Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 9 (1909)
- Issue
- 7 u. 8 (Juli-August 1909)
- Date
- 1909-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Der Sabbath בס־ד segensreich zu werden verspricht. Aber durch diese gemeinnützige Tätigkeit, die einen großen Teil seiner geschäftlichen Muße absorbierte, ließ er sich nicht von seinen שיעורים Zurückbalten, die er im Verein und atßerhalb desselben lernte. Bescheiden und liebenswürdig und von teiterem Temperament, gab er sich mit Ernst jeder zu vert ־etenden Sache ganz hin um die מצות בוראני בשמחה ובמסירת הנפש zu e!füllen, und zwar in gefälliger, anziehender Weise, so daß er seiner näheren und ferneren Umgebung gewissermaßen vorlebte דרכיה דרכי נועם. Der Verein לשון ל־ ließ bei Ablauf der .שבעה für seinen Vorsitzenden ein הספד durch Rabbiner L)r. Mannes-Sehwabach halten und ehrt das Andenken des Teuren durch einen ständigen tjäglichen Morg^i שיעור im בית שלמה. Möge der gerechte Schmerz der schwergeprüften Seinen sich in Demut bescheiden vor dem großen Yerluste, den s• in Heimgang für Bottes heilige Sache auf Erden bedeutet יקר, בעיני ה׳ המותר■ לחסידיו. Möge es seine 1 treuen Freunden gelingen die Lücke auszufüllen, daß!ein Andenkeu durch sie zum Segen werde 7ן:ר צדיק לבינה! Verbands-Nachrichten. I Frankfurt a. M. Der ״Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit“ (שומר• שבת) in Frankfurt j. M., vor elf Jabren errichtet, ist bestimmt, den den Sabhnt haltendenjjüdischeu Handlungsgehilfen eine Stütze im Falle der Stellenlosigkeit zu sein. Gegen •inen äußerst mäßigen Jahresbeitrag — in der [untersten Klasse nur 6 Mk. — gewährt er seinen Mitglie lern bei Stellenlosigkeit ine Entschädigung, die sic vor der bitteren Wahl bewahr^, Hunger zu leiden oder aber eine Stelle anzunehmen, in der sie dkn Sabbat nicht halten können. Damals, im Jahre 1898, war das (gebiet der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit noch ein völlig unbebautes und auch die größt n akonfessinnellen kaufmännischen Verbände beschäftuten sich wohl mit dieser Frage, wagten sich aber nicht an ihre praktische Lösung. I Der ״Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit!“ hat die Genugtuung, daß seine Einrichtungen auf diesem Gebiete sich während der ganzen Zeit auf das trefflichste bewährt haben, sodaß Aekderungen sich nicht erforderlich zeigten. Heute erlebt der Verein [die noch weit größere Genugtuung, daß das Kaiserliche Aufjsichtsamt lür Privatversicherung ihm nach eingehende^ Prüfung der Vercinsstatuten und der Geschäftsführung die Genehmigung zum Geschäftsbetriebe für das gesamte dejutsche Reich durch Senatsbescbluß vom 16. Juni a. c. erteilt bjat, womit dem Vereine auch die Rechte einer juristischen Person erjteilt sind. Der Verein hat diese Gelegenheit benutzt, um bei der hierbei vorgenommenen Statutenänderung auch gleichzeitig eine Aenderung seines Namens zu bewirken, die künftig ein Moment zum Ausdruck bringen soll, das bei der Gründung des Vereins nicht vorhjergesehen »erden konnte. Es betrifft dies die Stellenvermittlung des Vereins, die von Jahr zu Jahr mit wachsendem Erfolge tätig war. Der Name des Vereins wird daher künftig: , ״Israelitischer Stellen-Vermittlunga- und Versicherungsverein (ש 1םד• שבת)“| lauten.! 1 Wie bekannt sein dürfte, erfolgt der Betrieb dieser Stellen- Vermittlung seitens des Vereines in Verbindung mit den;ש-נר• שבת- Vereinen in Berlin und Breslau unter der Firma: ״Israelitische Stellenvermittlungs-Zentrale, Frankfurt a. M.