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Der Sabbath · 1911-01-01 · 1 u. 2 (Januar-Februar 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
11 (1911)
Issue
1 u. 2 (Januar-Februar 1911)
Date
1911-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der Sabbath. beharre^ im Set W Gottes und ohne den göttlichen Segen sich sein Dasein zu erhalten vermöchte. Als trotz des Verbotes aus dem Volke Mehrere hinausgegangen waren, um zu sammeln, sprach Gott zu Mosche: ״wie lange weigert ihr euch Meine Gebote und Lehren zu beobachten, — sehet, dass Gott euch den Sabbath gegeben hat, darum gewährt Er euch am sechsten Tage das Brot für zwei Tage.“ Und dies Wort.ist auch an uns gerichtet und will uns zurückscheuchen von dem vermessenen Beginnen, das Gottesgebot zu übertreten und in der Entweihung des Sabbaths durch Betätigung unseres Nahrungsstrebens Gott zu leugnen. * Das Wort des Vorwurfes 2עד א;ה מא:ל״ trifft noch nach Jahrtausenden Kreise in Israel, an welchen die Erfahrung der Vergangenheit spurlos vorüberzieht und die sich auch heute weigern, Gott als den Herrn ihres Geschicks und ihrer Tat zu bekennen. Der Kampf um das Dasein ist die Probe, vor welche ein jeglicher gestellt wird, ob er in Gottes Lehre wandeln wird, oder nicht•, ידי1;־ נידרוד א= לא. Die Entweihung des Sabbaths drückt aber die Aufkündigung des Gehorsams gegen Gott überhaupt aus r:u* ,.aber am siebenten Tage ist Sabbath, an-j Es heisst hier mit Bezug auf die Mannasuchenden am nicht in müssiger Ruhe zu eVx arbeiten, und נזעת אפ-ך תא:ל ל־.פ deines Angesichts wirst du dein Brot essen“, ■•^Gottesspruch, als er durch Auflehnung gegen »aaillen das Paradies verscherzt hatte und in itjle, der ״Entsagung“, des Kampfes für seine 'gesandt wurde. Dass aber der Arbeit der «’׳Erfolges werde, dass sie nicht fruchtlos bleibe, festes gnädiger Fürsorge überlassen. Gott fs./.Manna vom Himmel, das Volk der Wüste imir.eln #n jedem Morgen in rüstiger Arbeit, £n ward es nicht zu teil דזם השדיע ־::־פ, wer verpasste; oder vergeudete, fand es nicht, ״ward jeiss, so schmolz es.“ ^er dem ersten Menschen im Eden das Gebot efner :־־:־;*-Bestimmung entgegentrat den Ausschluss des einen Baumes von se ner seiner Tätigkeit eine Schranke zog, durch ihm verbleibende zu einem Gott dienenden?stempelt wurde, also trat auch hier ein seine ^beschränkendes Verbot an das Volk heran und Arbeit zum Gottesdienst. Nur sechs Tage ward ihnen das Manna zu Teil, דדעג־ע־ cvr lebt sein wird.•‘ Das Ausbleiben des Manna kten Tage bezeugt den unmittelbar göttlichen desselben, bezeugt dass Gott es ist. der das Vährt, dass es eine ״Spende“ Gottes ist, was der Itjli als Frucht seiner Tätigkeit einsammelt, dass Gott kc, abr jeglichem das ihm Entsprechende als Frucht . rr AJpihe gewährt. א״ש לפ־ א:ל־ .,einem Jeden nach |»d|irfniss seiner Nahrung“, nach der Zahl der Glieder ■ines Hasses. jf 1' \^as den Menschen in redlicher Arbeit nach dem Millen fGuttes zu Teil wird,.dessen soll er in behaglicher (tphe Sorglos sich freuen. Von dem Manna durfte iiäknärd bis zum anderen Morgen übrig lassen. Was lafon in kleinmütiger Sorge für den anderen Tag aufgrspeh hert wurde, das ward ungeniessbar. Er hatte «oh des Genus>es von dem einen Tage, für welchen es *les Wohnortsrayons "verboten ist, alle Tätigkeiten, die die Herren der Sabbathreform als nicht ״der Heiligkeit Sabbath: ״ wie lange weigert ihr euch Meine Gebote und Lehren zu beobachten?