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Der Sabbath · 1909-10-01 · 10-11 (Okt.-Nov. 1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
10-11 (Okt.-Nov. 1909)
Date
1909-10-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der Sabbath. מי צרר מ־מ גשמלה, wer liat das Wasser in ein zwängt, dass er den Meeresboden erforschte א־ץ ,ccs על, wer hat der Erde Grundvesten l'uch ge- ד־ ד. gestellt? א ,ccs על, wer nat aer jurae urunuvesten au בני בי תדע er .מת שמו ומד, wer kennt den Forscher? Wie heisst er? Wie die Familie? Dass man von beglaubigter Wissenschaft“ redien könnte? על אמ־ת אלוקי צ־ופה מ;ן תוא לח*מ*מ גו. ,Aber jedes Wort Gottes über die Natur ist schlackenrein; ein Schild ist Er denen, die auf Ihn blicken1 So spiach der weise א;ז־*); sein Heiz barg keiner Zweifel, il.m war das Gotteswort schlackenrein, lautere Wahrheit; aufrichtigen Sinnes konnte er in Betrachtung der Natur mit dem Psalmisten rufen: ־י1.־ ן!עש־ך הי מאד עמקו מהשעתיך. Werden unsere Jünglinge und Jungfrauen so sprechen oder werden sie sagen: Kann auch die Wissenschaft einen Beweis nicht erbringen, kann sie «ns nicht überzeugen, nun, auch d a s G 0 11 e s w o r t, lässt uns der Fragen so manche unaufgeklärt. Gebt Klarheit unserem Verstände, Beweis für das Gotteswort, Beweis für. Gott. Wir begreifen auch dieseGegenrede. Denn wie sollte der Bibel Inhalt überzeugen können denjenigen, der die Bibel nui von der Kindheit Tagen kennt, der in ihr als reifender Jüngling und als Mann nicht mit hingebungsvollem Ernst geforscht hat? Kann denn der Geist der Bibel in unserer Seele zur Herrschaft gelangen, wenn wir zur knabenhaften Bibelkenntnis der Schulzeit nichts Wesentliches hi izufhgen,., wenn wir statt Bibelbildung mit ähnlicher Bibelvorbildung uns begnügen? א'ש בער לא ידע, wer der heiliges Schrift gegenüber kenntnisarm beharrt, wird nie znr tiefen Erkenntnis der Natur als ein^r Gottesnatur gelangen. Ihr nehmet Kenntnis von den Fortschritten der Naturerforschung, täglich bereichert Ihr Eu e Kenntnis, zugleich initderKunde von dem Neuen des Tages nehmet Ihr dieseKcnntnis und oft die Anzweiflung des Gotleswortes mit ihr in Euch auf. Forschet Ihr denn auch tagpägl ich im Gottesworte, um im Gottesglauben Euch zu!stärken? Nicht Beweise, nicht Belege für den Gott in dpr Natur wird das Bibelwort Euch bringen, und dennoch wird es den Schatz Eurer Gottesfurcht Euch bewahren, ja Euch überzeugen, gewaltiger a 1 s j e eis Vernunft■ beweis. Denn sehet, stark ist die Macht der Vorstandesiiberzeugung, und dennoch kann der Me isch hewusst g e k e n seine Verstandesüberzeugung handeln. Aber das Wahrheitsbewusstsein, mit welchem dgr Bibelgeist uns erfüllt, duldet nimmer einen bewussten Widerspruch des Handelns, denn es beherrscht die ganze Seele, nicht denVerstand allein. So mancher wärt, wenn er die Mahnung der ■*^"-Stunde im letzten Jahre siel zu eigen gemacht hätte, gefestigter in dem Glauben an den Gott der Naturgesetze heute hier erschienen. Leset, leset täglich im Gottesworte! Allerdings — das Judentum ist, nicht uur Geist, es ist auch Tat. Und wäret Ihr Meister des Gotteswortes, und wäre Euch jede Silbe vertraut, Ihr Jünglinge und Jungfrauen, doch Ihr wäret nicht, Meister Eurer Begierden, umsonst läset Ihr die Bibel. Denn ועמיל לא יגין את זאת; auch der Meister der Weisen, ist er כמיל, ist sein Lebenswandel leidenschaftlich, der Unzucht Lockungen nicht verschlossen, er wird niemals ahnen die wahre Göttlichkeit in der Natur; die ־Naturtriebe werden ihm zu Göttern und darum die Natur :!ui* Gottheit. ועמיל לא יבין את זאת ihm geht das Verstehen, das Begreifen der sittlichen Gottheit in der Natur verloren. יראה אל עבדיך פעלך והדרך על עניהס. Sehet,הנה יוע ה •ין, wenn wir in der tiefsten Tiefe unserer Seele lieben und Tod in