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Der Sabbath · 1911-01-01 · 1 u. 2 (Januar-Februar 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
11 (1911)
Issue
1 u. 2 (Januar-Februar 1911)
Date
1911-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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II. }ahrg. Ko. 1 u. 2. }antia^-februar 19]]. —> (Donofsbloff ן zurförderung der Sabbathheiligung im iocialen und wirtfdiaftlicben Ceben derGegenwart. 0 Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des •Israelitischen Stellenvermittlungs- und Versicherungsvereins, Frankfurt a. H. des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jüdischer Kaufleute, Breslau und des Israelitischen Stellenvermittlungsvereins, Hamburg. Verlag: 1 Isr. Stellenvermittlungs' u. Verslchernngsvereln, Frankfurt a M. t ' Redactlon: Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. Centralbareaa des Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C., Neue Frledrichstr. 71. Die Mitglieder des Verbandes and der SteUenrermittlangsrereine n Berlin, Breslsa, Frankfurt and Hamborg erhalten das Monatsblatt ,Der Sabbath“ unentgeltlich. Bezugspreis fttr Nichtmitglieder Mk. 8.— jihrlich. — Anzeigen 80 Pfennig die ▼iergespaltene Petitzeile, bei Jahresaufträgen Babatt. — Correspondenzen fttr die Bedaction an Dr. Ed. Biberfeld, Berlin C.. Neue Friedrichstr. 71, alle sonstigen Mitteilnngen geschäftlicher Art an die Geschäftes teile dAs't&er Sabbath“, Frankfurt a. M., Nene Zeil 63. Naohdraok der Artikal mit Quellenangabe erwfinsoht VEBEnNBPREAlTX: Berlin C״ Neue Friedrichstr. 71 Breslau I! Wallstrasse 10. Kaubur« 13.1 Butschbahn 17. «.M. 14. Die Manna-Lehre*) Von laaac Hirsch. Die Sorge für das tägliche Brot nimmt die ganze Tätigkeit des Menschen gefangen, auf sie richtet sich ן sein Streben vom frühen Morgen bis zum späten Abend, an welchem er sein Lager aufsucht, um neue Kraft für den morgen neu beginnenden ״Kampf um's Dasein* zu gewinnen. Dieser Sorge entsprang die Klage des Volkes, das auf seinem Zuge aus Aegypten zur Wüste Sinn gelangt war. *Vor einem Monat noch seufzte es unter der pharaoniscben Knute. Gottes sicbtbarlicbes Werk war seine Erlösung. Er batte Seine Allmacht kundgetan an dem Tyrannen und das Sklavenvolk befreit. Er war es, der die Heeresmacht des gewaltigen Aegyptens, die unter des Königs Führung aufgebrochen war, um die eben frei erklärten Sklaven wieder in das alte Joch zu schmieden, am SchiHmeer vernichtete. Die Sechsmalhunderttausend rüstigen Männer standen ruhig zuwartend, der Hilfe Gottes harrend, an dem Meeresgestade. Kein Schwert wurde zur Verteidigung gezückt, keine Hand rührte sieb, Gott teilte die Fluten, sie gingen trockenen Fusses auf dem Meeresboden an das jenseitige Ufer, während hart hinter ihnen die Wogen über das sie verfolgende Heer hereinbracben und ihm das Grab bereiteten. Gott war es, der dem Volke in Mara den Labetrutik gewährte und in Elim an reichen Wasserquellen lagern Hess. Kaum war aber der Nahrungsmittelvorrat, mit dem es in Aegypten sich versehen hatte, versiegt, da vergass es der wunderbar fürsorgenden Allmacht Gottes; die Sorge um Brot für sich, für Weib und Kinder löschte die frische Erinnerung an das eben erlebte Grosse aus, j zerstörte das Gottvertrauen, dem es soeben in dem Gott, in den Gestalten des menschlichen Geschicks schauenden ן Liede begeisterungsvollen Ausdruck verliehen, und Hess | es in den Klageruf banger Verzweiflung ausbrechen. *) Aus: Israelit und Jeschurun 1890 Nr. 8. ״Wären wir doch Heber in Aegypten umgekommen, als jetzt biär’deni Hungertode verfallen zu müssen!“ Da spendete Gott dem Volke ״Brot vom Himmel“; vierzig Jahre während des ganzen Aufenthalts in der Wüste, sppiste Gott es mit diesem Brote, dem Manna; vierzig Jahre, erneute sich an jedem Morgen־— di°ses Gotteswunder, vierzig Jahre lernte Israel an jeglichem Tage, dass Gott es ist, der dem ihm vertrauenden Menschen die Bedingungen seiner Daseinserhalturg zu gewähren bereit ist, selbst dort, wo das menschliche Auge nicht erblicken kann, was ihm als Nahrung dient, selbst dort, wo die menschliche Kunst sich vergebens abmühen müsste, um die Stillung des Hungers zu er- | möglichen. — In dieser vierzigjährigen Schule sollte Israel die 1 Sorge für seine Existenz überwinden lernen, sollte es 1 jene unerschütterliche Zuversicht in Gott sich zu e׳gen machen, die selbst der herbsten Prüfung gegeniiher standhaft bleibt. Es sollte durch seine wunderbare Erhaltung während dieser vierzig Jahre zur Erkenntnis gebracht werden, dass nicht des Menschen Kraft und Kunst ihm das Brot gewährt, sondern die Gnade und Allmacht Gottes, nicht des Menschen Arbeit und Fleiss, sondern der Segen Gottes, drr auf der Arbeit und dem Fleisse des ihm vertrauenden und ihm gehorchenden Menschen ruht, dass ט־ף, dass die Existenz, welche der nicht voii Gott Erleuchtete aus dein Kampfe mit den Naturgewalten sich zu׳sichern strebt, נתן ל־־א־ו das Gnadengeschenk denen ist, die ihn eh! fürchten, dass die Erkenntnis der Unzulänglichkeit der menschlichen Kraft für die Sicherung seiner Existenz, welche-den nicht Gott Vertrauenden mit banger Sorge erfüllt und den — Schlummer von seinen Augen scheucht, dem wahrhaften Gottesdiener gerade die Ruhe bringt.: כן יר״ן ל־דידו •צנא. Wohl ist es des Menschen Pflicht, die ihm verliehenen. Kräfte in der Beherrschung der Erde für die Zwecke seiner hohen Aufgabe zu betätigen. Selbst für das Paradies, für den ן עדן:, in welchem der erste Mensch eingesetzt wurde, ist ihm die Bestimmung gegeben: j

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