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Der Sabbath · 1910-08-01 · 8 (8.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
8 (8.1910)
Date
1910-08-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der Sabbath. 45 Defizit abzischliessen. Die inzwischen erfolgte Cooptation des Herrn E. LObenstein wurde bestätigt und die tnrnusmäsMg ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Herren Arnold Cohn, M. C. Flörsheim, Ad. Nussbaum und Moritz S. Wolff wiedergewählt. Da Anträge nicht weiter Vorlagen, schloss der Vorsitzende die Versammlung um 9'/, Uhr mit einem Dank an die Erschienenen. Stellenvermittlung 190910־. 1.. Vacanzen: a. Commis b. Lehrlinge c. Damen d. Handwerker Total 2. Bewerber: a. b. c. d. Hamburg 11 20 4 2_ 37 20 17 11 2 ITebrigea Deutschland 18 10 4 32 32 3. 60 11 9 3 l 24 ausserdem 1 Lehrling in Besetzungen a. b. c. d. 35 9 3 1 Ausland Summa 2 31 — 30 — 8 —_2 2 71!ני¬ סו 12 2 85 Polier trag aul' 1910-11. 4 13 o 19 14 1 6!נ¬ 13! einem landwirtschaftlichen 21=560 ״ 12=66“, ׳״. 4=66 */,״/״ 1=50״/״ 38ca. 60 ״/י Betrieb. Von obigen Besetzungen erfolgten 7 durch die ,Centrale“ Frankfurt,a. M. Israel. Stellenvermittlungsverein zu Hamburg. Einnahmen. Abrechnung 1909-1910. Ausgaben. Beiträge von 188 Bitgliedern.Mk. 7132.— Spenden abz. Provision 120.40 ״ Zinsen., j34.33 Verlust.173.23 ״ Mk. 959.96 Vermögensbestand am 31. März 1910. Bestand a. 1. Apr. 1909 Mk 1405.42 abzügl. Verlast im Geschäftsjahr 1909/10 ״_73.23 Mk7T332.19 Belegt b. d. Sparkasse Mk. 1113.81 Kassenbestand am 31. März 1910 1332.12 ״ Mk 1332.19 Hamburg, 16. Juni. Nach langer Verzögerung kam gestern abend der wiederholte Antrag Ktfmpel, der nicht mehr und nicht weniger bezweckt, als in den C’omptoiren des Handelsgewerbes die vollständige Sonntagsruhe in Hamburg einzufiihren, zur Beratung. Die hiesige Ortsgrappe des Verbandes der Sabbathfreunde hatte sich schon lange mit den in Frage kommenden Mitgliedern der Bürger- Schaft in Verbindung gesetzt, nm evtl, einen Zusatzantrag einzubringen, dass den am ף״ט nie geschlossenen Geschäften einige Standen Arbeitszeit gewährt werden, wie es in München usw. der Fall ist. Unsere Befürchtung war G. s. d. grandios. Seitens mehrerer Mitglieder der Handelskammer wurde entschieden erklärt, dass mit Bücksicht auf die hamburgischen Verhältnisse im Grosshandel anf die Sonntagsarbeit nicht verzichtet werden könne. Würde man die Sonntagsarbeit in den Kontoren ganz untersagen, so würde die Konkarrenzfäbigkeit Hamburgs darunter bedeutend leiden. Hamburg habe tatsächlich einen grossen Vorteil vor den englischen Handelsplatzen dadnreh, dass hier am Sonntag einige Stunden gearbeitet werden könne. Das sei nicht immer der Fall, aber es müsse jedenfalls die Möglichkeit der Sonntagsarbeit gegeben sein. Die Handelskammer habe sich schon wiederholt in diesem Sinne ansgesprochen. Diese Ausführungen machten entschieden Eindruck, 80 dass der Antrag,.,welcher die Beschäftigung der Angestellten in den Kontoren am 800ntag gane verbieten wollte, abgelehnt und ein Antrag Schu- Porti ond kl. Spesen Mk. 119.61 Salaire.375 ״.— Bote.67.50 ״ Lokalmiete incl. Heizung . . 1 250.60 ״ Kontor-Utensilien und Drucksachen 88 ״.— Annoncen.44.10 ״ Amtsgericht - 8.40 ״ Zeitungsabonuemcnt ,, —.75 1 Fahnensphild 6 ״.