Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 9 (1909)
- Issue
- 7 u. 8 (Juli-August 1909)
- Date
- 1909-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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36 Der Sabbath. VacanzeKanuteJ dangen Commis H imbarg auswärts 163 Lehrlinge^ ־ 13 81 Bewerber Commis u ^, 2t 69 Lehrlinge . 15 2 Besetzungen׳ Commis . p 9 i Lehrlinge 8 3; weibl. t'bntorpersonal[ 3 ßie ־ verschlechterten Resultate sind in erster Linie auf die rückgängige Geschäftskonjanktar zurückzuführen, die ja auch bei den grossen nicht jüdischen 'Vereinen die .Erfolge erheblich herabgemindert bat. Andererseits fehlt uns nach wie vor die Unterstützung der Hamburger jüdischen Geschäftswelt und schließlich sind unsere Beziehungen zu den zahlreichen jüdischen Geschäftsinhabern durch die Tätigkeit der Israelitischen Stellenvermittlungscentrale zu Frankfurt a. lf., welche den süddeutschen Firmen näher liegt, erheblich geschwächt worden. In Norddeutschland gibt es auf dem JAnde nur wenig Orte, an denen sich Geschäfte befinden, die am Scfrabbos geschlossen sind. Der Vorsitzende teilt noch mit, daß kurz vor Schloß des Geschäftsjahres Verhandlungen betreffend näheren Anschluß an die erwähnte Centrale(aageknüpft sind; dieselben dauern noch fort. — Der Bericht, sowie die alsdann verlesene Abrechnung It. Anlage werden alsdann genehmigt und die erbetene Entlastung erteilt. Die turnusmässig ausscheidenden Vorstandsmitglieder, die Herren Julius Bosenstock, Michael Jacobsen und Moritz Heimann werden wiedergewählt. * Punkt 3 der Tagesordnung betreffend eine Statutenänderung, welche behufs ApäclMasses unseres Vereins an die Frankfurter Centrale erforderlich ist.. Dieselbe wird nach kurzer Debatte genehmigt Nachdem noch einige Fragen aus der Versammlung vom Vorstandstisch beantwortet sind, schliesst der Vorsitzende die Versammlang mit einem Dank an die Erschienenen, indem er der bestimmten Hoffnung auf künftige bessere Resultate Ausdruck gibt.! Einnahmen 190*109. Ausgaben 1908/09. Beiträge -Mk. 869.— Miete Mk. 261.60 Legat ■wa Salaire 389.60 Dr. J J. Heinemann ״ —.י׳י>5 Incasso 1׳07.5 Spendeu 3 s.— Porto 278.50 Zinsen 19.56 Drucksachen 113 20 * 4 Annoncen 35.31 Div. Unkosten 10.50 Ueberschuss 270 35 Mk. 1426.56 Mk. 1426.56 Kapi tal I. April 08 . Mk. 1135.07 belegt b. d. Sparkasse Mk. 1079.48 l'cberschuß 19״s (»9 ' . 2711.35 Cassenbestand 325.94 Mk. 14! >5.42 Mk. 1*05.42 Vermischte Nachrichten. München, im Juni. Am 18. d. M. begannen die schriftlichen Absolutorialprufangen an sämtlichen Mittelschulen (Gymnasium. Realschulen usw.) Bayerns. Mit Rücksicht auf die Israeliten wurden die Prüfungen am Samstag 19. ausgesetzt und erst Montag 21. fortgeführt, wie dies regelmäßig geschieht, wenn einer dieser Tage auf den Sabbath fällt. Für die Lehrerseminare ist in dem M. E. v. 30. Juli 1898 die Lehrerbildung betr. die Bestimmung enthalten, daß die schriftliche Prüfung ,an den 4 auf den 16. Juni unmittelbar folgenden Werktagen, mit Ausschluß des Samstags“, abgehalten wird. Posen, im Jani. Am Montag den 18. Siwan (7. Juni) wurde alles, was von E. Rzeszewski sterblich war, der Erde wiedergegeben. Ein außerordentlich großes Gefolge hat dem Verklärten die letzte Ehre erwiesen. Man konnte schon rein äußerlich erkennen, daß hier nicht ein AUtagsmmsch zur letzten Ruhe gebettet wurde, vielmehr deutete alles daraufhin, daß ein Großer in Israel von dieser Welt geschieden ist. Obwohl der Verblichene erst im 30. Lebensjahre stand und von Beruf Kaufmann war, so hatte er wie nur wenige zur Förderung und Kräftigung von תורה ועבודה beigetragen. Er entstammte einer sehr frommen Familie und warde von seinen Eltern . in frühester Jagend על דרך תזה הקדושה geleitet und war für diese Erziehung! sehr empfänglich. Kaum, daß er die Schule verlassen, schloß er sich dem