Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- 6-7 (Juni-Juli 1910)
- Date
- 1910-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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36 Der Sabbath. verantworten will, f&dfecbe Angestellte ebenfalls znr Sabbathentweibang aaznhalten 1d ׳ darum — kein jüdisches Personal beschäftigt; oder nm ein Gesch ift, welches dnrch einen nmnc-Vertrag am Sabbath < ass der Chef am שבת tätig wäre. Es bedarf keiner weiteren Ausführung d^fss in dem eiBen wie in dem anderen Kalle die angeführten fee jd^ä/tsmaximen durchaus verwerflich sind. Trifft die letztgenannte Alternative zn, so hätte erst recht — wie vielfach bereits in der Tat c urenäeführt — in dem Vertrag ausdrücklich stipn. lirt werden ,müssen jederzeit ein Bruchsatz des Personals aus Sabbathfei-nidin b flauen muss. Aber auch im erstcren Falle hätte seine -gi ■>sse . Frü iflmigkeit“ den Chef doch dabin fuhren sollen, retendeu Menschen', die sich unter treuem Festigion ihr Brot verdienen möchten, den Weg zu junge», in- Lebe'■ halten an ihrer Re ebnen, nicht abei; u' verrammeln. Die Motivirnng mit den ,Misshellit: keilt u“, zn.d gestellten führe■ da die. Krt ibrung Wiesbaden, Vortrag.-aliend,. de Herr fcabh.ncr Dr dendeu Ai spräche tum gcrai:׳■ in dei den letzten Deleg besonders hervor. Vortrag überaus 11 nen die Ausnahmestellung der sabbathtreuen Ankönnte, ist nichts weiter als eine faule Ausrede, in grosseu Betrieben verschiedenster Branchen, wo solche Ausnthmen sogar in grossem Massstabe gemacht werden,!. ־׳lehrt h it, dass von solcheu Misshelligkeiten gar keine Bede Lt.. f. Juni. Am Sonntag, den 10 April veranstaltete die hiesig.• Ortngruppe des Verbandes der ]Sabbathfrennde einen gut besucht war. Unser verehrter Vorsitzender, Kahn, begrilsste die Erschienenen mit einer zünüber die Bedeutung des äabbaths fiir das Juden- Gegenwart. Herr Benbold Kahn berichtete über erthnrag und hob die Fortschritte des Verbandes in d« n letzten J1 hren, sowie die Beschlüsse des Delegiertentages gar manche k&s stellen 'enthielten der Vortragend« .zum Wcianachubi behandelte, dem entsprechend, in beiden genannten Pointe der aufmer :«amen Zuhörerschaft gradezu Lachsalven entlockte. Reicher Beifall lohnte den Redner Erst in später Abendstunde trennte man sich in gehobener Stimmnng voneinander. Cöln, im A rril Am 14. März fand die Jahresversammlung der Ortgruppe des Vf ibandes der Sabbatfrennde statt. Dem Berichte des Vorsitzenden und Rendanten war zq entnehmen, dass auf dem Gebiete der Stell( nvermiltlnng nur verhältnismässig wenig geleistet werden konnte, di hierfür in Köln ein nicht sehr gefignetes Feld sei: man »lasse s clMte Hauptsache darauf beschränken, gemeldete Vakanzen *nl Gesuclp'än die Stellenvermittlnngs-Centrale in Frankfurt a. M. weiter nnd Hamburg in dflng einer Peaii ugeben, die ihrerseits mit den Vereinen in Berlin Verbindung stehe. Dagegea waren dnrch die Grünjüd. Brockensammlnng) sowie dutch Konstituierung eines Provinzialk ujitfs zur Schaffung von Ortsgrnjpen im Rheinland *die Ziele des Vei ^tfiipjV'.anderer Weise gefördett worden. — Nach (teÄJten hielt Herr Rabbiner Dr. Hannover den angeknnd^gte a Vortrag: ,,Der Sabbat in seiner Bedentnng für das Judentum“, ln meisterhafter, von poetischem Hanrhe durchwehter Sprache schjldtrti der Redner die Wirkung der Sabbatidee in physischer, psychische! und sittlicher Hinsicht. Die von tiefer Empfindang getragenen Publikum mit ergriff Herr Mor werter Weise fü . Lusführungen wurden von dem aufmerksam folgenden r! aschäadea Beifall belohnt. — Unmittelbar darauf tz^t.'Löb aus Frankfurt a. M., der in daukensden Abend seine Kraft unserer Ortsgruppe zur 'Verfügung gestel t hatte, das Wort, am in längeren Ausführungen die Ziele •nnd Er 01 ge des ״Verbandes der Sabbatfrennde“ darznle: gen. Alle die A ifgaben, die ven Seiten des Verbandes gelöst werden sollen, wurden in scharfen Umrissen gezeichnet, die Schwierigkeiten, die ihrer Beträkfgnng entgegensteben, heryorgehoben, Mittel und Nunmehr hielt Herr Dr. Ratner den eigentlichen Thema: ״Der Lebensbanm. oder Umgekehrt proportional“. Einguc gs widmete der Redner dem verstorbenen Rabbiner Dr. M. Horovitz 1:1מ einige warme Worte der Erinnerung, welche liehe Auslegung schwieriger Bibelnnd Ta!n!nd- Zum eigentlichen Thema übergehend, schilderte 1 