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Der Sabbath · 1907-01-01 · 1 & 2 (Jan.-Febr. 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
7 (1907)
Issue
1 & 2 (Jan.-Febr. 1907)
Date
1907-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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f' er Sabl at: ■erkennen wir, (lass von dein ges׳:h LftsfiiUreaden Ausschuss geradezu Hervorragendes geleistet worden ist und ihira gebährt unser Dank und der Dank aller, denen die (!eiligsten Interessen unserer Gegenwart am Herzen liegen. Ich beantrage, dem geschäftsfilhrenden Ausschuss Decliarge zu erteilen und bitte Sie alle, sich zur Bekräftigang Ihrer Anerkennung von den Sitzen zu erheben. Dr. K a h n - Esslingen schlägt vor, den seitherigen geschäftsfiihrendon Ausschuss per Acclamation wieilerzuwählen. Die Wahl erfolgt mit Ausnahme von Karger, <ler auf eine Wiederwahl verzichtet. An seiner Stelle wird auf Vorschlag des Vorsitzenden in gleicher Weise Herr Max Neu berget• gewählt. Der Vorsitzende: Es ist mir Bedürfnis. Her anregeudci, als eine Rc.ltc von mit dem S-ibbath in Zusammenhang stehenden Problemen, von denen such in Ihrem Blatte schon die Kode war, hier immer brennen ler v erden. Die Schwierigkeiten, die der Board of Guardians bei der l nterbringung der zahlreichen industriclleu Lehrlinge unter Wahrung des Sabbat 11s zu überwinden hat, die drohende Gesetzgebung über die Sonntagsruhe, die Grün- :TU Kober für seine freundlichen Worte der Anerkennung meinen herzlichen Dank auszusprechen. Ich darf seine Dankesworte Ilnen Allen voll und ganz zurück'eben. Vor vielen tausend fahren ist gegen unsere Ahneft ausgesprochen werdeu נ־פים הם נרפים על בן הס אוררים נלבו נזנהה לאלקינו und vor Jahrzehnten ist derselbe Vorwurf gegen die erhoben worden, die nach heiliger Vorschrift, den Sabbath halten wollten. Faulheit warf man ihnen vor, weil sie sich nicht mit dem einen Ruhetag begütigen wollten und nur fünf Tage der Arbeit widmeten. Wie unsere Väter in Aegypten habeu auch sie, unsere Eltern, diesen Vorwurf ruhig im Bewusstsein, «lass er Lüge ist, ertragen. Unserer DelegirtenVersammlung kann diesei* Vorwurf aber sicherlich nicht gemacht werden. AVir habeu in anstrengender Arbeit zusammen gesessen und heraten, dass die צנד־ת •עבה• ihren aken Platz wieder gewinne und die bange Furcht, die Angst vor dem, was der nächste Tag bringt, entfliehe. Dieser Angst entgegen zu wirken, und dem Vorwurf die Spitze abzubrechen, ist. das herrliche Ziel unseres Verbandes. Möge sich an ihm bewähren das göttliche Wort: ,ויהי נעם ד־ אלקינו עלינו רבו. Dr. Bamberger - llanau: Noch ein kurzes AVort. Ich danke im Namen aller für die freundliche Bewirtung, die uns durch die Ortsgruppe Berlin erzeigt worden ist. Wir danken Ihnen recht herzlich für die freundliche Aufnähme, die wir hier gefunden habeu und bitten Sie, den Süddeutschen Gelegenheit zu geben, Ihnen die Gastfreundschaft reichlich heimzuzahlen. Der Vorsitzende hat uns als Abschiedsgruss ein Wort zugerufen, mit dem wir dem scheidenden Sabbath das Geleite geben. Ich möchte daran anknüpfen, und unsere Tagung den ,Sabbath- Tag“ nennen. Gehen wir hinaus und zünden wir in unseren Ortsgruppen ein augenerleuchtendes uad herzerwärmendes Licht an, damit immer mehr und mehr wachse die Erkenntnis von der ganzen Grösse unserer Aufgabe. Jeder Zweifel wird schwinden, wenn wir dort berichten, was hier geleistet worden ist, seit Gründung des Verbandes. Lassen Sie ans noch einmal den soeben verklungenen Wunsch aussprechen und betätigen Sie •draussen diesen Entschluss durch Anwerbung neuer Kreise. ihtes. Ich hiitte niemals gedacht, Vereins eine derartige Anregung!alte dieselbe für eine doppelte Die lli rren ermutigen andere zur Entw׳eihang i e ihm selbst gleichgültig gegen- $1 )ntagus Ausführungen nisse soviel Interessantes, 1 werden verdienen. Es schmerzt mich sehr, sigte Sir Samuel, dass vor kurzem 1 in jüdischen Vereinen dafür agitit rt wurde, Lehrlinge in Geschälten ' unterzubringen, in denen sie atu Sabbath arbeiten müssen. Ein i Verein, der sich mit solchen Tendenzen identitiziert, stiftet meiner Meinung nach mehr Käses als G dass von Seiten eines jüdischen gegeben werden konnte, ich 1 Vcrsiin ligung.! des Sabbaths und zeigen, dass s übersteheu. [11 Bezug auf die Schwierigkeiten, die der Board of Guardians bei der Unterbringung von Lehrlingen tut 1 bei seinen industriellen i Bestrebung!