der Natur den Fügungen desselben Gottes zu- *) Mischte, Cap. 30, 1—5. j schreiben, der über Hecht und Gerechtigkeit in unsk-iem Leben wacht, dann, dann allein stellen wir lauter da vor dem göttlichen Bichter. Lasset uns stets an uns aibtiten. au unserem Geiste und an unserer Tatkiaft. da»s keiner von uns, von unseren Kindern sei ein ein '־־:r. Kein Kenntnisloser, kein Sitteuschwacher soll unter uu> sein, auf dass die Welt als Gottes W erk strahlem ־־־uns und unseren Kindern in die Seele leuchte —א- א- ע;־- "ית־־ד על -k-r ״Erschaut werde von Deinen Dienern d;.> als Dein Werk, und als Dein Strahlen leuchte es über ihren Kindern, ihren Sühnej|1 Töchtern.“ אדן! — Yvk lairz und Vermischte Nachrichten. Berlin, 22. October. Die Ergebnisse der Erhellungen txl er die Verhältnisse der Sonntagsruhe in den offenen Ladengeschäften jierlins liegen jetzt vor. Die Fragebogen wurden im Anfang dieses fahr von der .Gewerbedeputation entworfen und dann an 31414 armen verteilt. Von diesen haben sich 15915, d. h. über 50 v. II. ft d ies Sonntagsarbeit im bisherigen Umfange ausgesproched. Für eine verkürzte Sonntagsgeschäftszeit waren llllti ijadeninhabe ' ttsw. oder 35 v. H., für vollständige Sonntagsruhe nur 4332 gleich 1:1 v. 11. während 51 Firmen, d. h. Ü,1U v. H., keinen Wunsch ansierten. Berlin 12 bis Gegenwärtig diirfm bekanntlich offene Ladengeschäfte in an Sonn- und Feiertagen geöffnet sein von 7 bis 10 L'br und 2 Uhr. Ausnahmen in der Richtung einer Erweiterung der freigegebenen Verkaufszeiten sind die folgenden: a) Milchgeschäfte und Bäckereien dürfen von 5 bis 10 nnd von 12 bis 8 Uhr offen!alten, bt Fleisch- und Wursthandlungen von 5 bis 1״• I hr uni von 12 bis 2 L’br, c) Blumengeschäfte im ־Winter von 7 bis tO l’br uni von 12 bis 3 Uhr. Ausserdem besteht eine Einschränkung der allgencinen Verkaufszeit bei den Kohlengescbäften, die nur bis 1'• l hf offenhalten dürfen. Besonders haben sich die Inhaber von Milchgeschäften Blumenhandlungen, Konditoreien und Backwaren, Fleischnnd V nrstwaren gegen die vollständige Sonntagsruhe ausgesprochen. Eine absolute Mehrheit für vollständige Sonntagsruhe bestand -nach der Zusammenstellung des Statistischen Amtes der Stadt Berlin 1!ur in iünf Branchen. Trotz der sehr grossen nnd intensiven Agitation, die von mehreren Seiten für die Ausdehnung der Sonntagsruhe in Szene gesetzt wurde, haben sich nur 13^. U.-dafür ausgesprieiten. Berlin, 3. November. Iu einer ersichtlich hochottfeiösen Auslassung schreibt die ״N. pol.-t orr.“ zu der geplanten Aendmung der Sonntagsruhebestimmungen folgendes: ״Wie verlautet, haben die Ermittelungen in l'ebereinstim nuug mit den früher von dem Beirat für Arbutirstutistik veransjplteten Erhebungen ergeben, dass die volle Sonntagsruhe in Konturen und in nicht mit offenen Verkaufsstellen verbünde neu Betrieben durchführbar ist, und dass es nur der tusnabmsweisen Zulassung einer höchstens z'reiständigen Beschäftigung für gewisse Fälle, und Gew■ rl!ezweige bedarf. Das in dem vorläufigen, durch die 1 resse bekanntgewordenen Entwurf einer Abänderung der »gesetzlichen Bestimmungen ^a ufgestelHe Prinzi p der völligen; S 0 n n t ag s tu h e, das in mehrere Gemeinden bereits ortsstatu irisch durcbgclübit ist, wird s'ich für d i e sc B e t r i c b e daher aufrechterhalte n lassen. Die Befugnis, eine'beschrankte Beschäftigung zuzulassen, wird den höheren Verwaltungsbehörden und der ortsstatuarischen Regclurg vorzubehalten sein. Effr die offenenVerkaulsstellen, insbesondere, für so. che, die sich auf dem platten Lande in kleinen und mittleren Städten he linden, hat sich eine gjewjisse Beschältigungszeit als notwendig erwiesen. Die in dem vorläufigen Entwurf vorgesehene Ausnahme würde in der__

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