Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 11 (1911)
- Issue
- 5 u. 6 (Mai-Juni 1911)
- Date
- 1911-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Der Sabbath, , ,,'Erhalten,' aber die unter ihnen um sich greifende Entsittf , ,fliliun״ uu«i tie Erschöpfung ihrer Arbeitskraft brachte ,! eH-schlicMic! dahin, dass Alles schlecht und rückwärts I -liW. Das -(-ificht beschränkte die Arbeitszeit auf sechs . \) 001.0:.! mv und bald stellte sich heraus, dass in dieser ‘,jfeT-ir mein׳ und bessere Arbeit geliefert wurde als vorher . ׳<'®A: tv .׳lleo! Worhendienste״. ' reizen wir bei diesen Beispielen an stelle des Sonn- 1'• < {:11}. •r :1 Si.biiat. s״ können wir dies auch auf uns anwenden. Man wj: : :.;iן• nicht ein, es.wäre hiernach ganz gleich, ״ ir .«ך! s.nnabend ■der Sonntag beobachten. Ich kc •ne 'Beispiele von Handwerkern. Kanfleuten und Bocfits;»:.*alte!״ •iie den Sabbat nicht beobachten, die aber ׳ זי;׳■!■■in am Sonntag arbeiten. Diese Beispiele *..)<: s’.c .er r.;־t Leichtigkeit jeder von Ihnen vetvollstiin- •!ige:. ko• 011 ׳. Für s' lche vielbeschäftigten Menschen gäbe - Um.!.״eh überhaupt keinen Ruhetag, weder einen Sabbat ■■׳ .!■ו i.ien Suimtag. '!■!י kann a;;> h tiir uns nicht in Frage kommen, irgend a .!! Tag. w!■;• es für uns «b r Sonntag wäre, als Ruhetag üfit beachten. Es k׳!j׳!tut für uns liur der von Gott ein־ gcsiO/.to Sabtiat. :11 Betracht. Ausserdem aber ist es fftr sm - t hi ('■ebot _d־׳r Selbstachtung, den Gedanken, a-£ k! :,o der Sonntag uns dasselbe wir der Sabbat sein, z .r 1 k/.aweisen, da s. Z. der Sonntag in der ausgesprochenen Ah'ic.T.. sich von"■len Juden zu unterscheiden, eingeführt * w *e. Der >!■■•!. citirte i ׳r. Niemoyer schreibt an au'.'erer desselben. Bin hes : ׳■:׳ ־■•<׳ 1 ׳.: 1 . i , ר. 1 I < r Dass rs üb «lieiei!;-־־ei!, welchen es Ernst ist, auch זa::«•!!..•י• V ,״!•d auf dem Spiele steht, währet!! 1 .V g garnh-ht einwirkt, ]imglich bleibt, die :!:'1 •■׳ :«hon zu. lassen, lehrt!las Beispiel Her Juden: •: 1 t• ־;e<1״ und ihre ..<-»es3tzesfreude״ fallen an < ■t .. '!׳■: in die Zeit’der Jahrmärkte und Messen. 1 .׳ .׳ v. . 5!:• ■ r! eisend besuche!׳, an denen sie aher 0.11 , , ■ ׳ Mann volle 3 Tage leiern. Audi in ־ v י tu׳•׳ ■:•den Sabbats gellt diese Nation mit; h,;cl voran, und wenn es noch eines die mehrfach betonte hygienische; 1-;: יs1׳:sc!1en Kultus bedürfte, so wäre es die ■ \ •ic-m 1.• ׳;!risch günstigeren Gesnndheitszu- , . :■ r längeren Lebensdauer der Juden : nach i :״, ..Neufvüle •Frankfurt a. M.) und Kolb be- :c na';‘--re Lebensdauer!1er Christen etwa 20, die ״ico etwa 30 Jahren!־ L ■■•׳■;. wir nun. die Notwendigkeit, den Sabbat als ■/.׳: )•egdic-n, für uns, vor allem in religiöser i ik/.g. anerkannt. so ensteht für uns die Frage: , ..V.:!.« •: •1: ■ i* v. o /.( tun. damit e> ■besser werde r“ "Dem׳, wir •.:.:■len ■ms n.d,: verhehlen, die Sabbätbfrage ist die 1:!■-:׳ ס:. a;ge1111׳׳ekl;cii für die gesetzestreuen -,':.•b-n c-si'i״׳.. H::;!׳;detitum ohne Sabbat ist ein Unding■. M:t;111 '!׳.'■׳. •len s. ii. Hirsch!len ,.Probirstein des , :;!■:■jo ■:.! -..־t, und fällt das Judentum. ich meine, •:■:י l.'ebel muss an der Wurzel gefasst ׳ ro . Aiial orail. bei allen Bewegungen und Strömungen, 1 - 1 •> ::•׳!11־er religiösen, hören w;ir immer und immer wie :er : .,Wer die Jugend hat, hat die Zuku..ft.“ Auch 1 ־.as J׳׳.!: .'!;:juu hat stets und zu allen Zeiten dahin gestrebt, vor;uvm die .hrgeuü tur sich zu gewinnen. Sind doch nianc:.. Eiuriciitungf-D, wie z. B. der ־־c-Abend in der aus.