Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 9 (1909)
- Issue
- 9 (9.1909)
- Date
- 1909-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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44 Der Sabbath. ׳ שדים נעשו.ryschwer? Sollte sich indes das Wort קש־ן auf den Menschen beziehen, so scheint dasselbe bezüglich gr קריעת |icht minder unzutreffend, denn wie konnte bei *jenem gjep^hichtlichen Ereignis irgend ein Mensch, und selbst def'an^ergleichliche ״grosse Mann Mosche“ wirkend mithelfeii i<ias c״'•Wunder zu vollbringen? Suchen wir zum VeAjmdnis des Widerspruchs den betreffenden Berieht im £. B. M. Kap. 14 auf; daselbst lautet der V.22.';ויבואו ב 1 ימשדאלםts7 .*ש־אל בהדך הים ביבשה .־הדים ל־ם רידד 2"£׳ Verse weiter, also 14.29 heisst es nochmals ובני יש־אל הלנו ביבשה בתוך הים והדים להם הדה דימינם ומשמאלם. Scheinbar -besagen beide Verse dasselbe und doch ergibt sich beim genauste Nachlesen ein grosser Unterschied zwischen den beiden Stellen. In V. 22 steht das Wort ,הודה mit ו׳ (also מלא) geschrieben, wogegen es in V. 29 הדה, wörtlich; Zorn, Aufregung heisst, während ״ זקודהMauer־‘ bedeutet:,$JÖie Situation war die: Das aus Aegypten gezogene Volk ist im Weiterziehen durch das vor ihm sich ausbreitende Meer gehindert. Seinen Fersen folgt gerüstet d£r kfiegsgeübte Feind. Irgendwelcher Ausweg ist nicht zu finden. Da wendet sich der um sein Volk väterlich treubesorgte Führer Mosche im Gebet zu Gott um Hilfe und ihm wird der Bescheid, ,was schreist du jetzt in dieser gefährlichen Zeit, sage doch dem Volke, dass es vertrauensvoll weiterziehe“. Da war נחשון בן עד־נדב der erste und ihm nach eine grosse Schar ebensolcher gottvertrauender Männer, die im בטחון auf הקביה der Aufforderung Folge leisteten und mutig in die Fluten zogen. Ven diesen spricht der V. 22 ויבואו בני ישראל בתוך הים und es gingen ein Teil der sich als wahre Söhne ישראל bewährender Männer ins brausende Meer und wunderbarerweise ביבשה, es wurde ״trocken“ im Meereshecken. Die ängstlich und mutlos abwartende zweite Partei, deren Gottvertrauen schwankend war, folgte erst, . als sie sahen, dass der Meeresboden zu trocknen begann, von ihnen spricht V. 29 ובני יש־אל הלבו ביבשה. Es gingen die Söhne Israels erst, als es bereits trocken war, durch die Meeresstrasse. Während nun in V. 22 bezüglich der ersten Partei והדים להם הודה, ,dass das Wasser ■ ihnen zur .Schutzmauer wurde* steht, heisst es in V. 29 המה, das WaSser war gewissermassen wütend und aufgeregt, die Fluten wollten die Mutlosen verschlingen und nur die Gnade des Allgütigen schützte sie vor Unheil. Wie nun hier das בטהון so wunderbares herbeigeführt und die אדונה beförderte, wie es in dem Bericht weiter heisst ויאמינו בה־, so bilden בטהון und אדונה auch beim Broterwerb die Hauptrolle. Derjenige, der im Uebrigen das seinige tüt, dem.Gebote ששת ידים תעבוד unverdrossen n&chkommt u;!d diese Tätigkeit nur, weil von Gott verboten, am יום השבוז einstellt, in dem felsenfesten Vertrauen, dass ihm aus dieser gottgeheissenen Ruhe nicht nur kein . Nachteil, sondern wahrer Segen erblühen kann, dem wird dieses בטהרן und diese אמונה wie denjenigen, die bei ק־יעת ־ ם der ersten Partei sich aDgeschlossen, zur חומה, eine starke Schutzmauer gegen alle Gefahren. Diejenigen aber, die kleinmütig sind, ihr בטחון und אמונה eingebüsst haben und ängstlich vor Ausführung eines Opfer erheischend«yäottesgebotes, wie שמירת שבת וי״ט, die Frage מה נאבל aufwCTfen, und weil sie eine befriedigende Antwort nicht erhalten, beziehungsweise gar nicht glauben, dass ^s bei Einhaltung des שבת überhaupt gehen könne, uudjÄjfcum'bei ihren Unternehmungen das religiöse Momen^übeHujuipt nicht in Betracht ziehen, denen wird selbstdK^ünstigste Erfolg doch nur המה, zur Quelle fortwährender Aufregungen, die den Segen nicht selten ins Gegenteil umwandeln. 