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Der Sabbath · 1908-08-01 · 8 (8.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
8 (1908)
Issue
8 (8.1908)
Date
1908-08-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Der Sabbath. 53 ihren Handel selbst, ohoe fremde Hilfe, nur unter Hilfe ihrer Familienangehörigen betreiben, bloss damit die Handels-Angestellten spazieren gehen können. Schon hierin allein liegt die Ungerechtigkeit einer grösseren Sonntagsruhe. Wenn in der Reichstagssitzung vom 28. März 1908 der Herr Staatssekretär von Bethmann-Holl weg über die Sonntagsruhe gesagt: ״Das Publikum hat sich in seinen Gewohnheiten den bisherigen Bestimmungen angepasst“, so erwidern wir darauf: ״Ja, warum soll sich das Publikum den betreffenden Bestimmungen denn nicht anpassen?“ Das Publikum wird sich, wie der Herr Staatssekretär weiter sehr richtig erwähnte, auch noch einer Erweiterung der Sonntagsruhe-Bestimmungen anpasseD. Aber handelt es sich hier denn um das allgemeine Publikum? Das Publikum im allgemeinen hat doch keinen Schaden, selbst wenn an sämtlichen Sonn- und Feiertagen' die Läden geschlossen werden. — Bei der geplanten erweiterten Sonntagsruhe handelt es sich nicht darum, Rücksicht auf das Publikum zu nehmen, sondern auf die Geschäftsinhaber, die, wie bereits nachgewiesen, durch eine erweiterte Sonntagsruhe grosse Geschäftsverluste erleiden würden. Nach der Novelle über die erweiterte Sonntagsruhe ist weiter vorgesehen, dass an drei Sonntagen im Jahre die Verkaufsläden sechs Stunden offen gehalten werden können, jedoch nicht über 4 Uhr nachmittags hinaus. — Dass auch diese Bestimmung nicht durchführbar ist, können wir in Kürze an einem Beispiel durch die Verhältnisse in Zittau leicht beweisen, möglicherweise bestehen in anderen Orten ähnliche Verhältnisse. Wir haben in Zittau im Jahre an drei Sonntagen Jahrmarkt. Welchen Eindruck würde es da wohl machen, wenn auf einmal die sämtlichen Verkaufsläden um 4 Uhr geschlossen würden, während Tausende und. aber Tausende von Menschen auf der Strasse verkehren. Und wäre es nicht geradezu unverständlich, wenn die sesshaften Geschäftsinhaber den Verkauf ihrer Waren einstellen müssten, während die Marktlieferanten ihre Waren flott weiter verkaufen dürften. — Es bedarf hierüber wohl weiter keiner Beweisführung, dass eine solche Bestimmung gar nicht durchführbar ist. — Es .beweist dies aber auch, dass sich ein allgemeiner gleichmassiger Ladenschluss im gesamten Deutschen Reiche, sei es um 2 Uhr oder 4 Uhr, absolut nicht durchführen lasst, und da die Geschäftsverhältnisse in den verschiedenen Landesteilen des Reiches so verschiedene sind, so mit 10 Stunden freigegeben werden müsste. Gerade dies^ beiden genannten Sonntage brauchen die Handel- und Ge werbetreibenden ebenso notwendig als wie die Sonntagd vor dem Weihnächtsfeste. Wenn wir unsere Gesamtbittq nunmehr zum Ausdrucke bringen sollen, so gipfelt die selbe darin: ״Ein hohes Kaiserliches Reichsamt des Innern ’wolle hochgeneigtest an der jetztigen bestehenden Sonntagsruhe eine Aenderung nicht vornehmen, da dieselbe für die Erholung der Ladenangestellten unter| Berücksichtigung des 8 Uhr-Ladenschluss vollkommen ausreicht, die Geschäftsinhaber andererseits durch die geplante Aenderung aber einen unermesslichen Geschäftsverlust, erleiden werden.“ Da die. Mitglieder des Unterzeichneten Schutzver bahdes sich nur aus Handel- und Gewerbetreibenden zusammensetzen, so können dieselben wohl mit Recht auf ein fachmännisches Urteil, dass sich auch auf gemachte Erfahrungen stützt, Anspruch erheben und hotten, dass eine Hohe Reichsregierung den ausgesprochenen Wünschen in unserem Protest hochgeneigtest Rechnung tragen wird Aus vergilbten Blättern. xi. Nach längerer Unterbrechung setzen wir im Folgen den unsere Sammlung von Kundgebungen u. A. zur Säb| bathruhebewegung mit dem Abdruck einiger weiteren auch heute noch lesenswerten Artikel aus dem ״Sabbathfreund“ fort: Altona, ־. שב־.!?