en jü fischen Leben-*baum te״n 1עץ im Gegensätze um Geigerschen Kalibers. Der gewandte Redner f ewiss nicht ernst zn nehmenden Vorschlag Geigers lumorvoller Weise die Unterschiede zwischen den Räumen, wobei gar manche treffliche nnd treffende Wege zu einer möglichen Lösnng mit gewohnter Klarheit vor Angen geführt. Die von dem Feuer der Ueberzeagung dnrchglühteu Darlegungen schlossen mit einem warmen Apell an die Mitglieder des Verbandes Köln, das Emporium der Rheinlande, zu einer beispielgebenden Musterorganisation des Verbandes auszugestalten. An beide Vorträge schloss sich eine lebhafte Diskussion an, die dem Vorstande manche gnte Anregung gab und die die Teilnehmer bis gegen Mitternacht beisammenhielt. — Mit herzlichen Dankesworten an die Redner des Abends schloss der Vorsitzende die Versammlung, nachdem sich etwa 20 Damen und Herren als Mitglieder des Verbandes eingezeichnet hatte. B . . . . I . Wirzburg, im Mai 1010. Am 17. d. Mts. fand im Saälbaa des Hotel Goldschmiit eine aus allen Kreisen gut besuchte Versammlung der Ortsgruppe Würzburg des ״Verbandes der Sabbathfreunde“ statt, für welche Herr Distriktsrabbiner Dr. Kohn aus Ansbach das Referat übernommen hatte. Nach Eröffnung 'der Versammlung durch den Ehrenpräsidenten, Hm. Distriktsrabbiner Ramberger begrüsste unser erster Vorstand,;Herr Buxbaum, die Erschienenen, wobei er in kurzen markanten Worten auf die Bedeutung der Sabbathfrage im Allgemeinen md auf die Förderung, die diese Frage durch den Verband findet, hinwics. Herr Distriktsrabbirer Dr. Kohn nahm sodann das Wort nnd verbreitete sich ln meisterhafter Weise über das gewählte Thema . ״Di eSabbathheiligung de'r Gegenwart“. Er entwarf ein fesselndes Bild von dem Segen des Sabbaths : nnd führte aus, dass, wenn die beglückende Sabbathidee in ihrer i vollkommenen Macht auf den Menschen wirken solle, schon in das i Gemüt des Kindes der Keim gelegt werden müsse, und dass hierbei selbstverständlich in erster Linie das Elternbans nnd die Schale ihre : Pflicht tun müssten. Er wies in verschiedenen Beispielen nach, wie j auch bei dem Teil unserer Glaubengenossen, die sich zu den : Sabbatbhaltenden zählen, manches zu bessern sei nnd in welcher ' Weise und mit welchen Mitteln jeder einzelne in seinem Kreise; für die Vertiefung dieser Idee wirken könne. Das versammelte Publikum folgte dem geistreichen Redner mit gespannter Auf-! merksamkeit und zollte ihm reichen Beifall. In sfinem Schiassworte dankte der Vorsitzende nochmals dem Redner mit herzlieben Worten nnd forderte dann zu reger Betätigung des Gehörten und zum An- Schluss an den Verband auf. Diese Anregung fand freudigen Widerhall bei allen Anwesenden, die sich, soweit sie nicht bereits dem Verbände angehörten, Mann für Mann in die Mitgliederliste einzeichneten, Dessau, 20. April. Laut Verfügung der Herzoglichen Regiernng sind an den katholischen nnd jüdischen Feiertagen die katholischen nnd jüdischen Schüler nnd Schülerinnen hinfort von dem Besuche des Unterrichts ohne besonderen Antrag befreit, falls nicht der betr. Vater ausdrücklich einen gegenteiligen Wunsch äussert. Bisher galt die lästige Bestimmung, dass jeder Schüler zu jedem Feiertag eine vom Vater geschriebene Bitte um Befreiung vom Unterrichte einreichen musste. Hamburg, im Mai. Im Einverständnis sämtlicher Makler nnd der Hänser M. _M. Warbnrg & Co., L. Behrens A Söhne nnd A. Anerbach werden am Sonnabend keine Knpfernotiernngen mehr veröflentlicbt. — Das Knpfergetchäft liegt gerade in seinen massgebendsten Vertretern in [den Händen sabbathtrener Finnen. Man* sieht also an diesem Beispiele, wie es s. Z. nur des entschlossenen Willens der früher anf allen Gebieten des Handels massgebenden, jüdischen Geschäftlente bedurft hätte, um allgemein eine Rücksichtnahme auf die Sabbathrnhe berbeiznführen. Hamburg, im Mai Die hiesige Ortsgruppe bat vor karzem eine Vereinigung gebildet mit dem Mtkcr-Cbajim-Verein hierstlbst nnd dem Israelitischen Wissenschaftlichen Verein Altona, nm gemeinsame Vorträge belehrenden and unterhaltenden Inhalts abhalten za lassen. Den ersten Vortrag, der in Hamborg im Februar, stattfand, hielt Herr Dr. Arthnr Kahn-Charlotten barg über: ״Der Sabbath in der neuen jüdischen Poesie“; den zweiten in Altona Herr Dr. Carle bach aus Berlin über: ״Die Cnltnrverhältnisse in Palästina“ am 31. März.