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Der Sabbath · 1910-10-01 · 4-5 (April-Mai 1910) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
4-5 (April-Mai 1910)
Date
1910-10-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Der Sabbath 18 stösslichen tVahrheit. Aber als ebenso wahr wie klar ״HÜ es ihm, dass Gott nicht nur der Schöpfer und Bildncy, son-ierni auch der Lenker und Erhalter des Alls ist, und d*5s die Geschicke aller Wesen nicht minder nach Seinem , Willkh sich verwirklichen. Nun ward Abraham nach so vifflach vorausgegangenen p*c: auch der oben an׳reführtdinp(fehl Gottes zu teil. Er, der vorher für entartete (jfemö5chen, für רדסאע: לדי c“>׳ ־ die es nicht für j!.׳,־־t i׳i.r erachtetfn und ganz und gar für überflüssig es betrachteten für sich zu tiefen, gebetet und die Worte aus- «:esprochrti: .möge der Richter der ganzen Erde hier nicht das strenge Hecht, vielmehr Gnade für Recht gelten lassen“, er lxhete hier nicht, sondern beeilte sich, so schwer es ihm auclr fitd, den Willen seines Schöpfers zu erfüllen, dehn' er sagte sich, musste eä sich sagen, wenn Gott, der alleinige'Gebieter über Leb^n und Tod, es für nötig hält, nlir wirklich den Sohn ku entziehen, so stehen Ihm ja die niamiigfachsten Mittel zu Gebote, Seinen Willen du n‘hSn führen, es braucht Ger Mensch ja nur einen kleineu '1 ftifallzu erleiden, der die Ursache eines frtihzeitigen To!|es bildet. Gegen den Willen Gottes ist ja der Mi r.sch ganz und gar ohnmächtig. Und in der gläubigen l'vl erzcHgung, dass Gott, der bisher so hilfreich beige- >tandcn, ihn auch diese schwere Prüfung Überstehen lassen werde, schritt er zur strikten Ausführung des Gottesbefehls. Aber auch der im Abrahamsgeiste erzogene Sohn, ging ganz einig mit seinem Vater, da auch er überzeugt war. dass es ein verwegenes Beginnen wäre, dem Willen Gottes entgegenbandeln und damit sein Lebensglück sichern zu wollen. Dieser Grundgedanke ist es, der die עקידת יצדק zu einer ewig denkwürdigen macht. Wer sich diese Wahrheit täglich zum Bewusstsein bringt und so seine אמעד immer neu bestärkt, wird deren heilsame Wirkung schon im Geschäftsleben selbst verspüren, insbesondere wird es ihm leicht werden, die Schwierigkeiten zu überwinden, die der treuem Beobachtung des Sabbaths und der Feiertage, selbst wenn diese wie diesmal am Pessach auf einander folgen, in der Ueberzkugung, dass der Spender alles Guten die scheinbaren Nachteile durch anderweitige Vorteile :auszugleichen vermag. Er wird den ע.*:; שבר. ו־־צ in ganz anderer Weise geniessen, wie der Unwissende, der hur gewohnheitsmässig religiös lebt. Es ist darum eine verdienstvolle Tat der Leiter des .Verbands der Sabbathfreunde“ die ihre Bemühungen dahin ausdehnen, Lerngelegenheiten, die ד־זוק אמעד zum Ziele haben, zu schatten, bezw. zu subventio• nieren. Möge auch diesem Streben ein guter Erfolg beschieden sein. E. G. Protokoll des vierten Delegiertentages des ״Verbandes der Sabbathfreunde“ Berlin, Rosenstrasse 2/4, am Sonntag, den 27. und Montag, den 28. März 1910. Erster Tag Sonntag, den 27. März, nachmittags 3 Uhr. Am Tische des Geschäftsführenden Ausschusses die Herren: Pr. E. Biberfeld, Plachta und Lazarus; am Ersclieinen verhindert Gradenwitz. ־ ‘ Der Vorsitz׳ mie des Geschäftsführenden Ausschusses I>r. E. Biberfeld, eröffnet die Tagung. Tn das Bureau werden gewählt als stellvertretende V ir.'itzemle Jacob Rosenheim-Frankfurt a. M. und A: K ober-Bre>lau, als Schriftführer Neuberger-Berlin, Rabbinec I>r. Bamberge r-Wandsbeck, und. Plessn er - poM'11. ln die Pommission zur Prüfung der Legitimationen üenje11 berufen die Herren Hermann Schwab-Halbersiadt u! d. Referendar Müll er-Altona. N$<11 kurzen Beirriissungsworten des Vorsitzenden .entbiet*!