferne und nicht in zerstreuenden, aufregenden Vergnügungen eine Befreiung von der Arbeit feiert, sondern im Frieden seines , Hauses, dessen Segen er an diesem Tage ganz besonders empfinden soll, im liebevollen Verkehr mit den Seinigen, in stiller Behaglichkeit, welche die oft üb-rmässige Span■ nung der Körper■ und Geisteskräfte löst, dem ermüdeten Körper neue Frische, der dürstenden Seele erquickende Nahrung zuführt. Denn, wenn auch die körperliche At beit aufhört, der Geist soll nicht rasten, er soll den Sabbat feiern nicht nur im Gotteshause, sondern in Beschäftigung mit den religiösen Schätzen seines Glaubens, mit dessen weitverzweigten Schrifttum, das Früchte enthält für die verschiedensten Bildtingsklassen und deren Bedürfnisse, und in dem insbesondere es auch an solchen Büchern nicht fehlt, in welchem die Ergebnisse der tulmudischen Studien und die dem unmittelbaren Verstandnisse Aller zugänglichen Teile desselben für die weiteste volkstümliche Benützung verarbeitet sind. So soll der Sabbat sein eine Zeit vollkommener körperlicher Ruhe und freudiger ' geistiger Arbeit, der erbebende und befreiende Schluss der Woche, mit Bezug auf den wir deren Arbeitstage zählen, 111m für welchen nach der Lehre einzelner Weisen des 'lalmiuls wir das beste an Speise und Trank, das jn den Wochentagen sich uns bietet, vorbereiten, den wir ehren und heuigen sollen vor Allem in unserem Hause, den wir begrüsseu und feiern sollen als einen Frieden und Segen bringenden Gast Wer den Sabbat wahrhaft erfüllt, erhält durch ihn einen V01 begriff der Seligkeit in der künftigen Welt“. mkans. Sonntagskinder. Die leicht erklärliche herzliche Freude, welche ein Elternpaar bei der Geburt eines Sprösslings erfüllt, hat unseren Weisen, welche tief in die Gedankengänge eines jeden einzudringen verstanden, Veranlassung gegeben, hierfür eine besondere Brochoh anzuordneu. Im Dank au den Höchsten sollen sich zuerst die Freudongefühle au-lösen. — Die ferneren (v;iilile der beglückten Eltern sind wohl zunüdi-t diejenige::, d'.t-s sic (ftüek und Segen an das Neugeborene baiinen und fii: dasselbe erflehen und wenn möglich sichern in■׳ i. I ns sind die Wege der Zukunft verhüllt zu 11:;•. :־!:• ׳Beste», do h wer kpmüe es iibergliickliclicn F:' n \ ■1׳׳i׳ nken.' wenn sie etwas von dem Schicksal ׳ס.״;,■ 1׳ ■ז, .--e: möchten, das dereinst, ihr Kind *reffen ,wir׳!. im A:lertum ־lies.-en d״ Eltern Imii Kin 1 das lloro-k׳■[» .:!!■!;. die Stellung der Storno untereinander In,»־' , der «■tobun dos Kindes so! e für den Lebensweg desselben hiaggebeml sein. Für un- .luden i-t diekein güii-rhan•;■ Wen־, da cs nach im-erei Aiiffa-.-ung einerlei ist. unter welchem Stern man geboren ist. -אי• :רד '״:־א. Auch Andersgläubige fragen heute nicht mehr Kiel die Sterne nach dem Schicksal der. Kinder, nun glaub! a! diesen Einschluss nicht• mehr, aber ״;א :■־־־.א ־־א ist noch immer der allgemein anerkannte-< rimTI-atz; im I so glaubt man oder t&i veciu>t11,׳s '0, als :> GcKunen, dia an bestimmten Tagen slatilinden. dt.:! Kiu.icr.! I!-onders Glück ver- Ilt issen. Das .Hilft zwar nicht immer zu, schadet aber nichts, wenn mau .ייsich ־',.uro ler, \V;tsoü es aber heissen, und wie• kann man sich da.- erklären, weau. jiilisehö Eltern so.ienaun-e S »niu.igskinder als be-mlers vom Dlüek licgimstigia bezcicliuei; und;1110.1 Bakannten und Freunden mitteile.!: Honte w ur׳le in- 01:1 *Sonntagsmaiel“ ireboren! Auch \1!׳:־ ’’ainiiieii, die sonst .auf streng religiösem ־Mandpunkt sieben, Iahe ich ׳dl ,der-;,׳•;ige Annoncen geU-en. l')ie Entschuldigung ist, man hat sich nichts dabei gedacht.. mau spiicbi und schreibt nach. was. mau• von aime.ren ,!׳••sehen und geliöit li.it: aber d 1s (ui״;;:; Antre.u'eu solcher Anzeigen, is! ein Beweis für den - tu!' oiimoii--er.en, religiösen ludiH'etenrismus. der a-ic- •■׳g11■.. ׳ hat, und Herz und Gedanken dem Jüdischen eiitfroui lei hat. Mag die Sache auch kleinlich erscheinen, sic bhubt• ein Symptom, und wenn wir bessern. wollen, müssen■ wir auch an Kernigkeiten 1;ichl voruiter geben. Hohen wir, •lass von unsere!*.• Gesinnungsgenossen die Anzeigen betreffend ״Sonntagskinder“ aus den'Zeitungen verschwinden. N. N. ־־׳ w־*ts Literansches. -Zurück zur Thora‘ :־ Eine An:fuge au ■Tung-lsrael von Wilhelm Frey bau. Frankfurt a. M., Verlag von A. ■I. ilofman n DH 1. ־ .;g Vorwort: Indem ich die beiden vorliegenden■ B tiefe der י )Öffentlichkeit übergebe, will ich Israels lünglingen tlen W eg zeigen, welcher .meinen Freund Bern Israel.einem glücklichen Leben zufrie.11m-heit.eren Schattens zugeführt hat,. Vielleicht, dass sein Schicksal den einen oder anderen meiner jungcu Loser, der selbst, bereits.- von -liebevoller Eltern oder Leli-ror Hand jiuf den Pfad sittiich-crisster LelM.iislieiligmur gewiesen, am Festhalten des ihm vorgezeichneten Zieie» bestärkt; vielleicht dass jenes Schicksal ihn zu:n NaclnDnken über •luden und Judentum anregt und ihn vor der;verhängnisvollen Lethargie des Inditteivaiismus bewährt; und dass, wie ich zu hoffen wage, manch einer von Israels düngiingen sich nach der Lektüre dieses Büchleins zur Thora hingezogen fühlen könnte, in deren Glanze Israel nun schon seit Jahrtausenden wandelt, zu den (Quellen ewiger llcilesw ahrlieiten, kraft deren allein es befähigt war au der Spitze der-_Zivilisa-

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