“ Denn mit jeder am Sabbath vollzogenen Arbeit sagt sich der Jude los von der Verpflichtung auf die Erfüllung des Gottesgesetzes und leugnet Gott, der Himmel und Erde geschaffen. ״Allen denen gegenüber, die unserem Volke den Sabbath zu stehlen und uns zu bereden versuchen, unter dem ,לא תעש־ כל רלאנד sei nur schwere, mit körperlicher Anstrengung verbundene Arbeit verstanden“, heisst es in Hirsch's Kommentar zur Stelle, sei hier darauf hingewiesen, wie gleich bei der ersten Begründung des Sabbaths ausdrücklich das Aufsuchen der Nahrung, Kochen, Backen, überhaupt Bereiten des täglichen Mahles, Aus- und Einbringen aus dem freien allgemeinen Raum in den privaten und umgekehrt, oder auch das Verlassen und Pro U ,fHÖchtn, was ich : i leafgl ich mir, — ׳ gesorgt. Das in hefclittimt war, beraubt. In dem Wahne, sich durch diese Vbysagung zu bereichern, sich damit die zukünftige F.xiMenzf zu sichern: er., hatte damit aber geleugnet, dass ״(^olt der Spender des ihm heute gewordenen Segens sei jnd dokumentiert, dass er denselben als das eigenste ,rodu^t'seiner Arbeit betrachte, hatte damit ausgeich habe, verdanke ich nicht Gott, sondern und er hatte damit nur für den Wurm!-,as •n Geiz und kleinmütiger , Sorge aufgerjieifclterte ״erhob sich in Würmern und ward faul“. 'Der vorauf gegangenen Erfahrung zuwider aber ehtiog die Einstellung der Arbeit am Sabbath nicht das ße'diirfnis für den siebenten Tag. Gott spendete einem j/eden am sechsten Tag ein zweifaches Teil und das am ieclUten Tage nach Gottes Gebot für den siebenten Tag *urückgelegte war nicht dem Verderben verfallen. Die Lehre des Manna der Wüste ist aber die Lehre; für die Daseinssorge des Menschen überhaupt. Gott hati uns das Dasein nicht nur geschenkt, sondern gewährt uns[ amch den Segen in unserem Streben für dessen Er- 1 bajltuhg. Die Arbeit nach seinem Willen ist die Betätigung der uns von ihm erteilten Menschenbestimmung. Ifer Sabbath ist das Siegel der Gottesscböpfung und tunseoB Sabbatheiligung das Bekenntnis und Anerkenntnis cier Gottesherrscbaft nicht nur über die Schöpfung, sondern auch über die Betätigung der Menschenkraft. Die Leugnung dpr Gottesherrschaft und die Bekundung der wahnwitzigen als ob der Mensch auch gegen den Willen ,7 des Sabbaths widerstehend“ erklären möchten. Dabei bedenke man, dass es sich nur um das Auflesen der fertig liegenden Nahrung handelte und sehr wahrscheinlieh das ganze Geschäft des Mannalesens innerhalb einer, höchstens zweier Stunden zu vollbringen war und vollbracht werden musste, somit der ganze übrige Teil des Tages für sogenannten Gottesdienst mit obligatem Chor und Predigt völlig frei geblieben wäre, und doch ist das einfache Manna-Auflesen ״Sabbath-Entweihung“! Sonntagsruhe und Sabbathfeier in Holland.י Von unserem Amsterdamer Korrespondenten. Ein schönes Beispiel von Toleranz und Achtung vor den jüdisch-religiösen Satzungen hat neuerdings unser Laudwirtschaftsminister Talma in dem von ihm beantragten Bäckergesetz gegeben. Diese Gesetzvorlage bezweckt die Beseitigung der Nacht- und Sonntagsarbeit in den Bäckereien und verbietet sie folglich. Selbstverständlieh würden die jüdischen Bäcker, welche den Sabbat hei- *) Mit Genehmigung der Bedaktion ans Nr. 3 des Hunt). Israel. Familienbl.

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