— Mk. 959.96 macher angenommen wurde — und dieser auch noch nicht endgültig — wonach einige Stunden in Comptoiren am Sonntag gearbeitet werden darf. Anf diese Weise wurde eine Debatte über jüdische Angelegenheiten in der Bürgerschaft vollständig vermieden. Der angenommene Antrag Schnmacber lautet: Die Bürgschaft beschlicsst, den Senat zu ersuch! n, auf Grund der Gewerbeordnung ein Ortsstatut über die Sonntagsruhe her'eifübren zu wollen, durch das — ausser bei den an der Khederei und Schiffahrt beteiligten Betrieben — die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen־und Arbeitern iui Handelsgewerbe in den Kontoren auf die Zeit von 8 bis 10'/> Uhr und in den offenen Verkaufsstellen auf die Zeit von 6 bis 10'/, Uhr vormittags zugelasseu wird, und die Kirchenbehörden zu veranlassen, den Beginn des Hanptgottesdienstes auf ) 1 Uhr zu~~verlegen. Breslau, 21. Juli. Der Magistrat hiesiger Kgl. Haupt- und ßcsidenzstadt erlasst folgendes Aüescbreiben: ,Wir beabsichtigen, vom Schuljahre 1911 ab an den hiesigen städtischen Volksschulen 3 jüdische Lehrer anzustellen. Neben dem Keligionsnnterrichte sollen diese Lehrer auch noch andern Unterricht erteilen. Vor der Anstellung müssen sie sich verpflichten, auch am Sabbath und an andern jüdischen Feiertagen den Pflichten ihres Amtes nachzukommen, während nichts dagegen einzuwenden ist, dass sie an diesem Tage nicht schrci'ben. Die Bewerbtr müssen nachweissen, dass sit! die erste und zweite Lehrerprüfung' mit gutem Frfolge abgelegt haben und *schon Erfahrung im Unter-- richten besitzen. Jüdische Lehrer, die ihrer Militärpflicht genügt haben, wollen ihre Gesuche nebst den Zeugnissen in Urschrift oder beglaubigten Abschrift und einem Lebenslaufe bis spätestens zum 15. August d. J. an uns einreichen“. Pinne, im Juli. Dio Niederlassung eines jüdischen Metzgers wäre hier sehr erwünscht.. Demselben wäre ein gutes Fortkommen sicher. Auskunft erteilt gern Herr A. Marcus, hierselbst. — Lissa in Posen. Auf eine Eingabe der hiesigen jüdischen Kaufmannschaft hin hat der Magistrat beschlossen, den für den 12. October (:“ערב ׳) angesetzt gewesenen Jahrmarkt auf den 21. Septbr, zu verlegen. Schwabach, Tarnus 5670 (Juli 1910). Wenn man nicht selten der Ansicht begegnet, dass es Schülern an Mittelschalen nicht gut möglich sei, in der Klasse mitzukommen, ohne ihre religiösen Pflichten za verletzen, so lässt sich dagegen behaupten, dass man bei ernstem Willen seine religiösen Pflichten ganz gut erfüllen kann, ohne deshalb in der Schule Zurückbleiben zu müssen. Als Beweis hierfür diene z. B. das Talmud-Thora-Institut Schwabach. Durch d&nkens. wertes Entgegenkommen des Herrn Rektors am kgl. Progymnasium ist es den Schülern mö|hch, dem regelmässigen Gottesdienste auch am שבת und י׳ט beizuwohnen, auch wenn dadurch manche Unterrichtsstunde versäumt werden muss. Selbstredend brauchen sie am טבת nicht zu schreiben, wie sie auch nicht tragen. Trotzdem haben alle Zöglinge der Anstalt das Klassenziel erreicht, einige konnten sogar belobigt werden. Ebenso haben die beiden Schüler der obern Abteilung die Abgangsprüfung bestanden und das Reifzeugnis für das Einjährige erlangt, um so beachtenswerter, als es scheint, dass hener in Bayern ein strengerer Massstab angelegt worden ist und gar mancher za seiner Enttäuschung hören musste: Da bist gewogen und zu leicht befunden worden. Künzelsau Württemberg, 30. Juni Der Artikel ,Die Ab- Wanderung aas den Kleinstädten“ in Nr. 6—7 des äabbath veran* lasst mich, mich auch einmal an Sie zu wenden, nachdem ich vergangenes Jahr mich in gleichem nnd ähnlichem Betrcfie an Herrn Louis Kahn, Frankfurt, der mit bekanntem. Eifer auch in hiesiger Gemeinde über obiges Thema gesprochen hat, wandte, •aber keinen Erfolg hatte. In hiesiger Gemeinde — 25 jüdische Familien —.Stadt mit 3000 Einwohnern — herrliche Lage — vorzügliche und grösstenteils gut situierte Landbevölkerung — würde ein jüdischer, tüchtiger Arzt, eine vorzügliche Praxis finden, da schon vor zirka 10 Jahren ein jüdischer Arzt hier war, der der gesuchteste in der Gegend war. K. ist Bahnstation, besitzt die verschiedenen kgl. Aemter, mehrere Fabriken und ein Schullehrerseminar, Ich habe schon Herrn K&ha

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