■. der Vorsitzende der Ortsgruppe Berlin, Herr •M״ritz Pose 11 den Erschienenen herzlichsten Willkomt!1e1:!:1׳u>s und.!riebt seiner Genugtuung darüber Aus- ,druck., die Yersainliilunsr in Berlin begrüssen zu dürfen, ob<rlei1'11.-nur durch eine Verkettung von widrigen Umslfinden die Tagung nach Berlin berufen werden musste. per Veibandsvorsitzenle Herr Dr. E. Biberfeld .ertriiulf hierauf das Wort zur Berichterstattung. .!cli freue mich, mich kurz fassen zu können. Es is!־*ja auch in diesem Jahre ein ausführlicher Jahresbe- ,.lieht i1׳ der letzterschienenen Nummer des Sabbath, die vor ‘den? Peiegiertonta״ in Ihre Hände gelangte, erschienen. Aut diesem. Grunde kann ich mich darauf beschränken, cimge Kernpunkte noch besonders zu unterstreichen und liervorzuheben. Da ist vor allem das Kapitel von der Sonnt a jiegesetzgebung. Bei der Bedeutung diesesVPunktes fiir die Schmiras Schabbos brauche ich dii/jit bjg^rer zu verweilen, was für uns eine Regelung ׳?r Getwizesvorschriften bedeutet, ist jedem heute klar. Vir köijlen mit Genugtuung schon heute sagen, dass die s ■iwersfe Gefahr für uns als abgewendet und zwar für '1 ׳sehban! Zeit, betrachtet werden kann. Eine Zusammen- | fassung derjenigen Gesichtspunkte, die hierbei in Betracht kommen, ist auch letzthin im Sabbath gegeben worden. | Auf oiuen Punkt will ich noch hinweiseh't Sie werden; sich noch erinnern, dass hei dem ersten Stadium ' der Beschäftigung mit dieser Materie ein ziemlich tiefklattender Zwiespalt darüber, wie der Verband sich in dieser Frage verhalten sollte, durch die Reihen unseres Verbandes ging. Sie werden sich entsinnen, dass die Meinung vertreten worden war, dass auch die Sabbathhaltenden ihre Geschäfte unter allen Umständen am : Sonntag geschlossen halten sollten. Hier setzte die Debatte ein. Es standen sich zwei Anschauungen gegenüber. Die eine meinte, dass wir als gesetzestreue Juden am allerwenigsten das Recht und den Beruf haben dürften, Bestrebungen, die auf Sonntagsheiligung liinzielten, zu hemmen. Es müsste vielmehr unsere Aufgabe sein, uns mit einer vollständigen Sonntagsruhe abzufinden und auf Mittel zu sinnen, wie wir dennoch den Sabbathtreuen i ihre Existenz erhalten könnten. Das Gesamtinteresse schriebe uns diktatorisch vor, dass wir nicht das Recht hatten, um Vorteile für uns zu erwirken, andere Interessen preiszugeben. Ich will Sie nicht mit Aufzählung von Einzelheiten aufhaUen, umsoweniger als diese Krisis vollständig überwunden ist und wir dürfen es heute mit einem grossen Gefühle der Befriedigung aussprechen, dass wir, die wir nicht so ängstlich gewesen sind, recht behalten haben. Wir meinen dass wir ohne jede Ueberbebung doch in diesem Falle einigen Grund haben, uns darauf etwas zu Gute zu tun, dass wir den Gang der Ereignisse im Voraus richtig eingeschätzt haben. Der Widerstand der Detaillistenvnerbände und einzelner Bundesregierungen hat dazu geführt, dass heute bereits an den massgebenden Stellen eine absolute Sonntagsruhe als erledigt angesehen wird. In der Hauptsache konzentrieren sich die Anstrengungen nur noch auf eine , Einschränkung der Arbeitszeit in den Kontoren. Sie

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