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Der Sabbath · 1910-08-01 · 8 (8.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
8 (8.1910)
Date
1910-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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rttemberg. ' l.tfVl ft s f d) u l e n. Perfügung bes’ Rlinift. ,Ws 3nnern § 17 311 Art. 45 6. (Bef. ס IDo feie israelitij Befonberen israel. Sd)u haben, haben bie ®rfisg! 3u Dermeiben, roas biefe 3um Anftofje gereichen fr 3n Be3tel)ung auf April 1828. ' Kinber roegen mangels an einer bfc allgemeine ®rtsfdjule 3U befugen icfjen unb Sdjulleljrer alles möglidjft inbftn nad) ihren Religionsgrunbfätjen te. I^uli 1829. n Sdmlbefud) berfelben am Sabbatl) unb an benjenigen istaelitifdjen $eiertagen, roeldje roie ber Sabbatt) gefeiert roerben, ffnb bie üorfdjriften ber israelitifdjen Hermonialgefetje unb bie ^tunben, in roeldjen bie israelitifcfje Sdjuljugenb bie Spnagoge ^u befudjen t)at 3U berüdifidjtigen. lUinift. (Erlafjj 00m 8. Auguft 1829. Die Kinber follen * i d) t 0 0m S cf) u l b e f u cf) am Sab batt) befreit roerben, aber bie Sd!ulftunben follen möglidjft nidjt mit ben (Bottesbi«£3eiten kollibieren. 3n einem (Erla& bes' feattjol. Kird!enrats an bie katl)0I. Sdjulen (7. mär3 1834)' rourben obige miniftrielle Derfügungen in Hrinnerung gebracht, mit nadjbrüdilidjem ffinroeis, bafj bie Kinber 3unt Schreiben nicf)t angehalten roerben können. 2. fjöljere Sdjulen. (Erlafe bes Kgl. lKinifteriums bes Kultus o. 15. $ebr. 1908 tt. 697. ״.-... befteht im fbefcfjäftskreis ber Ulinifterialabteilung für bie Ije^eren Spulen feit bem 3al?re 1892 ber (Brunbfatj, bafj in Be3ug auf bas Schreiben am Sabbatl) ein 3roang Auf bie israel. Sdjüler nidjt ausgeübt roetben barf. Baben. ’ (Erlafj bes ©bcrfcfjulrats 00m 10. 1877 Ho. 10227. Allgemeine Regelung für alle Schulen. 1) Befreiung 00m S cf) u I b e f u d) hat auf Bedangen an ben ljaupt-5efttagen 3U erfolgen. 2) an anberrn Hagen unb am Sabbatl) finb bie Sdjüler fdjul־ pflid)tig, bod) follen fie ro ä l) r e n b bes öffentlich e'n (Bottesbien ft es auf Derlangen befreit roerben. 3) follen israel. Sdjüler gegen ben!Dillen ber (Eltern an Sab־ ,batl) unY ^efttagen ,3Um Sdjreiben, 3eic^nen unb ffanb arbeiten ף i cf) t angehalten roerben. 4) bei Jeftfetjung bes Stunbenplans foll auf bie israel. Sd}üler Rüdtiidjt genommen roerben. (Keine Unterrichts־ gegenftänbe, an benen jüb. Kinber nidjt teilnehmen können.); JfcHen. Ausjdjreiben 00m 31. ®ktober 1876. Amtsblatt 15. Der 3nljalt biefer Derfügung becfct ftdj im IDefentlicben mit bem oben angeführten <Erla& für Baben. $reie Reicfysftabt Bremen. (Erlafj bes Scf)0lard)ats in Bremen, betreffs Dispenfation 00m j ^djreiben am Sabbatl}. י Bremen, ben 24. 5d>ruar 1884. 3n Solge eines Spe3ialfalles hat bas Sd)0lard)ats befdjloffen, bafj israelitifd)e Spülern, roenn für fie unter Berufung auf bas jübifdje (Befe^, roonad) bas Sdjreiben am Sabbatl) oerboten ift, . bie Dispenfation Pom Schreiben am Sonnabenb nad)gefud)t roirb, bie Dispenfation bann 3u erteilen fei, roenn nach Prüfung bes 5alls keine Umftänbe ftcfj ergeben, roelcf)e annehmen laffen, bafj anbere iBrünbe als (Seroiffensbebrängnis in Rückficht auf bie fragliche Religionsoorfchrift 3u bem Anträge oeranlajfen. 