׳• sp!;ch■ 1:5n Absicht mit ganz auffälligen Ceremonicn eiiig'Ti'-utet v ordem, um die Kinder zum Fragen zu ver- ׳ anlassen. f Di gerade der —r-Abend ist ein typisches ן .Beispiel daiur, wie!las Judeimuu sich die Jugend-Erzier:!:1!g •itckt. Beim ־־: ist derjenige, der den Kindern ihre Fragen e! klärt, nicht der Lehrer, sondern der Vater. Das Judentum erwartet von jedem Vater, dass er sieh mit dem Wissen ausrüstet, das nötig ist, um seine Kinder zu belehren. Es gerügt durchaus nicht, dass man dafür sorgt, dass die Kinder regelmässigen Unterricht in der Schule erhalten. Nein, der Vater hat die Leitung der Ausbildung seiner Kinder in die Hand zu nehmen. •\ ir nennen im Tischgebet unseren Vater אבי :יורי, unseren Lehrer, unsere Mutter *,:א; unsere Lehrerin! So, wie es die Aufgabe der Mutter ist, die körperliche Ptl _׳e der Kinder zu bewachen, so ist es die vornehmste Pfl: 11t des Vaters, die geistige Ausbildung seiner Kinder in lie Hand zu nehmen. Der Lehrer ist für «las Kind eine 11. dir oder weniger glei«Jtgiltige Person, jedoch, was der Vater dem Kind beibringt, das wird sich «lein Kind heilem uni besser einpiägen. Andererseits, giebt es wohl für El׳ rn ein besseres Mittel als dieses, um das Gemüt, die >0010, die geistigen Fähigkeiten ihrer Kinder kennen zu lerne״! Giebt es ein 'besseres Mittel, um mit «lern Propheien Maleaehi zu sprechen. על z־•־.■: לב אבות על ב;־ ם יל־: :״ א;•־;, um die grosse Klutt, die s,ch oti zwischen Alt!!n!l Jung, zwischen Eltern und Kindein aultut, zu überlnuk. 11, ein besseres Mittel, u»1'.hei der Jugend grössere Würdigung für die Verdienste des Alters, bei den Eltern mehr \ ersländnis für die Bedürfnisse der Jugend hervorzurub ״; Woher aber soll der heute so vielbeschäftigte Vater •iie Zeit nehmen, auch noch seine Kinder zu belehren:■׳ V111, er beobachte nur den Sabbat! Nicht allein, dass er .1111 Sabbat dazu Zeit timlot, er füllt auch den Sabbat damit am würdigsten aus. 111 der Jugenderziehung nun sind ein sehr wichtiger Paukt. die sogenannten ,.Ceienionien“. lieber diese '0 vieltarli verlästerten LVremonjen brauche ich mich hier nicht länger auszulassen. Es genügt, festzustellen, was auch heute wieder mehr anerkannt w ird, «lass die jüdische Religion «lie ,!'eremonien* nicht entbehren kann, dass . ■ 1־ Mensch ihrer bedarf als Mittel, um immer und immer wieder an seine Bestimmung als Mensch und Jude erinnert zu würceu. Und wir können ■ luhig behaupten, dass das Judentum nur dort sich erhalten hat, wo seine ,Coreluonien* beobachtet wurden. Allerdiugs dürfen diese niemals so ,aufgefasst mul ausgeführt werden, als seien sie um ihrer selbst willen da. Und das ist es, was!len Kimlern beigebracht werden muss. Es genügt nicht •lie trockene Gewöhnung, sondern aus jeder Ueremonie muss der jü! Lehe Geist zu unserem ilerzen reden. Es sind goldene Worte, die der vor einigen .Jahren verstorbene Gelehrte, Prof. Steint hat über die < eremouien niedergeschrieben hat: ,Es kommt darauf an, wie die Ceremonie geübt w ird: jenes Waschen und Beten,!lie Feier des Sabbat und der Festtage, das lassen und Trinken uml «las Fasten, der täglich zweimalige Besuch der Synagoge. W enu z. B. der jüdische Vater sein Kind Freitag abends segnete, legte er die llaml auf dessen Haupt und murmelte einige Worte. Wenn dabei aus der Iland und aus dem Munde des Vaters •ein geistiges Fluidum ins llerz des Kindes dringt, so ist die Wirkung von Heil und das Kind bleibt in Rapport mit Vater und Grossvater und den Ahnen und seinem Nolke; wenn aher der Vater nichts mitzuteilen vermag, so ist sein Wort und seine Berührung profan und der Knabe lacbt. Und so ist alle Uebung religiöser Ceremouieu 111 i t dem echteu Geiste ebenso erhebend und eniuickeml, tröstend und stärkend für das ganze Leben wie ohne den Geist töricht und das Gemüt aasleerend.־ Wird den Kindern׳ in diesem Sinne das Cereinonialgesetz und auch der Sabbat auerzogen, daun wird ihnen der Sabbat nicht zu einer Last, sondern zu einer \Vronue werden. . Und hier helfend einzugreifen, ist auch die Absicht der verschiedenen Vereine und Verbände, die in den letzten