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Der Sabbath · 1909-07-01 · 7 u. 8 (Juli-August 1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
7 u. 8 (Juli-August 1909)
Date
1909-07-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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34 Der Sabbath licbkeiten *pBjiren konnten, dfe die Beobachtung des Sabbaths iÄ^ich bringt, wahrend die Annehmlichkeiten and die HaB^ioselben blieben. Der Sonntag als Stell- Vertreter fulwiten Sabbath ist genau wie jeder andere Stellvertretflj^frie jedesandere Abbild, za dem man sagt ״genau so M“ wie die echte Ware; in Wirklichkeit ist es aberniqhl §0, Sonntag ist nicht der wahre Sabbath, und 'jüdisches? jpefühl kann niemals dahin gebracht werden, ihn als solchen zu empfinden oder ihm die Weihe des wahren Sabbaths anzuheften. Der wahre Segen des Sabbaths wohnt*nur in dem Tage, der bestimmt ist von (Jott, das ist der siebente Tag, beginnend mit Sonnenuntergang am Freitag und endend mit Sonnenuntergang am Sonnabend. So viel über die religiöse Seite des Sabbaths; seine Stellung im'jüdischen socialen und Familienleben ist gleich wichtig und grundlegend. Ohne den Sabbath kann daher weder wahres sociales noch wahres Familienleben in Israel eine Stätte haben. Die Beobachtung des Sabbath bringt allwöchentlich eine neue Belebung des jüdischen Gefühls. Die Sorgen und Plagen des täglichen Kampfes um’s Brot halten natürlich die Gedanken auf materielle Dinge gerichtet, ziehen die Aufmerksamkeit von allen höheren Dingen ab, aber das Nahen des Sabbaths mit seinem .gesegneten Frieden und seiner Ruhe befreit das Gemüt von den sich anhäufenden Sorgen und macht es empfänglich für edle und segensreiche Gedanken, nachzudenken über geistige und ethische Dinge, Interesse zu erwecken für die allegmeine Wohlfahrt unseres Volkes und ,zu festigen die Bande der Liebe und Zuneigung, die uns mit unseren Lieben in unserem Hause verbinden Die Reinheit und Schönheit des jüdischen Familienlebens sind weltberühmt. Wieviel davon dem Einfluss der jüdischen ethischen Prinzipien zuzuschreiben ist und wie viel dem Einflüsse des Sabbaths, ist unmöglich zu bestimmen. Es ist mdoch sicher, dass der Sabbath ein bestimmender Faktor von höchster Wichtigkeit ist. Wo der Sabbath in seiner ganzen Heiligkeit begangen wind, da blüht das jüdische Familienleben am schönsten und reinsten ,und das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern־ ist das innigste und aufrichtigste, während Hand in Hand mit der Entweihung des Sabbaths ein schreckliches Auwachsen der jüdischen Kriminalität einherging. Der Midrasch erzählt uns, dass Joseph vor der Sünde bewahrt blieb durch die Vision des Gesichtes seines Vaters, die über ihn kam im Augenblick der Versüchung, und dieses Gesicht mit dem Gedanken an ein edles väterliches Vorbild und Vorschrift liessen ihn nicht unterliegen. Auf dieselbe Weise ist mancher Jude bewahrt geblieben sich hinzugeben den Verführungen des Lasters, blieb erhalten den moralischen und religiösen Idealen des Judentums, in degi Gedanken an den Freitag Abend in den! Hause seiner Jugend״,wo all der Glanz des Sabbaths über dem Hause leuchtete, wo lifebende Eltern ihre segnende Hand amsstreekten und^ beteten, dass er so sein und heilig wie die Patriarchen Israels werden möge. Es ist unsere Pflicht, unsere Ksäfte a^f’s äusserste anzuspannen, diesen heil- : vollen Einfluss für alles Gute in unserer Mitte aufrecht zu erhalten. Wenn wir das jüdische Volk erhalten wollen auf seinem erhabenen historischen Standpunkt an Tugend, wenn wir wünschen, Ansehen zu geniessen von diesem oder jenem Glaubensbekenntnis oder Rasse, und so das Aufbringen von Vorwänden für sociale Vorurteile und einschränkende Gesetze zu vermeiden, mit