“ Es ist nun neuerdings gelungen, auch den bisher m!hr absets stehenden gleichartigen Hamburger Verein zu eitern ctigm Anschluß an die Stellenvermittlungs-Zentrale zu bewegt n. Dan.it ist das lange angestrebte Ziel: sämtliche kaufmännische Vakanz!n und Bewerbungen -der Sabbat haltenden Kreise an einem Orte zusainmenlaufen zu lassen, endlich erreicht. Für Prinzipale wie An■ gestellte ergibt sich daraus die Möglichkeit, innerhalb dieies Kreis auf möglichst rasche Befriedigung ihrer Wünsche rechnen!zu durfeu. Znm Schluß sei noch bemerkt, daß die Israelitische Stillt n- Vermittlungs-Zentrale im ersten Semester 1909 91 Stellen beseizt hat gegen 72 im Vorjahre. Es muß daher als Ehrenpflicht jet es kaufmännischen Angestellten — auch der w betrachtet werden, sich der Versicherungskas>e Mitglied anzuschließcn. e i b 1 i c h e n des Vereines 11s N R3 München, 18. Mai. L'nsere Ortsgruppe, die leider nur sihr selten eine Zusammenkunft veranstalten kann, da auf eine genügende Beteiligung nicht zn rechnen ist, konnte gestern Herrn Max berger aus Berlin in ihrer Mitte begrüßen. In ei Referate ״Kulturentwicklung und Sabbatptreue“ gab ner ein historisches Bild vom Eindringen fremder Denkungsart in den Kreis der im Erwerbsleben stehenden jüdischen Bevölkeru fg. Nur positive unausgesetzte Arbeit im Sinne des ״Verbandes der S!bbaifreunde“ könne diesen Einflüssen, gegenüber dem Sabbath s! ine .Anhänger erhalten und gerade in den Centren geistigen Lebens sei es notwendig, mit Aufbietung aller Kraft schon im Schulkinde den Geist der Sabbathtreue zu nähren. Einkurze Diskussion "bot G< legenheit, diesen Standpunkt noch eingehender zu präzisieren. Weingleich die Ausführungen des Referenten nur auf eine kleine Zuhöterschaft wirken konnten, so verfehlten sie doch nicht starken Eindruck hervorzurufen, der sich auch im Beitritt neuer Mitglieder kenntlich machte. 1 Nürnberg. Am 27. Juni fand in der hiesigen Ortsgruppe Wie alljährlich nach Ablauf des Geschäftsjahres die Mitglitderversammlung mit Neuwahl statt, die folgendes Ergebnis batte: Herr .J ujius Eckstein 1. Vorsitzender, Herr S. Willner, steHvertrctenier Vorsitzender, Herr S. W i s s m a n u Kassirer, Herr M. K 1 u g m a n n Schriftführer, Hctr Dr. J. Bamberger, Beisitzender. Der frühere Vorsitzende, Herr M. Gorski, dem durch die Wiederwahl das Vertrauen der Mitglieder bewiesen wurde, hat zum Bedauern derselben die Wahl nicht angenommen.! Königsberg i. Pr. Vor einigen Wochen verstarb hier lei|ler Herr S. M. R a b i n 0 w i t z, der als Mitglied unseres Verbandes־allezeit reges luteresse für unsere Sache bewies. Er war ein eifrijger Förderer von תרד. עבת• ה וג״ח und hat namentlich der p'c־. ־"Dr_j0ine Dienste gern geweiht. תגב״בה. Hamburg,^ Juni 1?09. Im Logenheim fand heute die General- Versammlung des Israelitischen Stellenvermitllungsver^in zu Hamburg, E. V. statt. Der Vorsitzende eröffnete die leider hur schwach besuchte Generalversammlung um 8']t Uhr; er gedachte zunächst in bewegten Worten der in dem letzten Jahre dahinkeschicdenen Vereinsmitglieder, insbesondere des Herrn Dr. J. J. Heinemann Vt, der sein dauerndes Interesse an dem Israelitischen Stellenvermittlungsverein durch ein grösseres Legat bekundet hat, sowie unseres allverehrten unvergesslichen Oberrabbiners Hirsch ז״זי. Der Vorsitzende legte dar, wie unser Oberrabbiner dem Verein von seiner Gründung an als ein eifriges Mitglied angehört hatte, wie;er bereits in der Gründungsversammlung durch seine herzbewegend», eindringlichen Worte viele Andere zum Beitritt veranlasst hatte wie er dem Verein in den an ihn herantretenden, schwierigen Fragen stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe, speziell in Jen letzten Jahren, als die Frage der Sonntagsruhe uns fortdauernd Ibeschäftigte, ihm kein .Weg zu viel, keine Zeit zu spät wurile, um (ins dienlich zu sein, sein Hinscheiden daher für uns einen unersttzlicpen Verlust bedeutet. — Der Verein hat in dem letzten Jahre in ruhiger Tätigkeit seine Arbeiten fortgesetzt. Die Resultate sind leider nicht so günstig wie in den Votjahren. Dieselben werden durch folgende Zahlen ausgedrückt.