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Der Sabbath · 1907-09-01 · 9 (9.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Sabbath
Volume
7 (1907)
Issue
9 (9.1907)
Date
1907-09-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Der Sabbath. 55 ני!׳*•; יעראל אנודה אחת מיד ננאלח (ידקוע «ם«ינ•) vermitteln und für die heilige Sachs werben sollte. So erschien, als Beiläge zum ,Israelit“, der schon bis dahin, wie wir sahen, die Sache des ־ שומר, שבח Vereins zu der seinigen gemacht hatte, die Zeitschrift ״Der Sabbat-Verein*; wie der Kopf besagt, ״für’s Erste in zwanglosen Blättern“. Eine getreue Reproduktion dieser Zeitschrift zeigt nun unser Bild in Nummer 1. Zum ersten Male erschien das Blatt als Beilage zu Nummer 19 des ,Israelit* vom Jahre 1867. Ihr folgten dann noch Beilagen zu Nr. 26, Nr 31, Nr. 34 und ^Nr. 47; im Ganzen also, soweit wir festzustellen vermochten, 5 Nummern. In den Stürmen der politisch so überaus bewegten folgenden Jahre scheint der Sabbath-Verein und mit ihm sein Organ zu Grunde gegangen zu sein. Unsere Reproduktion ist nach einem, im Besitze der hiesigen Rabbinerseminar- Bibliothek befindliehen Exemplar angefertigt. Freunde unseres Blattes, die über den Besitz einzelner Nummern oder der ganzen Serie verfügen, oder die über die ■ . weiteren Schicksale des Vereins uns etwas mitzuteilen vermöchten, bitten wir herzlich uns. Nachricht zu geben. — Wir werden aus dem Inhalte des ״SabbatVereins* noch manche, beachtenswerten Stücke Wiederabdrucken. Bild Nr. 2 zeigt zum Unterschiede, eine Zeitgenossin. Das ,Sabbath Journal“ (שבח זשורנאל) ist das Organ der ,Sabbath Co-operative Association“ (חברת חובבי שבח), die genau die gleiche Ziele verfolgt, wie unser ״Verband“ und mit unserem geschäftsführenden Ausschüsse auch in II. עיעלז ובי.יב דעביע• ר״עבית נ *ג •-ב) nzv! ’ - PubÜAhed by (he Sabbath Co-operative Association. Copyright iqo5 עדשיינט מאנאמליך א־ן אידיש. חעס־ויא־ש און הננליש. דערדס נק;מנעז ps דיא שבת אונטערשפיצונג פעראייז רעראקשי־ט פין צ• י• מריא אפים 255 דיורויאן כשרים. גייארק. geschäftlicher Verbindung zum Erfahrungenaustausch u. dgl. steht. An der Spitze der ״Association“ stehen Herr Rabb. Dr. Klein (Ehrenpräses), Rabh. Dr. Draclimann (Präses), Herr J. H. Luria (Sekretär) und zahlreiche andere, angesehene Mänaer NeW-Yorks, wo der Sitz der Vereinigung ist. Näheres über Art und bisherige Tätigkeit derselben werden wir in unserer nächsten Nummer אי״ה berichten. Unsere Zukunftsaufgaben! Von Max Neuberger, Berlin. III. In einer kürzlich erschienen Flugschrift des Centralverbandes der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands betitelt: ,Der Kampf um die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe* ist als besonders wichtiger Gesichtspunkt für die Ausgestaltung der Sonntagsruhe zu einer vollständigen und durch Reicbsgesetz geregelten der folgende hervorgehoben: ,Die Sonntagsruhe ist notwendig aus allgemeinen kulturellen Gründen. Wenn dem Angestellten nur die geringe tägliche Ruhezeit bleibt, ist es ihm unmöglich, seinen Pdichten gegen die Familie uachzukommen, seine berufliche und allgemeine Bildung weiter zu fördern und seine geistigen und kulturellen Bedürfnisse zu befriedigen . . . .“ Was hier als Empfindung weiter nichtjüdischer Kreise für die Notwendigkeit des arbeitsfreien wöchentlichen Ruhetages zum Ausdrucke gebracht wird, sollte doch zum Mindesten von unserem Kreise, der einen Ruhetag in der grösstmöglichsten Totalität des Gedankens besitzt, zur Verwirklichung gebracht werden! Geistige und kulturelle Bedürfnisse befriedigen, heisst aber für den sabbathtreuen Juden nichts anderes als ,Lernen“, das Thorastudium pflegen und sich in seine Gedankenwelt flüchten, in der er Geistestätigkeit und Kulturentwicklung begreift an ,dem Massstabe überkommener jüdischer Weltbetrachtung zu messen. ,Lernen und Lehren“ das sind die beiden Pole, um die sich die jüdische Gedankenwelt dreht, und wie es des ♦ Israelvolkes Bestimmung ist, Lehrmeister der Völker zu sein, so ist es Beruf eines jeden Einzelnen seiner Glieder im Kreise der Seinen lehrend zu wirken. Aber sagen denn nicht schon unsere alten Weisen לא הביש; למד ולא הקפדי מלמד, dass dem Lernen und dem Lehren Grenzen gezogen sind? ,DerZaghafte wird nicht lernen und der Reizbare nicht lehren können“ heisst es doch schon in diesem alten Weisheitsworte. Erst unsere Zeit ist zu einer falschen Auffassung dieser Tendenz gelangt. Unsere Zeit mit־ ihrem Egoismus, mit ihrer Ueberschätzung der Einzrlpepsönlichkeit hat die Unterschätzung der Einzelleistung hervorgebracht. Weil wir Menschen sehen, die auf •pwisscftrGebieten schöpferisch tätig sind und es ihnen Dreht gleichtun können, nicht auch imstande sind einer ganzen Welt neue Wege zu ebnen, glauben wir uns schwach und lahm und unfähig dem Mitbruder etwas zu leisten. Hört man es nicht täglich: ,Ich habe ja keine Vorkenninisse, wie sollte ich Thora, Mischna, Talmud lernen können,“ oder ,Zur Lelnc tätigkeit habe ich keine Begabung,: ich bin zu nervös“ und wie die selbstgefälligen Bemäntelungen sonst alle heissen! ■ Das wollten unsere Mischuahlehrer mit ihrem Weisheitsworte nicht bekräftigen! Nein! Das Gegenteil sollte damit gesagt sein. Schämst Du Dich Deine Unwissenheit 'zu gestehen, so lege diese falsche Scham ab und sage Dir, dass die grösste Torheit in der Unterwerfung unter solche vorgefasste . Umwandlungen besteht. Sieh das grosse Ziel vor Augen, dem Du Deine Bequemlichkeit und Indolenz opfern sollst, und Du wirst dieses Opfer auch bringen können. Wer hat es nicht schon selbst erlebt und es tief bedauert, dass er Väter und Mütter vor den

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