Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 7 (1907)
- Issue
- 3 (3.1907)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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13 Der Sabbath. עול;.של תדדה befreit. Ich muss hier die tief betrübende Tatsache aussprechen, dass dort das Gros unserer osteuropäischen Brüder den Sabbath entweiht. Es ist heschämend, jfu sehen wie die lausende jüdischer Arbeiter 111141 lian^vvf!!' י und noch fast durchweg leichten Herzens ihr kostt ars .Heinod dahingebeni Unser alter Erbfehler זשנ!ן יש־רן ויבעט£;hier zeigt er sirh wieder einmal zur Evidenz in ers^ureckemter A'acktbeit. Wenn auch zugegelten sei, ‘ dass׳‘ein natürlich nicht jzu bemessender Bruchteil dieser Leute durch Brotnot zum הלול שבת getrieben wkd, so ist doch der Ausfall für (las Judentum und die übrigep Folgen, davon nicht minder gross. Eine sich jüdisch Rennende Institution ~ 1m Eeast (ein grösstenteils vqnf osteuropäischen Juden bpwohntes Viertel), das ״Pavillon-Theater* verkauft Freitag Abend und שבת .Mittag Billete und- Sonstiges, welches Handeln noch davon übertroffen wiwtDd&Sä zuweilen auf der Bühne verbotene Arbeiten verrichtet werden .und so im besten? Sinne des Worte« ,בב־דש־א■»vjליל ״" geübt wird. In der nicht lang geschlossenen jüdischen Ausstellung konnte man das erbauliche ־Spiel beobachten, wie sich'Alt und Jung am שבת■ Urogramme einkaulteu, in welchem Fall die Ausstellungsleitung iiitjht.von dem Vorwurf befreit werden kann gegen das Verbot ללב•;־ ע—'לא תתן דבש־ל gefehlt zu haben. Es ist -mir gesagt worden, dass der grösste Teil des Personals der zionistischen ^Je'wish Colonial-Bank־ nicht auf שבת קדש sieht, was doch bei eiiiöm so ausgesprochen jüdischen Institut nicht sein sollte und von den hier Emtluss besitzenden liesetzestreueu nicht zugegeben werden dürlte und begnüge ich-mich hier auh meinen Ariikel ״Eine Mahnung“ 111 So. J Jahrgang l'JUti dieser Zeitschrift zu verweisen. Es kann . in Bezug auf die ^abbathbeobachtung ריב לתר־לת noch schlimmer werden, w׳em! sich d i e Kreise, die es angeht, nicht bald aut ihre Pflicht besinnen, dieser schlimmsten Art$ aer Zersetzung des •Judentums einen Damm entgegen zu»;setzen. Der erste Schritt wäre wie bei uns zu Lande *ie Centralisirung der noch reichlich vorhandenen Kräfte■ aiizubalinen, da diesem Uebel gegenüber der Eiuzeliie, und sei er noch so starker Tatkraft, machtlos ist. Was bei uns möglich, kann im freien England erst recht erreicht werden, wenn nur nicht die Hände müssig 111 den;Schoss gehalten werden. Jüngst konnte mau bereits in lesen, wfelches, London״abge Arbeit weiter wenn ilie. B.e würde. 4)־׳<bei jüd. Zeitungen von einem ״Meeting“ dem Thema ״die Sabbathruhe“ in > unle. Leider hat man von praktischer gehört und es wäre tief bedauerlich, in ihrem Anfangsstadium verflachen zu bedenken, dass bei der jetzigen lioe1ale1j״wgieruug bezüglich der Sonntagsruhe und deren zulässiger Unterbrechung entschieden mehr als bei uns zu erreichen ist. So hat eine zu diesem Behüte eingesetzte Kgl.־ Enquete ־ Commission in wenn auch für uns nicht.völlig befriedigendem Sinne, so׳ doch in wohlwollender Weise Bericnt erstauet. Also auf zum Handeln für die heilige *Sache und der Lohn in Gestalt von Erfolgen wird m. G. H. nicht ausbleibeu. * ns Aus vergilbten Blättern. VIII. E. B. Berlin, 1. Februar. In der folgenden'Nummer (14) giebt die Redaktion les ״^sraelit* einen kurzen, aber lesenswerten Ueberblick iber den Erfolg, den der Aufruf zur Gründung eines ״Vereins zur .Förderung und Conservirung des religiösen Bebens* bis dahin gezeitigt hatte. Es heisst da: ״Die iu diesen Blättern veröffentlichten Aufrufe zur Gründung eines .שמדי שכי־-Vereins haben nicht verfehlt, in den weitesten Kreisen Aufsehen־ zu erregen und Zustimmung zu linden. So hat z. B. in London Herr L)r. Adler sofort nach dem tirUretteii der Nr. 8, welche den Impuls ■ zu dieser, wir möchten sagen liebcnifruge des jüdischen Lebens enthielt, eine höchst gelungene Bede m der grossen Synagoge zu Leu- Jon gehalten, in welcher er die englischen Israeliten zur ,Beleiligung au dem in England zu errichtenden Sabbat vereine aufforlert. Den dortigen Veruältuisstu angemessen, soll zunächst dahin gestrebt werden, jüdischen Geschäftslehrfugeu und Commis Stellen zu verschaffen, bei Welchen sie der heiligen Keligiou. Israels treu tdeihen konuen, wie dieses ursprünglich 1m ״Israelit“ beabsichtigt «urde. Alsdann soll der Verein aut christliche Arbeitgeber dahin zu wirken suchen,-dass sie nicht mehr, wie seither, ihre Arbeiten am Samstag Verteilen und das Gefertigte all diesem Tage zuruekuehuien, sondern sie seilen eben einen anderen l ag Uer W oche dazu bestimmen. Die begeisterten H orte des allverehrlen Babbiuers machten grossen Ein- 1 druck auf alle Anwesenden, so dass inan der baldigen Cunstituirung eines solchen Vereines eutgcgcusckcn durl “;. ושמי• ם*'1"• יי• ידע ״Uamagid“ bringt iu seiner jüngsten Nummer einen Leitartikel ' aber die drei Aulsatze, uie der ״ksruein ־ tur die Gründling eines solchen Vereins brachte. Nachdem unser gelehrter Freund, Herr Ketlakteur .