Verein דש ק דמדים an, der cs sich zur Aufgabe macht, die heranwachsende Jugend mit dem Rüstzeug jüdisch - rabbinischea Wissens zu versehen. Schon nach einigen Jahren seiner Mitglied• Schaft wurde sein Eifer für die heilige Sache von den Mitgliedern des Vereins erkannt und sie wählten ihn in den Vorstand, wo er später zum Vorsitzenden aufrückte und dieses Amt etwa 6 Jahre bis za seinem Lebensende behielt. Er erschöpfte aber im genannten! Verein seine Tätigkeit nicht. Vielmehr war er stets bedacht, alle : religiösen Interessen, wenn sie רשמה waren, mit ganzer Kraft za; fördern. Als vor einigen Jahren auch für Posen der ישו המאות סבת« aktuell wurde, indem die Stadt mit dem Schleifen der Wälle begann, da ließ der Verstorbene alle jüdischen Schüler, soweit sie dafür in Betracht kamen, za einer Versammlung einladen Hier wurde den Besuchern die Wichtigkeit des Verbotes nahe gelegt und Maßnahmen getroffen, damit die Schüler nicht nötig hatten, gegen dieses Verbot zu verstoßen. Es wurde ein Schülerverein שבת '•am ■ gegründet, der heute noch floriert, so warde voa allen Beteiligten diesem neuen Zastand Rechnung getragen und in der Praxis dieser איבוד nicht verletzt. Als im Jahre 1904 der שבת •a-roc-Verband gegründet wurde, und auch am hiesigen Ort eine Ortsgruppe ins Leben trat, da gehörte der Verstorbene sofort dem Vorstände an, und war auf dem ersten Deligierteatage in Berlin als Vertreter der Ortsgruppe anwesend. Im letzten Jahre unterstützte |er die hiesige Ortsgruppe! in ihrer agitatorischen Tätigkeit ganz wesentlich. Nicht zuletzt | hatte er ein warmes Herz für die ״Freie Vereinigung“ und gehörte natürlich auch za den Vertraaensmänuera der hiesigen Ortsgruppe. An der Bahre des Verblichenen gab zuerst Herr Oberrabbiner i Df* Feilchenfeld ג,׳ ein treffenles Lebensbild dieses p*rt aal schilderte die Trauer, in die nicht nur die ganze Familie, sondern ax:h die einzelnen Vereine versetzt wurden, denen der Verstorbene a igehörte. Der verehrte Reiner pries sich glücklich, einen solchen Schüler herangebildet za haben, der trotz seiner Jagend bei Alt uni Jung Anerkennung für seine rührige Tätigkeit im Dienste unserer תודה gefunden hat. Herr Rabbiner Dr. Silberberg aus Schriram hielt einen warm empfundenen Nachruf im Namen des Vereins לשק למדים. Er schilderte, mit welch reifer Einsicht der Verstorbene den Verein verwaltete und die Jagend, darunter auch solche, die im elterlichen Hause nicht in frommer Weise erzogen wurden, in seinen Bannkreis brachte und ihr väterlicher Berater wurde. Im Namen der ״Freien Vereinigung“ schilderte Herr Rabbiner Blum die Verdienste des jungen Kämpfers für das wahre Judentum■ Obwohl eigentlich im ersten Jahre seiner Ehe unsere תורה den Ehemann von den allgemeinen Pflichten befreit und ibm gebietet ושנוה את אשתו אשד לקה zunächst für die Freude seiner Erwählten za sorgen, hat der Verklärte verstanden, beides za vereinen und voll und ganz zur Ausführung za bringen.' Als letzter Redner sprach sein langjähriger intimer Frcuad, Herr Pincus Plessner. Er beklagte den Verlast dieses edlen יהודי, die leider in heutiger Zeit sehr selten sind, für den איהב׳ שבת- Verband and feierte den Verblichenen als einen wahren Freund des שבת. Noch der letzte שבת, so meinte der Redner hatte bewiesen, welch großer Freund der שבת dem Verklärten war, indem er den Tag über au9geharrt und jeden, der an sein Bett kam, mit dem Große ,gut ישבת empfing. Aber kaum, als der שבת geendet, da ging er ein ris* ליום שבת וסנוהה דתיי העידכויב. Am Sonntag den 12. d. M. er. nachmittags 4 Uhr veranstaltete der Verein לשק למדים im Repräsentanten - Sitzungssaal eine Trauerfeier. Hierzu waren Vertreter des Gemeindevorstandes, der Repräsentanten, desVorstandes des ״Verbandes der Sabbathfreande“, des Vor- Standes der ״Freien Vereinigung“ und endlich Deputierte des Verein*