Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 8 (1908)
- Issue
- 12 (12.1908)
- Date
- 1908-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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AK'iia Kippeph Der Sabbath. I..r^n WimlecKfi r Kaltowitjz Cn (Bayern!, Goldbach bei Ascbaffenliurg, Hörstein bei Friedberg (Hessen), Alzenau bei Aschafftnburg Baden), Lingolsbeim (l'.-Flsass), Buttenwiesen, Heldenjjhcssen) mit Budesheim, Assenheim, Bruchenbrücken, nd Lindbeim, Kleinheubacb, Kleinwall.-tadt, Pfungstailt, berschl.i, Leipzig, Benthen (Oberscfcl.i Illingen (Bez. Trier), Ofjss-Lmstadt (Hessen), Rüsselsheini bei Mainz, Kelsterbach bei Frank Ja rt a. M.. Michelstadt (Hessen', Marktlsheim (Wtrttb.), Edelfinghiv (Wttb.. Michelbach (Wttb.i, Krailsheim (Wttb.) Heppen- ,heim, Iletisbach (,Baden!, Laupheim (Württemberg), Reichelsheim (Hessen!, Eschwege, Hainsfarth (Schwaben!, Hawitscb, Lengfeld . (HessenJI •mit Habitzheim und Uberklingen, Mülhausen (Eis iss), Schrimuf Laudenbach bei Karlstadt mit Gemiinden, Wiesenfeld, •Adelsberg. Karlsladt und Karbach, Frielendorf, Neustadt a. M.-W.-B. Bischheim (Eis.!, Gemmingen (Baden!, Schlüchtern (Baden). Niederi1׳'chsta׳lt':bei Lattdau (Pfalz!, ('!inen h. Trier, Fichingcn (Balten). Es ei'giebt sich ein Gesamtbestand von: 12S Ortsgruppen mit 4629 Mitgliedern t dazu 801 Einzelmitglieder 1 Zusammen 4930 Mitgliedern Dieser außerordentliche rasche Entwicklungsgang wäre jedoch nicht möglich gewesen, ohne die aufopfernde Werbearbeit seitens einer Reihe eifriger Mitglieder. Mit besonderer Anerkennung sei an dieser Stelle der Außentätigfceit unserer Ortsgruppe Frankfurt a. M. gedacht, die. in ihren Vorsitzenden Herrn Moritz A. Loeb und Herrn Louis Kahn jr. Männer besitzt, denen die erzielten Erfolge in erster Reihe züzuschreiben sind. Angespornt durch die Erfolge des Verbands hat sich in Pressbiirtr in Ungarn eine Vereinigung mit gleicher Tendenz gebildet, der ein großes Feld der Betätigung offen steht. Wir haben wiederholt Gelegenheit gehabt, mit derselben Fühlung zu nehmen und wünschen den wackeren Männern an ihrer Spitze die besten Früchte fiif. ihr arbeitsreiches Streben. 2. Entwicklung der zur sozialen Förderung der Sabbathtreuen dienenden Institutionen. f ־ Wie aus den periodisch erscheinenden Spezialbe- ■richten ersichtlich, hat die Centrale für Stellenverm.'ittlung mit der mit ihr vereinigten Versicherungskasse gegen Stellenlosigkeit nach wie vor die günstigen Erfolge zu verzeichnen. Es ist dankbar anzuerkennen, daß diesem wichtigsten der für die Sabbathheiligung im Geschäftsleben bestehenden Institute auch seitens der Otrsgruppen eine tatkräftige Unterstützung geleistet wird. So läßt sich ne^Sings unsere Ortsgruppe Nürnberg die Bear- Leitung 5 fosr dortigen Ij^justriefirmen für die Besetzung kaufmännischer StelleÄ^and in Hand mit der Centrale, angelegeq^sein und suchte wenn irgend aDgängig, die entstehende» Vakanzen auf diese Weise für solche Bewerber zu wahren, die der Sabbathheiligung obliegen. Die Nachallmung solchen Bestrebens, nach eingehender Information durch dii Centrale in Frankfurt a. M. und in steter Fühlungnahnre mit derselben, ist auch den übrigen Ortsgruppeil wärmstens zu empfehlen. Nachdem schon vor Jahresfrist die Stellenvermittlumr aifch auf die weiblichen Angestellten ausgedehnt, werden konnte, ist neuerdings von uns ein Arbeitsnach weis für auf am Sabbath geschlossene Arbeitsstellen rcflektirende Handwerker ins Auge gefaßt und in den Grundzügen bereits ausgearbeitet worden. Die vor 3 Jahren in Berlin gegründete ״Peah, Jüdische ßrockensammlung“ ist in steigender