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Der Sabbath · 1908-08-01 · 8 (8.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
8 (1908)
Issue
8 (8.1908)
Date
1908-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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50 Der Sabbath. weil מד.דםיך ודה־יגיך דדיך •צאו! (Beiläufig sei bemerkt, dass tes im Psalm לדוד ג־וך deswegen לקרב ואצבעחי 'T ,ךלהמד|* heisst, weil קדג den Kampf in der Nähe, den Faust• ka.ro p f bedeutet, daher ידי; während מלהמה die Schlacht g^gen die« von aussen anräckende Streitmacht bedeutet, <1&11(£.1|אצ£עץ für die Geschicklichkeit im Pfeilabschiesen un(F®^erwerfen!) Die נחמה besteht darin, dass Männer erstehen, welche das Banner des Judentums hochbalten und trotz aller Stürme fest und unerschütterlich bleiben! Unser oben geschildeter Jüngling ist ja auch treu geblieben und als Sieger im Kampf gegen die Versuchung hervorgegangen, daher וימחקו דדים. Allein da heisst es im Nachsatz ויאמד אם שדוע תשדע לקול ד׳ ונו׳. Du hast ja auf!Ke Stimme Gottes in deinem Herzen gehört und bist 4pht abtrüiyiig geworden; aber es genügt nicht Nationalf judejziu bleiben, sondern והאזנח למצוחיו du musst auch den rejj^iösfen Geboten ein Ohr leihen und sie genau beobsowohl die .מצור, welche wir als unserem Wohlangeordnet begreifen und uns erklären können, B. שבח oder die Speisegesetze) als auch die הקים, ieinbar unverständlich sind. In קהלת heisst es letzten Vers שוף דגי ... את האלקים ... ואח מצוח־ו שדו־ נ־ לד :] , weil man dadurch erst zum ganzen ^n wird. Denn alle diese regeln das Leben und ^n eine prophylaktische ,יפואד . Das zügellose Leben der^Mgypte'r hat ihnen —die Israeliten kamen ja eben vopjfdftrther und kannten es ja aus Erfahrung — alle bös$r($Kxankheiten gebracht. Israel aber soll durch die מצית jflpvor bewahrt werden. Denn גי אני ד׳ רופאך. Hier identfieiert quasi der Allgütige mit der!,קודשא^סס נ— היא ויד+״ו' חד. Ich, das heisst, meine Lehre ist dein ArztI!Denn die .חו־ד ist ein םם חיים, eine Droge, dielebenerhaB-ahd. wirkt, weil דיניה ד־גי נעם וגל נתיבותיה שלים ihre Wege fsTnlr die Wege des Wohlergehens und ihre Pfade führen' Am Frieden!“ "M. H.! Lassen Sie mich einen Rückblick auf den von uris zurückgelegten, etwas mühevollen Weg werfen, und uns die einzelnen Etappen kurz ins Gedächtnis zurückrufen. Wir sind ausgegangen von der Frage nach der Geniessbarmachung unbrauchbaren Wassers in der Bibel, haben die Rolle der Holzkohle als Filter hervorgehoben. Zu der Heilung ägyptischer Krankheiten übergehend, haben wir behufs Erklärung des logischen Zusammenhangs zwischen Vorder- und Nachsatz einen Jüng- .ling hervorgezaubert, an dessen Lebensgang wir dann die Wichtigkeit der ,חו־ד gezeigt. Wir haben unseren Jünglingjjrf allen seinen Irr- und Wirrgängen begleitet, haben möPThm Freude und Leid geteilt, bis er als Sieger an der •tation שלום angelangt ist. Möchte doch jeder irrende Jüngling daselbst anlangen! Und dann שלום וב־גד, יה• לנו ולגל יש־אל ע־ העולש! Die Sonntagsruhefrage. 