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Der Sabbath · 1909-03-01 · 2 u. 3 (Februar-März 1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
2 u. 3 (Februar-März 1909)
Date
1909-03-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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10 Der Sabbath. werden, denjeni^ הלול שנת keine הנועם באילו 1.עובד עבודה זרה. Denn es wird niemand sagen, dass wer im (Zorne Worte oder Handlangen begeht, dass er ein Götzendiener sei, sondern er gleicht, sieht wie ein Götzendiener »alls. Ebenso kann der Ausspruch mit בל המחלל, שבת •יכו־ nicht anders gemeint sein. 6. Ist es oft in der נמדא erwähnt, dass המבייש את הבירו ב־בים איז&3ו הלק 'לעולם הבא• Wer seinen Nächsten öffentlich bescbajß, der verliert sein הלק עולם הבא. Also dürfen die Räbljfnyr und Vorsteher nicht dazu veranlasst 3n, welche in die Synagoge gehen,' wegen עליז zu geben, damit sie nicht öffentlich beschämt werdep (? .') Ich bitte Sie, geehrter Herr Redakteur, etwaige Fehler in meinem Concepte freundlichst verbessern zu wollen und dfesen Zeilen Aufnahme in Ihr geschätztes Blatt fcu gewähren, ohne meinen Namen zu nennen öder auch nur anz«denten. N. N. * . * Nachschrift der Redaktion: ,Spät kommt Ihr, doch ihr kommt&r-so rufen wir dem Herrn Einsender zu, indem wir die *Tatsache freudig begrüßen, daß die in unserem Blatte gegebene Anregung sich als nachhaltig und kräftig genug erwiesen hat, um noch nach Monaten weite Kreise zu einer Stellungnahme zu der dort berührten Frage, ob i^an מהללי שנת zur Thauroh aufrufen solle, zu voranlasseR;3i►■ In der Sache haben wir es bisher vermieden, unserseits Stellung zu nehmen und es lediglich als ucsere Aufjafee betrachtet, dem pro et contra in diu Spalten unseres Blattes den zukommenden Raum• zu gpwähren. Nachdem aber der Herr Einsender des voi־- stehenden Artikel»־ sich nicht bloß mit einer Darstellung seiner Auffassung begnügt, sondern vorwiegend in eiPe Kritik der vpp anderer Seite geäußerten Meinungen, die der seinigem.yutersprachen, eingetreten ist, glauben auch wir unsere®b™kkhaltung aufgeben und eine Antikritik seiner AuafUhr^gen nicht unterlassen zu sollen. Wir schon innerhalb des Artikels da und dort durch FratWpnJmn unsere abweichende Meinung angedeutet, woeljliJch um eine Darstellung seitens des Herrn Einsenders hjidelt, die allzu augenscheinlich mit den tatsächlichen Verhältnissen im Widerspruche steht. So z. B. wenn gesagt wird, Maßregeln gegen die מהלל* שבת würden dem ^weitaus größten Teil unserer Glaubensbrüder die jüdische Ehre und Zukunft abschneiden.“ Hier hat sein ,Lokblpatriotismus, zu dem die Angelegenheit allerdings weiiig Anlaß bietet, dem Herrn Einsender einen Streich gespielt. Mag sein, daß für Berlin sein Urteil zutrifft: scbQgkiür das übrige Deutschland gilt es nur sehr mit Vorirebalt^ und selbst wenn — was bedeutet dieses kleine Partik^chen, welches die deutsche Juden, heit im Organismus^ des Gesamtjudentums darstellt, gegenüber den תל noch immer nach Millionen zählenden Scharen in Ungarn, Galizien, Rußland, Polen, Palästina usw., für die auch heute noch die שמי־ת שבת die Grundläge ihres Glaubens iiildet. — Ebenso unrichtig ist es, daß drei Rabbiner ,das Erscheinen eines מחלל שבת in der Synagoge .für eine Dreistigkeit erklärt haben“ und ebenso, daß die .abgedruckten Entscheidungen zur Folge haben müßtet die Gotteshäuser zu entleeren“ (trifft nicht einmal für Berlin zu!) Andere Punkte erfordern eiu näheres Eingehen. So, wenn der Herr Einsender meint, das Versagen der עליה würde ,glas religiöse Gefühl von Hunderttauseuden vollends untergraben“. Es ist so ein Ding um das sogenannte ,,religiöse Gefühl“ und es wäre die Frage aufzuwerfen, wieweit temperirt dies Gefühl sein darf, um noch immer Rücksichtsnahme seitens der Gemeinde beanspruchen zu dürfen. Hat• nur der מחלל ־שבת Anspruch auf diese Rücksichtsnahme; oder auch der אוכל טרפות, der סיפר בריתו של אברהם, der in Mischehe lebende, der am יוה״ב Rippenspeeressende, aber zur Totenfeier die Synagoge beehrende Jude usw. ad infinitum. Wenn nicht: welche Instanz bestimmt denn nun eigentlich, wie hoch die Stufe sein muß, welche das ״religiöse Gefühl“ innezuhalten hat, um verlangen zu dürfen, daß ihm zuliebe die Gesamtheit ihre religiösen Empfindungen vergewaltigt, ihren eignen religiösen Anschauungen ins Gesicht schlägt und den כבוד התורה herabzuwürdigen wagt? Wir meinen im Gegenteil: nichts ist so sehr geeignet das richtige, religiöse Gefühl zu verletzen, in die Herzen der ungebildeten Massen und vor allem unserer Kinder eine jammervolle Verwirrung über alle religiös-sittlichen Gedanken und Pflichten zu tragen, das Vertrauen in die Unantastbarkeit unserer Glaubenslehren zu zerstören und zu untergraben, als wenn es geschieht, daß Leute, die durch ihre ganze Lebensführung coram publico beweisen, daß für sie die Thauroh ihre. Geltung verloren hat, lediglich darum, weil sie etwas haben oder etwas ‘sind, mit Ehrenfunctionen bedacht werden, welche nur für denjenigen Wert haben können, der in der Thauroh lebt, und deren würdig auch nur derjenige ist, der sich bemüht, dem gerecht zu werden, was in dem Thorabuche gefordert wird. Noch schärfere Zurückweisung aber erfordert der weitere Satz, daß durch diese Entscheidungen, ״ein neuer Herd für Zank und Streit aufgerichtet“ würde. Also es bedeutet, nach der Auffassung des Herrn Einsenders, ״einen Herd für Zank und Streit aufrichten“, wenn man das Unrecht beim richtigen Namen nennt, Gottesfurcht nicht hinter Menschengunst stellt und den Verächter der Thorah nicht mit deren Ehren überhäuft? Nun, dann hat auch משה רבעו עיה den Frieden gestört, als er, angesichts der großen Sünde Israels, ihm die Ehre des Gottesgesetzes verweigerte und die steinernen Tafel lieber zerbrach, als sie Gottesläugnern zu überantworten; dann hat Pinchas einen qualificirten Mord begangen, als er den Simri niederstieß, Eliahu auf dem Karmel Morde gehäuft, als er die Baalpriester töten hieß, dann haben bis auf unsere Tage herab alle die Männer den Frieden gebrochen, die, von heiligem Eifer getrieben, gegen die Zerstörung des Glaubens kämpften und weder vor dem ״religiösen Gefühl“ noch vor den sonstigen Qualitäten der פושעים באלקי ישראל ihre Reverenz machten! Es ist der Frieden des Friedhofs, der die Folge eines Verhaltens, wie es der Herr Einsender vorschlägt, wäre, auf dem alle Glaubenskleinodien Israels eingesargt und begraben lägen; ein Friede, auf den das Prophetenwort zutrifft דגה לשלום מ־ לי מר. Und nicht umsonst haben unsere Weisen für den יוה־ב, diesen hehren Tag der Versöhnung und Friedensstimmung, gerade als Thema der הפטרה das Prophetenwort gewählt: אין שלום אמר השם לרשעים. Auch wir wollen den Frieden in Israel; aber חיו nicht auf Kosten des שלום בין ישראל לאביהם שבשמים! Nun zu dem halachischen Teil. Die Ausführungen des Herrn Einsenders gipfeln in der Ausführung, .daß die מהללי שבת בזמננו nicht als כופרי בעיקר gelten dürfen, weil sie gleichsam תנוקות שנשבו לבין העכו־ם sind. So richtig im Allgemeinen diese Auffassung ist, so falsch ist ihre Nutzbarmachung für unsere Frage. Denn folgt aus dieser beklagenswerten Tatsache auch die Straflosigkeit dieser עוברי עברה, so läßt sie auf der anderen Seite doch absolut keinen Schluß in der Richtung zu, daß man

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