3u letjterer Dermutang roirb namentlich bann ein Anlafj oorliegen, roenn bisher ber Sd)üler anftanbslos am Sonnabenb g e f d! r i e b e n hat ober in her 5 a m i l i e b e s f e l b e n bie betreffenbe Dorfchrift ü b e r a 11 n i df t g e a d) t e t ro i r b. (Eine Dispenfation 00m Sd)ulbefud) am Sonnabenb foll nicht geroährt roerben. Das Scholarchat (ge3• Pauli.) '|׳4 ■L \ Jormulare. 1. OTabnung an bie (Eltern jur (Erwirkung bes Dispenfes vom Schreiben am Sabbath- Sehr geehrter Ejerr! Durch eine Runbfrage in ber Religionsfchule ha&e ih er* fahren, »bafj 3hr Kinb 00m Schreiben am Sonnabenb in ber Sd)ute nicht befreit ift. (Beftatten Sie mir baraufhin, 3l)8en bie folgenben 3eilen 3u überfenben. Unfere Sdjule hat es ftets als ihre״ Aufgabe angefehen, bie ihr anoertrauten Kinber nid)t nur mit •jübifdjem IDiffen 3U erfüllen, fonbern fie aud} 3u praktifdjer Ausübung ber reiigiöfen Pflichten an3ul)alten. Als eine ber roidjtigften biefer Pflichten barf fidjerlich bie ID eil)« bes Sabbatfjs gelten. Sie ift für Kinber nicht fdjroer 3U erfüllen, benn eine Befreiung 00m Schreiben am Sabbatl) ift leid)t 3u erreichen. (Es ift nur nötig, bei ber ftäbt. Sdjulbeputation eine (Eingabe 3u machen. 3hr Kinb roirb bann unbebingt befreit. Die £el)rer m ü f f e n Rückfid)t nehmen, unb Schaben roirb ein fleißiges Kinb nie baoon haben.!Die glücklich aber mähen (Eltern ihr Kinb, roenn fie cs geroöhnen an treue Pflichterfüllung [0 roie gegen bie Rtenfhen, fo aud) gegen ihren (Bott! Auf (Brunb beffen erlaube id) mir, Sie f)er3lid|ft 3U bitten, bie untenftehenbe (Eingabe ab3ufdjreiben, aus3ufüUen unb ab3u־ fd)idten. Sobalb Sie Antroort haben, bitte id) Sie, es mir mit־ 3uteilen. Sollten Sie irgenb etroas fragen roollen ober Schwierig־ keilen tjaben, fo bitte icf) Sie, 3u mir in bie Sd)ule 3u kommen. . . . 3h bin mit 5teuben bereit, Sie 3U beraten ober roenn nötig, mit ben £ef)rern 3hrcs Kinbes 3U fprehen. 3nbem ih 3hrem geP■ Befheibe entgegenfelje, 3eihne ih hochachtungsDO II (Unterfctjrift.) II. (Befuch an Me Stöbt. Sd)uI6eputation um Dispenfation (für Dolksfhüler). (Einer Stäbtifhen Shulbeputation fj i e r. fjierburd) erfuhe ih, meinen Sohn (ober Iod)ter . . . . ) ., Sd)üler . . ber.Klaffe ber (Bemeinbefhule 00m Schreiben, 3eid)nen, fjanbarbeiten am Sonnabenb unb ben jübiidjen Jefttagen befreien 3U roollen. f)od)ad)tungsooll •.*ftr. . III. (Befud) an ben Direktor bes <Bt)tnnafiums ober fonftiger höherer Schule, f>oh9.cehrter fjerr Direktor!!Rit Beginn bes neuen Sd|uljaf)res nehme ih mir bie $rei* heit, ben ergebenen Antrag 3U ftellen, ba& mein Sohn. 00m Scheiben an Sabbatfjen unb ben jübifhen Jeiertagen büuernb befreit roerbe.*) mein ergebener Antrag finbet feine gefehlih« Stü^e in ben min. Refcr. 00m 6. Rlai 1859 (1K. Bl. S. 24«) unb min. Refcr. 00m 30. 3an. 1869. (m. BI. H. 71). (Es ift mir be־ kannt, baft bie Shule keine Derantroortung für etroa heroor* tretenbe folgen bes Dispenfes übernimmt. 3nbem ih ergebenft bitte, meinen Antrag freunblid)ft ge־ nehmigen 3u roollen, 3eid)ne ih mit 00r3ügliher fjohadjtung *) Sollte ein Kinb bisher in ber Shule am Sabbath gefhrieben haben, fo ift folgenber Paffus hi3״3״ufügen: Rahbem mein Sohn bas Alter erreicht hat, in bem Der* ftänbnis für bie religiöfe Pflichterfüllung oorausgefetjt roerben barf, ift foroof)! mein, als auch fein eigner tDunfd), bafj er bas Religionsgefeh, roelhes bas Schreiben an ben gebähten Hagen ftrengftens oerbietet, nid)t Übertritt.

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