׳ קךס• י-יי ־א"׳ 'כי:•״ ־דע-. כי א;< הסבJO א-״ינב (<-״קאל כ׳ ב׳) יפיק. Seit längerer Zeit hatte ich nicht das Vergnügen, Ihnen gc• ehrter Herr Redakteur, Mitteilungen aus unserer Gemeinde machet zu können. Ks war eben keine besondere Veranlassung dazu toi - banden. Heute jedoch kann ich Ihnen zu meiner grossen Freude berichten, dass die Idee Ihres .היב-< סב־ Vereins auch bei uns, wie <s bei der ungemeinen Wichtigkeit der Sache auch nicht anders zu erwarten stand, mit regein Interesse begrüsst wurde, und wir das Z1standekommen und hoffentlich recht segensreiche Wirken desselben, mit um so grösserer Spannung entgegenscheD. als wir hier, in rin- 6011 man die Regelung der Geschäftszeit an Sonn- und Feiertagen den Ortsbehörden wie bisher überlassen. Wenn weiter in der Novelle gesagt wird, dass die Geschäfte nur an den beiden Sonntagen vor Weihnachten 10 Stunden geüö'net bleiben dürfen, jedoch nicht bis über 7 Uhr abends hinaus, so müssen wir auch hiergegen Protest einlegen. Gegen das Offenhalten von 10 Stunden und füglich bis um 7 Uhr abends würden wir besondere Bedenken nicht erbeben, wenn die Zeit bis abends 8 Uhr vielleicht auch praktischer wäre. Zwei Sonntage 1 vor Weihnachten genügen aber in keinem Falle, namentlieh aber nicht, wenn der eine Sonntag vor Weihnachten auf den heiligen Abend fällt. Am heiligen Abend ist doch der Einkauf so gut wie erledigt und würde demnach dieser Sonntag als Einkaufstag so gut wie verloren gehen. — Wenn wir auch von den jetzt bestehenden vier Sonntagen vor Weihnachten nicht gern herunter gehn würden, so dürften aber drei Sonntagen für das von auswärts kommende und einkaufende Publikum mindestens erforderlich sein, und diese drei Sonntage vor Weihnachten müssen im Gesetz unbedingt zugestanden werden. Wenn wir hierbei einen Wunsch zur Berücksichtigung ausspreeben, so wäre es der, .dass sowohl der letzte Sonntag vor Ostern {Palmsonntag) als auch der letzte Sonntag vor Pfingsten mittelbarster Nähe, in unserer Schwesterstadt Hamburg, leider mehr als irgend eine andere Gemeinde Gelegenheit haben, nns davon tu überzeugen, mit welchen Schwierigkeiten die jungen Leute, die sifch dem kaufmännischen Beruf widmen wollen, zu kämpfen haben, im unsere heilige Religion halten zu können, wo wir täglich vor Augen sehen, wie gross leider der נסיק in jeder Beziehung ist, wie wichtig und notwendig deshalb ein gemeinsames Vorgehen in dieser heiligen Sache ist, nm doch endlich dem überhandnehmenden .-הדור סב nach Kräften zu steuern. Wir dürfen uns allerdings die überaus grossen Schwierigkeiten nicht verhehlen, die sich unserem Unternehmen, an welches voraussichtlich übergrosse Ansprüche' gemacht werden dttrften, entgegenstemmen, indes בע׳ה wenn man mit Mut und GottesvErtrauen ans Werk geht, so wird und muss gelingen. דר׳ וייסע רך! Hier in unserer Gemeinde war es wieder Herr E. Munk, der stets, wo es gilt, etwas Gutes zu wirken, wo es heisst, die Fahne unserer heiligen Religion hoch zu halten, und sie gegen Angriffe von aussen und innen zu verteidigen, unermüdlich mit gutem Beispiel vorangeht, er war es auch hier wieder, der sich der Sache annahin und die Gründung eines Filialvereins in unserer Gemeinde und Umgegend versuchte. Herr Munk hielt zu.diesem Zwecke am vertiossenen |סבי in dem Verein הברת יוסד* תודה, der meistens aus jungen Leuten besteht, über dieses Tema eine dringliche Ansprache an die Anwesenden, worin er ihnen die Wichtigkeit der Sache warm ans Herz legte, und indlcm er die Heiligkeit des סכת קורס in rechtsinniger Weise mit dem Inhalt

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