einem Worte, wenn wir getragen sind sowohl von flammender Selbsterhaltung als wie von erhabenen Idealen, müssen wir be- ' strebt sein, MfrM^allen ethischen Lehren des Judentums vor allem de>\$&nbath za erhalten mit aller uns zu Gebote stehenderlK&rftorität und Macht. Rabb. Dr. Drachman n-New-York. 1 Elias Rzezewski דל• Posen, iin Juli. Eine tiefe Lücke hat der Tod in unsre Reihen gerissen, ein wackerer Verfechter der Sabbathidee wie der ganzen jüdischen Gedankenwelt ist vöij uns geschieden: Eli Rzezewski ist nicht mehr. Nur kurze Zeit haben wir uns seiner erfreuen dürfen — kaum 30 Jahie wa>en die Tage seines Lebens — aber durch unermüdliches, hingebungsvolles Wirken für הודה עבודה ונ ח hat er die ihm zugemessene Frist mit reichem Inhalt ei fällt und in der kurzen Zeitspanne geleistet, was die meisten and•׳!־» hei hohem Alter nicht erreichen. Aus einer geachteten, echt frommen Familie stammend trat er beim Verlassen der Schule — als äuß-rii Beruf den eines Bildhauers ergreifend — in den לשון למודים ein, der die im Elteri hause gelegten Grundlagen in ilim tesiiLMe und ausbildete und das eigentliche Feld eemer W11k'*mkeit wurde, zugleich der Boden in dem er wurzelte und aus dem er immer neue Nahrung sog. Sein eifriges Lernen bei guten Verstandesgaben ließ ihn ein sc! önes Wissen erwerben, so daß ihn unser ehrwürdiger Herr Gemeinderabbiner bei seiner vor Jahresfrist erfoLten Vermählung mit dem דודינו-Titel auszeichnefe. Da R. neben dem ״Lernen‘ auch für den Ausbau des Vereins Interesse 11ml Befähigung zeigte, so wurde ihm der Vmsitz im להוון לדודים übertragen. Er hat den an sich ehrenvollen Posten ehrenvoll verwaltet, hat es verstanden, den seiner Leitung anvertrauten Verein innerlich zu festigen und nach außen hin sein Ansehen zu erhöhen, so daß wir die von weilen Kreisen der Synagogengemeinde und besonders auch vom Vorstande und den Repräsentanten dem ליל entgegengebrachten und vielfach bewiesenen Syupathien zum größten Teil ihm als Verdienst zuschreiben düifen Seinen Einfluß benützie er für גמילות הסדים an einzelne wie zur'Föiderung aller auf Erhaltung und Festigung von ־ תוהיקgerichteten Bestrebungen. Die Idee der ״Sabbathfrennde“ insbesondere haue an ihm einen mutigen und geschickten Kämpfer. S׳hon vor Jahren schloß er Schülpr zu einem V>rcin zu-mmnie״, der die Besorgung der für den Sonnab״n1lu11׳en־ic11t. jn der Schule erforderlichen Bücher übernahm. D■•? hiesigen ״Ortsgruppe“ gehörte er als Vorstandsmitglied an und unternahm in Begleitung von Genossen in den vergangenen Winteimonaten Propagandareisen in die Provinzstädte, in denen er eine Reihe von weiteren Ortsgruppen ins Leben rief; er hatte geplant, diese Reisen im kommenden Winter wieder aufzunehmen.Der Beschluß der beiden städtischen Körperschaften bei Einführung der Sonntagsruhe die sabbathaltenden Geschäfte zu berücksichtigen, ist besonders seinen rastlosen Bemühungen zu verdanken, wie er auch um die Gründung der hier segensreich wirkenden ״Peah“ sich sehr verdient gemacht hatte. Nicht weniger Eifer entfaltete er für die ״Freie Vereinigung“, in der er gleichfalls zum Vorstande d-r Ortsgruppe Posen gehörte, und für den ״Bund jüdischer Jugendvereine“, dessen Zustandekommen er nach Kräften fördern half. Dabei unterließ er nicht sein Augenmerk auf die Ereignisse in der eignen Gemeinde zu richten, deren Zukunft ihm besonders am IIerz״n lag. Dem unermüdlichen Eifer, mit dem er seihst Pläne für den Neubau des בית המדרש בבית שלום entwarf und an den verschiedensteu Stellen persönlich vertrat, gelang es die Hindernisse zu überwinden und den Bau in der Weise durchzusetzen, wie es für die Zukunft des בה־מ und, da die תורה die נשמת חיים der Gemeinde bedeutet, für diese selb8t

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