1. Sonntagsruhe und Hausierhandel. bie Bestrebungen, die Sonntagsruhe für die Detail-' gesch&fte noch weiter als bisher auszudehnen, rufen in Klein7 and Landstädten grosse Beunruhigung hervor. Es ist zweifellos, dass diesen Geschäften die ländliche Kundschaft genommen wird, sobald der Einkauf am Sonntag Nachmittag unmöglich gemacht wird.' j Bisher, so wird der ״Arbeitsmarktkorrespondenz“ aus einer Kleinstadt geschrieben, ״war es der ländlichen Kundschaft zwar nicht bequem, aber immerhin noch mög• lieh gemacht, des Sonntags ihre Einkäufe in der nächsten Stadt zu besorgen. Eine weitere Ausdehnung der Sonntagsruhe würde aber den Leuten auf dem Lande nicht mehr die nötige Zeit lassen, ihre Bedürfnisse in der Stadt zu decken. Für die Großstädte und auch für die Mehrzahl der Mittelstädte liegen die Verhältnisse wesentlieh anders. Hier haben die Konsumenten die ganze Woche über, die Arbeiter und Arbeiterfrauen wenigstens des Abends Zeit, ihre Besorgungen zu machen. Die volle Sonntagsruhe liesse sich hier für die Mehrzahl der Detailgeschäfte durchführen, ohne dass die Käufer oder Verkäufer beeinträchtigt würden. Wer in der Woche seine Waren nicht eingekauft hat, der hätte es sich selbst zuzuschreiben, wenn er des Sonntags in Verlegenheit käme. Die Verkäufer würden aber an Waren während der sechs Werktage ebensoviel absetzen, wie in sieben Tagen. unter Einschluss der Verkaufszeit am Sonntag. Wenn valso Gross- und Mittelstädte aus ihren Verhältnissen heraus den Geschäftsverkehr am Sonntag noch weiter einschränken wollen, so ist dies Bestreben durchaus verständlich und gerechtfertigt Verkehrt ist es aber, unter Verkemiung der Verhältnisse des platten Landes, Forderungen, die für die Großstädter passen, verallgemeinem zu wollen. In der Großstadt ist der Konsumentenkreis örtlich so zusammengedrängt, dass für den Wareneinkauf wenig Zeit verloren geht. Die Einwohner kleiner Dörfer aber können am Orte nur einen ganz geringen Teil ihrer Lebensbedürfnisse decken; sie müssen sich vielmehr in der benachbarten Land- oder Kleinstadt mit sehr vielen Dingen, namentlich Kleidern, Schuhen, Hüten usw. versorgen. In der Woche, können sie aber nicht zur Stadt gehen oder fahren, sonst versäumen sie ihre Arbeit; sie müssen also den arbeitsfreien Sonntag benutzen, um Besorgungen zu machen. Der Sonntag ist daher für die Ladengeschäfte der Kleinstadt ein mehr oder weniger flotter Verkaufstag, der fast ausschliesslich der Landkundschaft zugute kommt. Bei schlechtem Wetter oder wenn die Arbeit in der Landwirtschaft sehr drängt, ist das Sonntagsgeschäft gering, umso lebhafter aber an Sonn- und Feiertagen, wo das Landvolk Zeit hat und das Wetter den Marsch oder die Fahrt nach der Stadt begünstigt. Man könnte einwenden, dass die Landleute ja an den üblichen Markttagen, wo sie ihre kleinen land Wirtschaftliehen Erzeugnisse in den Städten absetzen, ihre Einkäufe besorgen könnten. Wenn nur die Landleute heute noch so zahlreich auf die kleinen Märkte kämen wie früher! Auch auf dem Lande rechnet man heute mehr mit der Zeit als-früher. Seitdem auf den Dörfern Genossenschäften gebildet worden sind, um Butter, Eier, Käse, Milch, Gemüse, Obst usw. gemeinsam abzusetzen, geht nicht mehr der einzelne Produzent mit seiner Ware auf den Markt, sondern die Genossenschaft besorgt den Vertrieb für alle. Das ist billiger und erfordert weniger Personal als in früherer Zeit. Durch diesen Umschwung der Verhältnisse kommt der Bauer oder vielmehr die Bauersfrau nicht mehr in der Woche regelmässig zur Stadt. So wird es also durch eine weitere Ausdehnung der Sonntagsruhe den Konsumenten auf dem platten Lande unmöglich gemacht, ihre Wareneinkäufe ausserhalb der Arbeitszeit zu besorgen. Was würde die Folge eines solchen Eingriffes der Gesetzgebung sein? Die Konsumenten auf dem platten Lande müssen nach wie vor die zum Leben nötigen Waren einkaufen können. Lässt man ihnen nicht die Möglichkeit, selbst nach der Stadt zu

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