Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 9 (1909)
- Issue
- 1 (1.1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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2 Der Sabbath. man alle Kraft und Fähigkeit einsetzt, zur Verteidigung d e r Interessent ^lie am härtesten bedroht, die am sch wie- Tigsten zu wäm׳en und zu fördern sind. Weil wir gesehen haben, dass He■ Kampf besonders rücksichtslos einsetzt gegen den Säb&th, darum haben wir uns zusammengefunden Schutzwälle zu seiner Erhaltung und Trutzbündnisse gegen seine Zerstörung aufzuricbten. Lediglich aus den genannten, auf dem Gebiete der Opportunität liegenden Gründen ist unser Verband ins Leben gerufen worden. Und wollte man 'dieses Geständnis der Schwäche uns zum Vorwurfe machen und eine Herabsetzung unserer Bedeutung darin erblicken — sei es drum! In diesem Zeichen ist der Verband bisher erfölgrdfrh »fortgeschritten, wird er seinen Weg mit Gottes Hülfe auch weiter finden! « 7> « 7׳׳ft «. ■ 1m Aufträge der Ortsgruppe L'iankfurt a. M. und des Vereins zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit begrüsste hierauf deren Vorsitzender, Herr M. A. L 0 e b, ■ die Versammlung mit herzlichen Worten: ״'Wenn.' unsere Weisen sagen, dass die Thora wieder zu ihrer Ansg&ngsstätte zurückkehre, so dürfen wir diesen Ausspruch auch auf die Sache des ,Sabbath“ anwenden. *Vor, 11 Jahren wurde, unter dem Drange der Wirtschaft- - liehen Depression am hiesigen Platze der ,Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit“ gegründet, um der Schmirath :Schabbos eine Stütze zu gewähren und er ist in einer fortschreitenden Entwicklung begriffen, die selbst in diesen wirtschaftlich ungünstigen Zeiten sich erhält. Am 4. Dezember 1904 traten wir dann in Berlin zusammei!, als ein klefnes Häutlein von der Not der Zeit durchdrungener Männer, um diesen Verband zu begründen, den wir heute in seiner Ausgestaltung nach einer beispiellos rascheh Entwicklung als den grössten auf gesetzestreuem Boden stehenden Bund Gleichgesinnter ansprechen dürfen. Dieser Rückblick giebt uns die Kraft für die Hoffnung in die Zukunft, dass uns der göttliche Segen auch ferner beistehe und unser Verband seinem Ziele in immer höherem Maße sich nähere!“ J9r. B i b e r f e 1 d dankt dem Redner und. begrüsst gleichzeitig die anwesenden Vertreter der Schomre Schabbos Vereine der Schweiz und Oesterreichs. . Es wird nunmehr in die Tagesordnung eingetreten. Dieselbe lautet: angelegen sein lassen, wo immer es verlangt warde, die bestehenden Lernvereine zu fördern, weil wir uns gesagt haben, dass das Thorastudium uns vor allem zu gute kommt, denn der Sabbath ohne Thora hat ja nur einen verminderten Wert. Wir haben auch gerne unsere Unter-; Stützung geliehen, wenn derartige Vereine beabsichtigten; sich schöne gemütliche Heime zu errichten, weil! wir der Meinung sind, dass solche Sammelpunkte unserer Sache nur förderlich sein können. Wir haben ferner stets dann Unterstützungen an Einzelpersonen bewilligt, wenn wir auf Grund eingehender Prüfung die Ueberzeugung gewinnen mussten, dass es sich in der Tat um Personen handle, die in unsrem Sinne ihr Leben einrichten. — Ueber unsere Schriften spricht sich der Bericht deutlich aus. Noch ist das schon so oft und vielfach verlangte and von uns angekündigte Heft ״die Sabbath- Vorschriften“ nicht erschienen. Die Ursache dieser Ver- Zögerung ist nicht etwa Trägheit des Verfassers, sondern sie hat einen viel tiefer liegenden Grund. Das Gebiet ist ein so weitschichtiges, bietet so vielfach einen Tummelplatz für Meinungsverschiedenheiten, dass es nicht so leicht ist, zu einem abschließenden Urteil zu gelangen. 