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Der Sabbath · 1910-10-01 · 4-5 (April-Mai 1910) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
4-5 (April-Mai 1910)
Date
1910-10-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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20 Der Sabbath. De: hinderun Frankfn A. Kob zeinber beschlos berufen: rieht des Centralcomites erstattete in Ver- (es ersten Vorsitzenden, Herrn M. A. Loeb• . M., der stellvertretende Vorsitzende, Herr!Breslau : em Delegiertentage in Frankfurt a. M. ira Dewurde die Schaffung eines Centralcomites itind folgende Mitglieder in dieses Gremium raenke 1 - Mönchen, Jacobsen -Hamburg, Josef-ljkUbprstadt, Kob er-Breslau, L 0 e b- Frankfurt, Plessn$kr*jjPo,sen und Wertheim-Fulda. Da ׳ djff Konstituierung xles Centralcomites nur auf schriftlichem Wege erfolgen konnte, nahm sie einige Zeit in Anspruch. Es wurde dann der Unterzeichnete zum Vorsitzenden und Kober-Breslau zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die erste und bisher einzige Sitzung, des Centralcomites fand am 27. Juni in Berlin statt. InJdSeser SitzuDg, an der auch der Vorsitzende des Geschäftsfübrenden Ausschusses, Herr Dr. Biberfeld teilnahm, wurde hauptsächlich die Frage des Ausbaues der Organisation erörtert. Wählend bisher die Entwicklung des Verbandes, speziell die Gründung von neuen Ortsgruppen, mehr von Zufälligkeiten bestimmt wurde, ist es natürlich wünschenswert,;hier •systematisch vorzugehen und jene Gebietsteile, die noch Aussicht, auf Schaffung von zahlreichen weiteren Ortsgruppen bieteii, in entsprechende Bearbeitung zu nehmen. Es Wurde demgemäss ein Arbeitsplan aufgestellt, wonach von Hamburg aus der Westen, von Halberstadt aus die noch, fehlenden grösseren Städte Mitteldeutschlands, voh Breslau aus Schlesien, von Frankfurt a. M. aus Rheinprovinz und Westfalen bearbeitet werden sollten. Die Provinzen Posen, Ostnnd Westpreussen sollen von Berlin, Posen und Königsberg aus gemeinschaftlich bearbeitet werden. Der, so aufgestellle Plan konnte natürlich bisher nur zufli kleinsten Teile verwirklicht werden, doch hat sich die erfolgte Aussprache und die in ihrem Verlaufe gegebenen Anregungen bisher als recht fruchtbar erwiesen. Einige weitere im Laufe des Geschäftsjahres auftauchenden Fragen, bei denen dem Geschäftsführeuden Ausschüsse die Mitwirkung des Centralcomites wünschenswert erschien, wurden den einzelnen Mitgliedern dieses Comitt'■^ schriftlich zu> Kenntnisnahme bezw. Abstimmung vorgelegt. Es sei hieraus speziell die Frage der Verlegung des Delegiertentages von Weihnachten auf Ostern und weitere örtliche Verlegung —Berlin statt Breslau — etwähnt. Alte den bis heute gewonnenen Erfahrungen kann jedenfalls festgestellt werden, däss die Befürchtungen, als ob durch die Schaffung eines weiteren Gremiums heben ' dem geschäftsführenden Ausschüsse Anlass zu Reibungen und Friktionen innerhalb der Verbandsleitung gegeben werde, sich als unbegründet erwiesen. Es darf vielmehr als feslgestellt angenommen werden, dass die Mitwirkung des Centralcomites, dessen Mitglieder sich, im Gegensätze zu denen de» geschäftsführendes Ausschusses, aus Ortsgruppen aller Teile des deutschen Reiches zusaramensetzen, eine Erleichterung für die Führung der Verbandsgeschäfte bedeutet. Im Laufe der Jahre dürfte dies noch weit prägnanter und schärfer hervortreten.“ Hierauf gab der Kassier, Herr Plachta-Berlin, den nachfolgenden Kassenbericht: Rechnungs-Abschluss pro 190809־. Einnahmen Ausgaben Uassabestand am 1. Juli 'on den Ortsgruppen 2563.79 KlS“ ״. m,M Mitgliederbeiträge 10333,33 ״ Gehälter.1850 ״.