3. B. M. Kap. 25,19 heisst es ונתנה דאו ץ פריה .ואכלתם ״ לשובעdie Erde wird genügenden Ertrag bietea, so d iss I ihr werdet zur Sättigung geniessau können.“ Mit Recht! sagen hierzu die Commentatoren: Ist es denn etwas Bimerkenswertes, dass man nach einer guten Ernte satt zu essen hat. Erwähnenswert wäre dies in einem minder guten Ertragsjahre; und sie meinen daher, diese Z1- | Sicherung sei gar nicht so glückverheissend, sie bietet I nur den damit Bescherten mehr Arbeit und Mühe des Ein- ן sammelns und der rechten Aufbewahrung, während ואכלתם j להמנם-לשובע, das den nach Gottes Gesetzen Handelnden 5 und Lebenden zugesichert wird, nach der Erklärung i Raschi’s besagt, dass der Segen darin bestehe, dass mm wenig zu geniessen brauche, das Wenige aber im Innern gedeihlich die volle Sättigung herbeiführen werde, dass man also im ganzen weniger zu arbeiten brauchen und doch dasselbe Ziel erreichen wird. In Wirklichkeit haben die neuzeitlichen Verhältnisse der Menschheit nur doppelte und dreifache Arbeit gebracht, wodurch sie in jungen Jahren entnervt und abgelebt erscheint. Das sollten die Sabbatentweiher sich doch einmal zum Bewusstsein bringen. Benützen wir daher den יום כפור, der in diesem Jahre wieder auf einen שבת fällt, zu dem festen Ent- Schlüsse, dass wir von da ab den שיק im Sinne der תורה und נביאים, wie הזיל uns belehren, feiern wollen, so erwirken wir unstreitig an diesem grossen und erhabenen Doppeltage, wie einst, von הקב •ה das befreiende Wort סלחתי. E. G. Die praktische Bedeutung der Kabbalah und der Sabbathheiligung. Von einem christlichen Gelehrten *). Auf Grund tiefer und gründlicher Studien der heiligen Bücher Israels habe ich, obwohl ein Andersgläubiger, kabbalistische Geheimnisse, insbesondere aber einen Zusammenhang zwischen der praktischen Kabbalah und der Sabbathheiligung entdeckt, der wohl selbst gelehrten Rabbinern und orthodoxen Juden, geschweige denn der großen Mehrzahl der Israeliten, die sich heute von einer sorgfältigen Beobachtung der Vorschriften des heiligen Glaubens ihrer Väter abgewendet haben, völlig unbekannt sein wird. Und doch sollte das Judentum auch heute noch einzig und allein in der Sabbathheiligung sein Heil suchen. Denn der Ewige, der heilige Gott des Volkes, das er sich auserwählt hat, hat nach vollbrachtem Secbstagewerk der Schöpfung selbst die Sabbath-Ruhe festgesetzt als einen notwendigen Bestandteil der. für die Israeliten, ja, für die ersten Menschen überhaupt gütigen Ordnung; er hat damit seinem Volke ein Kleinod zum kostbare 1 Geschenk gemacht, das dem gläubigen Juden ermöglicht, mit seinem Gott in innigsten Connex zu treten. Und dem gläubigen Jaden, der bereits am Freitag Abend seine Geschäfte abschliesst und sich auf eine würdige Feier des heiligen Tages vorbereitet, der an diesem Tage selbst die Vorschriften des Gesetzes beobachtet, auch *) Ohne ans mit nachstehenden Ausführungen, die wir Bloch’a Oestr. Wochenschrift (Nr. 12) entnehmen, identifizieren zu wolle■, geben wir dieselben als einen Beweis dafür, welchen Eindruck das Sabbathgebot auf empfängliche Gemüter — hier sogar ein Nichtjade! — zu machen vermag, hier wieder. Red.