־'dberuianu, die Verschiedenen V orschläge aufgezählt, kommt er zu folgendem Besinnt-: 1 Leberliussig wäre es, über die Wichtigkeit dieser Sache noch ein Wort zu verlieren; es unterliegt durchaus keinem Zweifel, dass, wenn solche Vereine iu Israel gegründet werden, daraus eine uner-! inesslicüe W ohltat entstehen werde. Wie gross und schrecklich ist nicht neieits jetzt die Bresche, die durch die Entweihung des Sabbaths iu ׳las Beiigionsgekäude Israels geschossen : Ja, der Wocheumarkt am Samstag, der!.instand, dass ־ju leche Jünglinge bei (1er Erlernung des Gescbalts in irreligiöse Hauser kommen, das sind leider die Ursacbeu, dass so viele unter »len Israeliten Deutschlands so weit gesummen sind, d.. s sie alles Heilige verspotten, dass ihnen die Gottesgebulc gleichgültig geworden, ja dass sie ehrlos genug sind, über diejenigen zu sputlelu, die den Versuchungen mit der Luarakterstärse 111 den Heg treten, welche die echte Gottesfurcht dei 1 jüdischen äiamie veneint! 0 wie traurig stände es um uns, wen wir uns ׳las Ueiligc und hehre Bundeszcidieu, das zwischen Israel und seinem Gott bestellt, wenn wir uus den Sabbat entwenden lie.-neii : Harum sollten grade wir uus schämen den ernsten Kampf, aulzuuehmen, wenn es gilt, das köstlichste i'alladium unserer Beligion zu verteidigen, wenn wir doch sehen, wie Andersgläubige mit aller Euergie tur die Beobachtung , ihres wöchentlichen Buhetages nultielen. Welche Jtasseupetiliuueii weiden grade jetzt in England eiugereiciit, 111 ׳tenen strenge -lutiegeselze tur den Sonntag verlangt werden. Harum suileu wir da zurucktreleu'! sind doch G. s. D. die Zeiten vorüber, in denen inan me Juden beleiudcte, weil sie ihrem ׳jiwubcn treu blieueu! »eben «loch die Fürsten und Volker Europa’s ein, dass mau ein ganz guter Staatsbürger sein könne, ohne dass man dazu ein schlechter Jude zu sein braucht. Wenn wir an dem Autschwuug der v olker. in Kuusleu und Wissenschaften Teil uehmen, so kann es inuen ja ganz gl.ickgiliig sein, was wir für uns luu oder lassen. Darum muss der waüre Jehudi, der sein Volk uud seine heiligt? Beligiun liebt, sieh dieser so wichtigen Sache mit allem Eifer bemächtigen. Wir stimmen also vollständig mit allen Vorschlagen der erwähnten Herren im ״Israelit" uberein, nur wünschen wir, dass Alle zu eiuem starken Ganzen sich vereinigen, dass sowohl die Juden Oesterreichs als die Deutschlands einem einzigen Vereine beitreleu mögen, der alsdann seine Tätigkeit nach allen Seiten hin entwickeln Konnte, wie dieses der Bedäkteur des ״Israelit״ mit richtigem l'acte bemerkt, und alsdann wird die Sache mit der Hilfe Gottes auch zu stand-״■ Kommen zum H ohlc Israels uud zum ewigeu Euhrne aller Beteiligten. .דד:. Wir erhalten noch mehrere Zuschriften, von denen wir heute aus Mangel an Baum nur eine folgen lassen : ״Zu meiner grossen Freuiceutuehiue n־u den jüngsten Nummern des ״Israelit“, dass der vou meinem liehen Sohne Hirsch projectirtc Sabbathverein bereits solchen Anklang lindet, dass man d׳:ssen Zustandekommen erwarten darf. Es wird dieses ein Erfolg sei 11, den der ״Israelit* zu seinen schönsten und herrlichsten zähle!! darf. Ich schätze mich glücklich, Ew. Ehrwurden nniteiien zu können, dass meine Bestrebungen dahier, tur diesen Verein Mitglieder zu werbeu, nickt ohne Erfolg waren. Mehrere hiesige Gemeiudeinitglieder und selbst auswärtige Geschäftsfreunde haben mir ihren Beitritt versprochen, unji werde ich nicht säumen, deren Namen sowie ihren Jahresbeitrag ejnzuscnicken, sobald ein (,'entralcoinitö sich constituirt haben wird. —! Beifolgend erhalteu sie einen Thaler von mir als Mitgliedsbeitrag für das erste V'treinsjahr. Empfangen Sie, geehrter Herr Dr.( die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung und Ergebenheit.“ Schlüchtern, den 25. März 1%7. Aron Grünebaum.