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Der Sabbath · 1908-05-01 · 5 (5.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
8 (1908)
Issue
5 (5.1908)
Date
1908-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der Sabbath ־ 35 ׳ die absolute Majorität erhalten, dann findet Stichwahl zwischen zwei Kandidaten statt, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt haben. Bei Gleichheit der Stimmen, wird es angesehen, als ob der Aeltere die meisten Stimmen erhalten hat. § 12. Ausser den in den vorherstehenden §§ angeführten, sind die Funktionen des Vorstandes folgende: a) Vertretung der Vereinigung sowohl innerhalb als ausserhalb des Landes, b) Geldangelegenheiten, c) das Einsetzen von Untercommissioneh und t'orrespondenten, d) das Anstellen von Beamten und das' Hegeln ihrer instruktionen, Jt'S das Anlegen und Unterhalten einer Liste, und ferner alle Geseifte, die in weitestem Sinne unter §§ 1—4 dieser Statuten fallen. S 13. Innerhalb dreier Jahre tritt' der gesamte Vorstand ab, und ׳ zwar so, dass in!edern ersten und zweiten Jahre zwei, und im dritten Jahre drei Mitglieder abtreten, unfl zwar geschieht dies durch Auslosung nach jeder Neuwahl, jedoch mit der Bedingung, dass der Präsident und der Schriftführer nicht in demselben Jahre abtreten. Die Abtretenden sind jederzeit wieder wählbar. § ld. Jährlich wird im Monat Januar (Tebeth oder Scbewatk) eine allgemeine Versammlung abgehalten, in der der Vorstand eintn Berieht giebt über seine Verwaltung, Rechnung und Verantwortung abiegt über seine Geschäfte, und in der die nötigen Neuwahlen atgehalten werden, in dieser Versammlung wird ferner eine Komihission von 3 Leuten ernannt, für die Kontrolle über die Kasse und Leitung des folgenden Geschäftsjahres. Sie kontrolliert die Kasse in einer Vorstandssitzung, die der jährlichep allgemeinen Versammlung vorausgeht, und gibt in dieser Versammlung Bericht über ihre Unter- Buchung. § 1B. Der zu kapitalisierende Besitz der Vereinigung wird angelegt in niederländischen Werten; überflüssiges Kassengeld über einen Betrag von 150 G. wird durch den Kassierer auf den Namen der Vereinigung bei einer durch den Vorstand anzuweisenden Stelle hinterlegt. Für alle nicht persönlichen Bezahlungen über einen Betrag von 2ö G. ist die schriftliche Zustimmung des Vorsitzenden nötig. S 16■ Dnrch besonderes Reglement werden alle ferneren Bestimmungen betreffend bosondere Festsetzungen, Verwaltungs- und allgemeine Versammlungen, beigeordnete Kommissionen, Unterkommissionen, Korrespondenten etc. festgesetzt. Dieses Reglement wird durch' den Vorstand entworfen und in einer gemeinsamen Versammlung des Vorstandes mit zehn durch die Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern festgesetzt. § 17. Aenderungen in diesen Statuten können allein stattfinden in einer allgemeinen Versammlung besucht von mindestens 50 Mitgliedern mit der abgegebenen Stimmen. Die betreffenden Abänderungen müssen mindestens 8 Tage vor der Verhandlung zur Kenptnis der Mitglieder gebracht werden. Sind bei der ersten Versammlung die nötige Anzahl Mitglieder nicht anwesend, dann wird innerhalb 14 Tagen eine zweite Versammlung einberufen, die in jedem /Falle mit •/, der Stimmen über die in Aussicht genommene Aenqgrung be- 8chlie8sen könnte. § 18. Wo in diesen Statuten von Sabbath die Rede ist, werden darunter auch die israelitischen Festtage verstanden. § 19•' Fälle, die in diesem Statut nicht vorhergesehen sind, weiden dem Beschluss des Vorstandes überlassen: § 20. Solange zehn Mitglieder vorhanden sind, soll die Vereinigung nicht aufgelöst werden können. Bei eventueller Auilösung der Vereinigung gehen die Gelder und der Besitz, nachdem alle Verpflichtungen erledigt wurden, an eine durch die letzte allgemeine Ver- Sammlung zu bestimmende Vereinigung oder Stiftung von Jüdischreligiöser Bestimmung über. Diese Statuten tieten in Kraft an dem Tag, an dem die königliche Bestätigung eintrifft. Verbindlich für die Zeit von 29 Jahren 6 Monaten, beginnend mit dem 18. Januar 18t6׳. Festgestellt in der allgemeinen Versammlung von Dienstag, 8. Nissan 5656. 