Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 9 (1909)
- Issue
- 1 (1.1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Januar )909:1 9. Jahr§. Nö. ). 0: fDonatsblciff <•־ —־'• ■r'.4H zurpördcrung der Sabbatbheiligung im focialen und a’irtlchaftlicben Cebcn der Gegenwart It&tsdL Orgtn 198 Verbandes der Sabbathfreunde, des Vereins zur Versicherung gegen Steijerücsigkeit. Frankfurt t M., des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des StellenvermittiungsveTSins jüdischer Kaufleute. Breslau und des Isr. Ste!:anvermittlungsvereins, Hamburg. ~ ■ . —-— ■ ——■ - - * Verlag: f - ffecl^ctlon: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a. M. ,1 Dr. F ü. 3'i be-ric 10, Berlin. Centralbureau ries Verbandes der üabbathfrcuncc: Berlin C., Heldereulergasse 4. Die Mitglieder des Verbandes and der .־־ , lienvtrmitti׳;ng.-,vereiae zu lind n. ßreslan, Frankfurt and }:;:niborg erbaiten ׳ ,De! Sabbath* unentgeltlich. Bezugsj.r« :>!11r Ni111tmi!<riie׳i,r ük. jährlich. — Anzeigen!i't Tfennig die vierge.'j-altcn■ Jahresaoitragen Rubati. — CerresponJen.׳. n l״r di<■ Iiedaciiun an l1־ dd. Hibcrleld. lierlin Heiden-ur• rgasse 4. all Mitteilungen gesc h ii f t lic b e r A:1 an die 0 e s c L a f 1 s s 1 l i. des .!1er Salbath*. F rankfun a. M., Ne׳; •יז JI״'-.,>-ld»tt;,eitit/ei',•. [>ei 1' fr > 1 i B Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe eiwunscbt.L Berlin C : Me::iereule.2?־ssc 4 VI:1tKI\NI1rKEAFX! Bres \fi. Freifcurtsrsb. 42. H a m b u * « 6. fars.i'r.er.s».7 ■1 32• .״ Sc.־L;!2er,slr. 14. Protokoll des dritten Delegiertentages des ,.Verbandes der Sabbathfreunde“ Frankfurt a. .M., 2s. Dezember lbO', vm mi:. :1 l'!:r. im ,0'--1״u :el' r1־:;■■!11-1,0:. Am Tische des gescbiiftslüiirenden A!1saci11!ssfs ■ iie Herren: Dr. B i b e r f e 1 1׳, G r a d enw ifz 111, d Neub erg er, am Erscheinen veihindeit: Plachta und Lazarus. Der Vorsitzende des geschält sführenden Ausschüsse?־ eröffnet die Tagung. In das Bureau werden gewählt als II. Vorsitzender M. A. L 0 e b• Frankfurt a. M., als III. Vorsitzender A. Kobe r-Breslau. als Schriftführer X e u b e r g e r-Berlin und PI e ss n e r• Posen. ln die Commission zur Prüfung der Lesitimationen werden die Herren Dr. L e w i n־\Vreschen. M e y 0 r-< lelnbausen und N e n m a r k-l’osen berufen. Der Veibaudsvorsitzende, Herr Dr. E. Biberfold richtet nunmelir an die Erschienenen Worte der Begrüssung und fährt fort: ״Wenn wir liier in Frankfurt a. >1. uns zusammenfinden, wo, man kann wohl sagen, sobald man in die Bannweite dieser Stadt hineintritt, als Genius loci der Geist des Hannes, der in allen Kt eisen jüdisch deckender Männer als קדיש רטבלל geleiert wird, wo der Geist Samson Kaphael Hirsch's דצ׳ל uus umweht, ist es vielleicht angebracht die Frage nach der Existenzberechtigung, der Berechtigung zur Giündung eines Verbandes wie es der unsrige ist, aufs Neue aufzuwerfen und zu prüfen. Es war eigentlich — und es ist im Grunde genommen heute noch — ein Geständnis der Schwäche und ein Gedankengang der scheinbar nicht ganz konform geht mit den Grundgedanken, die S. R. Hirschs Religionsgebäude durchziehen, wenn wir uns für berechtigt hielten, einen Verband zur Wahrung des Sabbaths zu begründen. E r war es ja, der mit aller Intensität das Prinzip des Judentums dahin vertrat, dass nicht das Herausbrechen auch nur des kleinsten Steinchens aus dem Ewigkeitsgebäude des göttlichen Gesetze- ־.erstattet sei. dn-s ,iie :־;׳ ■•j-i•׳4111 ״ צ־־• ־־־•. da?־* nur in der Gleich־.'<•!!i1rkei־t_ur.d der;:eschlO'sencn /.us:umnon1:el,drigkei1 und .unanirofaste: en Einheit der. Gottesgeb,!!e ihre E\is!14!z gewährleistet;ei, «la׳ß das Größte und das Kleinste im Gebiete des jiidiscl en Goetzes erst dadurch seine IJeehilV rtiguiig und’Existenzberei•litignn״■ eilwirbt. dass p< -•:eint sei mit dem audejrn. da-s 0s 1m mos;,•11 l’fiichtengel' tic des ,Judentums keine Priicht gebe, die nicht gleicher I’:lege bedürfe; auf gleiche Prleoe Ä11s|,n1fB1 hätte, wie ■Iie übrigen :111011. Eigentiich ist es also ein Momeni der >chuärhe, dass wir in dieses in sich tadellos geschlossene System scheinbar einen Riss hineimretragen haben, indem wi!• 1.11s dom Ptlichtenkreise des Judentums eine Mizwali; ur besondere^ Pflege in unseren..Schutz genommen haben. Und doch glaube ich es aussprechen zu Gürrten: lebte der Meister heute auch körperlich unter uns, jer würde uns freudig 'willkommen heissen! Denn nicht darum haben wir die Schmirath Schahbos auf uuser Panier geschrieben, nicht darum haben wir diesen einen Edelstein׳ aus dem Xationalgesehmeide des Judentums herausgelöst, weil wir etwa meinten, der Sabbath stehe höher als andere jiidisqhe Pflichten, da sei Gott vor, dass das die Triebfeder zur Begründung unseres Verbundes war, und gottbehüte, das* jemals ein solcher Gedanke in uns sich, regen möcbeed Wohl wird der Sabbath im Talmud ein ליל;־•ל: genahat*. ■ aber dieser Ausspruch kann uns nicht beirren und.v*ranlasscn, ihn über andere Pflichten zu stellen: nennt wfs doch der Talmud noch andere, gleichbezeichnete GeseftW, deren Verwirklichung uns zum Teil im Exil überhaupt nicht ermöglicht ist! Sondern darum rafften wir uh^.'sb gemeinsamem Streben auf, weil es eine elementare PffitM der Selbstw’ebr, der I.ogik der Selbsterhaltung . ist,1