}!! infolge der Beobachtung des Sabbaths bat, äussertc. | sich Montage folgendermasseii; ' ן . Es ist das alles nur eirie 'Geldfrage. \\reun der Board ן doppelt soviel Lehrgeld bezahlte als jetzt, wurde c־r leicht gefcig- 1 nete Stellen tinden. Mit seinen gegenwärtigen Mitteln konnte ׳ er allerdings dann nur für einte halb so grosse Zahl von Lehr-! lingen als bisher sorgen, aber das ist besser, als die zweifache ' Zahl in Stellen ohne Sabbathruhe unterzubringen. lieber diese Dinge ist in Zuschriften an die jüdischen Zeitungeu viel Uige- 1 reimtes gesagt worden, fn einer dieser Zuschriften fragte jemand, ob einer denn, wenn er am Sabbath arbeite, darum ein schlechterer Jude sei. Natürlich ist er ein schlechterer Jude. Ein anderer meinte, es sei besser den Sabbath zu entweihen, wenn man daj durch sich in den Stand setzen kann, jüdische Institutionen zu ן unterstützen. Wieder ein anderer glaubt törichterweise, die I jüdischen Geschäftsleute müssten nur ihren Angestellten clninso viel zahlen, wie die christlichen, daun wäre jede Entweihung! des Sabbaths aus der Welt geschafft.■ Es ist eine leere Behauptung, der ich widerspreche, dass jüdische l'uternDhmer ihren Leuten nicht dieselbe Bezahlung gewährten, wie die Christen. Die ,Trade Unioris“ würden dann schon dafür sorgen, dass!lies geschälte. Es ist absurd, dass zu derselben Zeit, da man die lateressen der jüdischen Gewerbetreibenden gegenüber der in Aussicht stehenden Gesetzgebung über die Sonntagsruhe zu schützen bemüht ist, dass zu derselben Zeit eine Agitation für die Unterbringung von Lehrlingen ohne Rücksichtnahme auf den Sabbath hervortritt. 1 Die mit der Sonntagsruhe-Frage befasste Pariameutskommission j machte bekanntlich in ihrem Bericht den Vorschlag, dass nur! die; am Sabbath geschlossenen Geschäfte die Befugnis haben sollten,! einen Teil des Sonntags offen zu halten. Ueber die Frage, ob ein« derartige Bestimmung qjne bessere Beobachtung des Sabbaths zur Folge haben werde, denkt Montage ziemlich' skeptisch. Montage äassert sich dann über seinen Vorschlag, dass Jaden, die am Sabbatl ruhen, die Stelle von in öffentlicher( Betrieben angestellten Christel am Sonntag versehen sollten. sich die striktere Wahrung des dies sind Erscheinungen, wvlche alle praktischen Vorschläge zur mpfänglich machen. So hat. die der Tagung des Verbandes der düng einer besonderen I.igt, die Sonntags zu fördern vorsetzt, das die jüdische öffeutliche Meinung fii Förderung des Sabbaths besonders ״Jevvish Worl P s;11 >11 gleich nach Sabbath [renn 10 auf die ia Dentschlanl auf diesem Gebiete geschalfeiten Einrichtungen hingewiesen utd der ,Jewish t'hronicle“ sendet nun neuerdings einen Vertreter zu tagu, um seine Meinung über d;.s euth iltcn!1 iss sie dein bekannten Sir Samuel Mon- Sabbathproblem“ zu hören, auch für die deutschen Verhält ausführlicher wiedergegeheu zu Ein Interview mit Sir Samuel Montagu Dem ,Israelit* wird aus London unterm 1. Februar geschrieben :ו Der Delegiertentag des Verbandes der Sabbathfreunde in Berlin hat hier die Aufmerksamkeit weiter. Kreise auf den Deutschen Sabbathverband und auf die seine Grundlage bildenden Versicberuags- und Stellenvermittluagsvereine gelenkt. Das Vorbild, das in •dieser Schöpfung auch für englische Verhältnisse liegt, wirkt umso Vor einigen Jahren, sagte Sir Samuel, regte sich bei fletp Staatssekretär des Postamts den! Gedanken an, jüdische Mädcheji anzustellen, die am Sabbath frei! haben würden und am Sonntag dafür ihre christlichen Kolleginnen vertreten müssten. Ich glaube, dass sich das machen lässt und es gilt natürlich auch für den Telephonbetrieb. Ich glaube, die Tendenz der Gesetzgebung ist meinem Vorschlag günstig. Die allgemeine Bewegung für die Beobachtung eines wöchentlichen Ruhetages zeigt, wie die üffentliehe Meinung über diese Dinge denkt. Man wird finden, dass es besser für die Juden, für die Gesellschaft und für jederinaua ist, dass den Leuten die Heiligung des Ruhetags, den ihre Religion vorsehreibt, erleichtert weqde.

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