— Transport 11k. 12902.12 Transport Mk. 12902.12 Spenden . ״ Bückgezahlte Darlehen ״ Conto ״Sabbat h“ 1. Anteil ״Israel. Stellenvermittl. n. Vers.-Verein“ Frankf.a.M. 11.600.— 2. AnteilVerein ״SchomreSch.•‘ Breslaa 100 ״.— 3. AnteilVerein ״SchomreSch.“ Schweiz 150 ״.— 4. Inserate 212.70 ״ Conto Schrift IV. für gebundene Exempl. vereinnahmt ■ ״ 83.- 228.90 1062.70 978.75 Transport Mk. Lokalmiete u.Eeinigung ״ Porti, Unterstützungen nnd Dracksachen , dt. in Frankf. a.M. , Eeisespesen für Agita!i0D8reisen ״ Koste■ des III. Delegiertentages (Za- Schüsse etc.) ״ Druckschriften , Conto ,Sabbath‘‘ Drucklegungu.Versendung) ״ Subventionen an Vereine״ ßüchera nschaff an gen zur Verteilung ״ Darlehen.״ do. Peab, Hamburg ״ Unterstützungen ״ Gewerbl.Arbeitsnachw. ״ Conto ״Schrift IV“ Drucklegung, Bachbinderkosten und Versendung ״ Cassabesand am 31.6.09 ״ 3147.51 360.— 846.11 292.97 58.90 423.90 347.56 2964.83 419.-- 302.15 1022.30 250.- 266.60 19.05 1577.41 2959.45 M. 15255 47 M. 1525547 Transport Mk. 3147.54 In der Discussion bemängelte Freyhan-Breslau den Mangel an Unterstützung seitens der Ortsgruppen. Er verlangt, dass jede Ortsgruppe über die Ereignisse eines Monats regelmässig einen Bericht an den ״Sabbath“ einsende. Die Verbands-Zeitschrift selbst aber könnte wohl etwas mehr ausgestaltet weriden. Vor allem sollte sie au einem bestimmten Monatsdajtum zur Ausgabe gelangen und regelmässiger zugestellt werden. An derweiteren Debatte beteiligten sieb P leissner-Posen, Moritz Posen-Berlin, H. Schwab-Halberstadt, der eine Zentralisation aller Institutionen des gesetzestreuen Judentums, eventuell sogar im internationalen Rahmen, vor allem aber eine Combination mit der ״Freien Vereiaigung“ befürwortete, und Jacob j Rosenheim-Frankfurt a. M., der das Unpraktische Res Schwab’schen. Vor- Schlages darlegte, da dadurch nur ieine Einbusse an Mitteln wie an Arbeitskräften eintreten würde. Seinerseits wünscht Redner, im ״Sabbath“ mehr Stoff zur religiösen Belehrung und Erbauung, ein Mangel, den er auch im ״Israelit“ schmerzlich empfinde. Eine gute Wirkung für die Sache der Sabbathfreunde verspricht er sich von zahlreichen Versammlungen iu den Grossgemeinden; zumindest würde man einen moralischen Gewinn daraus ziehen können. Demgegenüber betonte Referendar M ö 11 er - Altona, dass in Hamburg;mit solchen Versammlungen leider keine ermutigenden Resultate erzielt worden seien. Dr. Biberfeld erklärte, dass es ihm an geeigneten Mitarbeitern für die Zeitschrift fehle; man solle fleissig Beiträge liefern, dann würjde auch der Wunsch nach besserer Ausgestaltung des Vetbandsorgans sich eher erfüllen lassen.! Inzwischen ist von der Commission zur Prüfung der Legitimationen die nachfolgenden Liste der Delegierten und der vertretenen Ortsgruppen ajifgestellt worden. Rabbiner Dr. Bamberger-Wandsbeck, Dr. E. Biberfeld-Berlin, L.J. C 0 h n - Hamburg, Samuel Engel- Berlin, Martin Fränkel-Breslau; Wilhelm Freyhan- Breslau, Richard Goldberg-KempeD, Jame3 Halber-, stadt-Berlin, Dr. Herz-Schw.-Hall, stud. med. Willy Hofmann-Berlin, M. Jacobsen-Hamburg, Jacob Jacobstamm-Posen, Louis Kahn-Frankfurt a. M, Isidor Karger-Berlin, Aron Kober-Breslau, Eli Lazarus• Berlin, stud. Sal. Levy-München,!Rabbiner Dr. Lewin- Wreschen, Georg Loewy-Rawitsph, Alfred Marcus- Pinne, Arthur Meyer-Gelnhausen, Referendar Jacob Möller-Altona, Rabbiner Dr; E. Munk-Berlin, A. Na•

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