17. März 1896 Verbands-Nachrichten. - Baisingen. Am 2. Mai fand eine Versammlung des ,Verbandes der Sabbathfreunde“ statt, die sehr stark besucht war. Die Versammlung wurde vom 2. Vorsitzenden, Herrn Max Kahn, in! Vertretung des verhinderten ersten Vorsitzenden, Herrn Lehrer) Strassburger, eröffnet und Herr Dr. Alfred K a h n, Baisingen, hielt ein belehrendes und mit grossem Beifall aufgenommenes! Referat über die Psalmen, in welchem er auf den kostbaren Schatz,! den wir in Thehilim haben, und auf die dringende Pflicht, sich mit unserem heiligen Schrifttum zu beschäftigen, hin wies. An der Diskussion beteiligten sich Herr L. Kuhn und Rabb. Dr. Kahn, Ksslin-■ geu, Der letztere wies darauf hin, wie die Psalmen Gemeingut der״' ganzen zivilisierten Welt wurden und wie überall neues Leben die jüdischen Kreise durclidringe, das in den Organisationen wie ,Freie; Vereinigung lür die Interessen des orthodoxen Judentums‘, ,Ver-1 ' band der Sabbathfreunde“ etc..seinen Ausdruck findet, wie selbst inj den der Orthodosie fernstehenden Kreisen, wie ,Hilfsverein der, Deutschen Juden“, - Lotten usw. immer mehr die Tatsache zuln! Durchbruche kommt, dass nur durch die Rückkehr zum orthodoxen י Judentum das Judentum erhalten werden kann, und dass das Nicht-' erfüllen der Gebote im Laufe der Generationen zum Abfall, zu Mischehen, zur Taufe führen'würde. — Mit einem schönen Schluss-! Worte endigte die glänzend verlaufene Versammlung. j Wiesbaden, 15. April. Gestern veranstaltete die hiesige Ortsgruppe einen Diskussionsabend, in welchem unser sehr geehrtes Mitglied, Herr Dr. med. Rainer, über das Thema: ,Zwei medizinisch-1 hygienische Fragen aus der Bibel“, einen sehr lehrreichen Vortrag hielt, der allgemeinen Beifall ״fand. Auch an dieser Steile sei dem Referenten nochmals unser Dank für seine Darlegungen ausgesprochen׳ ׳ dem Inhalt der Reile, die wir den anderen Ortsgruppen nicht vor-' enthalten möchten, werden wir, — die Erlaubnis des Redners müssen i wir noch einholcn — vielleicht in einer der nächsten Nummern znm Abdruck bringen. Im Anschluss an den Vortrag fand eine lebhafte Diskussion statt und wurde die anregende Versammlung erst gegen Mitternacht geschlossen. Filehne, im März. Die Beiträge der hiesigen Ortsgruppe haben in dankenswerter Weise zwei Damen. Frl. Franziska IH11-1 i p p und Frl. Hertha Abraham eingesammelt. Filehne, 4. April. Vor kurzem fand hier die Generalversaiumlung der Ortsgruppe statt. Herr Rabbiner Dr. M. L. Bamberger- Schünlanke führte in einem inhaltsreichen und sehr durchdachten Referat die Bedeutung des Sabbats nach der religiösen und sozialen Seite hin lichtvoll aus. Sodann berichtete der. Vorsitzende über den Verlauf des Delegiertentages, die Gründung des Kreditinstitutes und betonte, dass es mit zu dbn vornehmsten Aufgaben des Verbandes gehöre, die Landgemeinden in ihrer Existenz zu sichern. Er stattete dem Redner des Abends, sowie den beiden Ehrendamen des Vereins Frl. Frenze Philipp und FrL Hertha Abraham herzlichsten Dank für ihre bewährten Leistungen ab. Zum Schluss nahm flie Versammlung einstimmig die Resolution an, dass das laufende Einkommen des Verbandes mindestens zur Hälfte der Landgemeinden zugute kommen müsse. ן Kippenheim i. Baden, 5. Febiuar. Auf Veranlassung der Ortsgruppe Vreiburg i. Baden fand am Sonntag, den 2. Februar hier eine Versammlung zur Gründung einer Ortsgruppe statt. Nach Er- Öffnung derselben durch Herrn Max Wachenheim er behandelte Herr א. E p s t e i n - Freiburg, in klarer und überzeugender Weise' die Bedeutung des Sabbaths von der wirtschaftlichen Seite und erwähnte ferner, dass der ,Verband!der Sabbathfreunde“ mit Erfolg u. A. in Bayern und Posen bemüht war, für die gesetzestreuen Juden zu erwirken, dass ihnen am Sonntag einige Stunden zur Arbeit■ freigegeben würden! Ebenso wirkte der Verband dahin, dass indem z. Z. dem Bundesrat vorliegenden Gesetz für die Sonntagsruhe Absuahmebestimmungen für diejenigen Juden, welche den Sabbath noch streng beobachten, festgelegt würden! Unsre Zukunft für die Jugend! Und so richtete der Redner einen warmen Appell an die Anwesenden{ die Jugenderziehung in religiöse Bahnen zu leiten. Er hoffe, dass es in der bekannt religiösen Gemeinde Kippenheim, ebenso wie in Freiburg, Ihringen, Sulzburg, Müllheim gelingen werde, eine Ortsgruppe d. V. d. S. zu begründen und eine stattliche Anzahl Mitglieder zu gewinnen! Reicher -Beifall lohnte den Redner! — Herr J. Bloch-Dreyfuss sprach dann zündende Worte zur Wiederbelebnng des Sabbathgedankens, er bekräftigte dtese durch eine Reihe von Stellen aus der Thora; er richtete aus innerster Ueberzeugnng ernste und ermahnende Worte an die Versammelten. Sein reiches Wissen in jüd. Dingen befähigte den Redner in glänzender , Weise die Bedeutung des Sabbaths in religiöser Beziehung zu be-) handeln, sodass die Versammlung demselben nach Schluss der Rede: sehr beifällig ■2ustimmte. An der darauffolgenden lebhaften Discussion beteilig’ en sich die Herren Julius und Max Wachenh e i m e r, Herr Emil Weil, Herr Julius W c r t h e i in e r-Kippenheim, die Herren J. B1 ochi-Drey fuss und t־im. Epstein-Freiburgt Nachdem Herr G. H i rs c h b e r g Freiburg noch ausführlich die

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