1 Trotzdem aber ist jetzt nach Rücksprache mit gelehrten Freunden und praktischen Kaufleuten׳ das Werk soweit gediehen, dass voraussichtlich diese Schrift noch zu Pesach . wird erscheinen können. — Eine Klage, der wir auch * schon in unserem Bericht Ausdruck gegeben haben, können wir auch hier nicht unterdrücken. Der Geschäftsführende Ausschuss wird in seinen Bemühungen von den Ortsgruppen nicht immer so unterstützt, wie es durchaus erforderlich wäre. Es geschieht allzuoft, dass wir mit der dringendsten Eile in einer Sache zum Einschreiten gemahnt werden; sobald aber das betreffende Feuerchen gelöscht ist, ist die Sache aus und wir erfahren über die näheren Umstände und das Resultat überhaupt nichts mehr. Die Erfahrung lehrt, dass derartige Fälle sich vielfach häuften, und so gross auch unser Pflichtbewußtsein ist, zu unverdrossener Arbeit ist es unbedingt erforderlich, dass sicW aueh auf Seiten, der Ortsgruppen das gleiche Pflichtbewußtsein zeige. Nur wenn wir unsere ganze Kraft daran setzen, kann der Erfolg unserer Arbeiten ein voller und dauernder bleiben!“ In Vertretung des Cassiers, Herrn Plachta verliest Herr Gradenwitz den nachfolgenden Cassenbericht: tung des Jahres- und Kassenberichtes und jg des Vorstandes. einige kurze ״Wenn'* tagsruhe-S! haben, so Verbandes, einem so hi vor den Ri 1. Erst, Enjtl 2. BeaichlJFtler Commissionen. Grrlsi&tjjg der Stellenvermittelung für Handwerker. 4.- Jüdische ״Brockensammlungen und ihre Verwertung ■ pur die Kf^ressen der Sabbathheiligung. 5: Anträge 0#ן Ortsgruppen. 6. Neuwahle^r Zum-Jffhresberichte, der in der Dezembernuniner des ״Sabbath.“ erschienen, giebt der Vorsitzende noch läuterungen. auch nach Lage der Dinge in der ״Sonn- , bisher ein positives Resaltat nicht erzielt ich wohl sagen, es ist ein Verdienstes iss derartige Fragen überhaupt heute jnit 6n Ernste in unseren Kreisen geprüft und! fierungsstellen unsere Argumente vertreten! werden. EJf'darf uns mit hoher Genugtuung erfüllen,! dass man unseren Opfermut an diesen Stellen bewundert j und unseren־ jüdischen Idealen einen hohen Gra4j־von ׳ Achtung entgegenbringt — Ohne uns allzu ängstlich an unser Statut zu binden, waren wir stets bemüht solche Regungeh zu fördern, die früher oder später in das Fluß- Wasser unseres Verbandes einmünden. Wir haben es uns Einnahmen. Mk. Bestand 1. Juli 1907 1993.48 Mitgliederbeiträge 07/08 7270.35 Spenden 23.— Rückgezahltes Darlehen 37.50 Eing. auf Cto. ״Sabbath1• 1. Anteil Verein z. z. Vers. g. Stellenl. Frkft a. Jl. 600.— 2. Anteil Schomre-Schab.- Breslau 100.— 3. Inserate 413.59 \ 10442.92 Ausgaben. Mk. Von den Ortsgruppen verwendetes Fünftel d. Beitr. 840.44 Gebälter 1390.— Lokalmiete u. Reinigung 360.— Porti a. Utens., Drucks. 692.35 Porti u. Utensilien in Frankfurt a. Äl. 212.65 Beisespesen f. Agitationsreisen 230.40 Kosten des II. Delegiertentages (Zuschüsse etc.) 291.20 Druckschriften 137.80 Conto Sabbath (Drucklegung u. Versendung) 2931.04 Subventionen an Vereine 425.— Bücheranschaffungen 48.90 Darlehen 1024)0 Unterstützungen 134.50 Vorschuss an die Peah 82.85 Bestand 30. Juni 08. 2563.79 10442.92