Entwicklung begriffen. Die Einrichtung dieses Instituts und seiner Wirksamkeit darf nach den mehrfachen Berichten im ״Sabbath* als bekannt vorausgesetzt werden. Duf’ch die ausserordentliche Inanspruchnahme ist schon wiederholt eine :Ausdehnung der Räumlichkeiten nötig־ geworden und man kann sagen, daß sich die Peah in der kurzen Zeit ihres! Bestehens^ zu einem beliebten und gerne in Anspruch genommenen Institut in der Reichshauptstadt herangebildet hat. Das hier gegebene Beispiel hat auch schon in der Ferne gewirkt und das Entstehen und Gedeihen gleicher Institute in Breslau und Posen, die beabsichtigte Gründüng ebensolcher in Frankfurt a. M. und Hamburg, illustrieren am beste!) die aus ihnen hervorgehende Förderung des Interesses an der Sabbathheiligung. Nachdem das Projekt der von der Ortsgruppe ״Frankfurt a. M.“ in Aussicht gestellten Gründung eines G’reditinstitutes vom II. Delegiertentage gutgeheißen ürorden :war, konnte seine Konstituierung kürzlieh erfolgen. Dasselbe hat seinen Sitz in Frankfurt a. M. und ist unter der Bezeichnung: Darlehenskasse der Sabbathfreunde Genossensch. m. b. H. in das Handelsregister eingetragen worden. Vorerst wird an die finanzielle Erstarkung gedacht werden müssen, ehe die sich an diese Neugründung knüpfenden Erwartungen für weite Kreise der Sabbathtreuen werden in Erfüllung gehen können. Ausser den Unternehmungen dieser großzügigen Veranstaltungen sozialer Natur, bleiben uns auch noch ständig eine Reihe von Aufgaben gleicher Art gestellt, deren Lösung nut־ durch direktes persönliches Eingreifen herbeigefiihrt werden kann. Mehrfach galt es, zur Rettung bedrängter Existenzen durch Fürsprache, finanzielle Unterstützung un!d kleine Darlehen beizutragen, Pflichten, denen wir uns n^ch genauer Prüfung der Einzelfälle stets bereitwilligst untierzogen haben. 3. Personalien. Leider können wir diesen Bericht nicht abschlossen, ohnej jener Mitglieder zu gedenken, deren Ableben für unsejren Verband einen schweren Verlust bedeutet. Ein hervorragender Mitarbeiter ist uns in Herrn I s i d 0 r J e r 8 m i a s ז״ל Posen, dem Mitbegründer der Ortsgruppe Posea genommen worden, einen starken Förderer unserer Ziele beklagen wir in dem heimgegangenen Herrn Oberlehrer Dr. Heinemann ז׳ל Hamburg. Während wir mi) der Abfassung dieses Berichts beschäftigt sind, ist feriier Herr Bernhard Josephs. A. Berlin abgerufen worden, den wir als Curator der hiesigen Peah und als ihren Organisator schätzen und aebteu gelernt haben. Das Andenken der Wackeren s. A. gereiche unsere» Verbände zum Segen! Das Ringen und Kämpfen für die Heilighaltung des Sabbath, die Wuirzel und Krone unserer Verbandsarbeit, erstreckt sich über ein weites G.ebiet der Betätigung. Bei der Vergegenwärtigung der Erfolge, wie sie in diesem Bericht,; vor Augen tritt, bleiben die Enttäuschungen und F^hlschläge im Hintergründe und so kam» das Jlaß der Kraftaufwendung sich nur zu einem geringen Teile der Beurteilung des Beobachters erschließen. Doch mögen auch nicht alle Pfeile ihr Ziel erreichen, nicht alle ins Schwarzie treffen, das was als Errungenschaft angestrengter Arbeit für die Ermöglichung der ungetrabten Sabbathheiligung selbst in einer Zeit egoistischer Interessenkämpfe sich bewährt hat, es ist ein sichtbares Zeichen des göttlichen Beistandes, der unserem Verbände bis hierher geholfen. Mögen auch ferner alle Kräfte für das Hochziel unseres jüdischen Berufs, sich sammeln, alle Schultern dem Andrängen des verderblichen ״Zeitgeistes“ sich entgegenstemmeil, alle Glieder sich kraftvoll recken, für’s Ausharren bei der pfadweisenden Standarte des Sabhath! אכי־־.