Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 7 (1907)
- Issue
- 1 & 2 (Jan.-Febr. 1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Sabbath. stanzen suchen müssen. י— Dr. K a h 11-Esslinge.• empfiehlt gesonderte Besprechung der Punkte a und h. Den Antrag 1» halt er für sehr glücklich, aber schwer durchführbar.* Die, trockene Form der Aufführung der Gesetzes- Vorschriften über den Sabbath wird auf wenig Verständnis stossen, es müsste schon eine mehr feuillelonistisehe Bearbeitmig erfolgen. Auf jeden Kall ist bei einer solchen Veröffentlichung äusserste Vorsicht am Platze. Zur Verüffentliehung erscheint die Verbands-Zeitschriit am ireeignetsten. — Dr. H a nt b u r g e r-Breslau vais Referent) beweist, ah rlet^ Hand von Beispielen die Dringlichkeit der jÄifkJärung über die Schulgesetzgebung und empfiehlt den Antrag A zur Annahme. — In gleicher Weise sprechen sich die vom Vorsitzenden als Gäste begrüssten Rabbiner, Herren Dr. K0 11 n-Ansbach, Dr. Hirsch Hildesheimer Berlin, Dr. S i 1 b e r b e r g-Schrimm, Dr. M u 11 k- Berlin und Dr, L ö b - Emden aus. Enter besonderem Beifall wird der Vorschlag von Dr. M u 11 k aufgenommen, den Eltern klipp und Klar ausgearbeitete Formulare an die Hand ziueeben, die sie ohne langes Ueberlegen an die Schul voyMpide gelangen lassen können. — Nach kurzen, beistimipjS^n Aeusserungen des Vorsitzenden, Dr.' AI a1][n e s-Schwabach. Louis Kahn-Frankfurt a. M. gelangt Pu1?kt 4 mit beiden Anträgen zur Annahme. Pirn k t ti der Tagesordnung: Die Regelung der Stellen Vermittelung für Kautleute und Handwerker. H1*rzu A »yr a g Berlin: Der Delegirtentag wolle besrbl.t£s3e1V$ass es sämtlichen Ortsgruppen zur Aufgabe gemacht‘wird, die vorhandenen oder entstehenden Vakanzen in Geschäften, die am Sabbath geschlossen sind, stets sofort, sowoid dem ״escliäftsführenden Ausschuss in Berlin, als auch der Centrale für Stellenvermittelung in Frankfurt a. M. zu melden, ebenso den genannten Stellen die Namen f+tellungsuchender, besonders die Namen der Schüler vor ihrem Abgänge aus der Schule, die auf sabbathfreie Stellen reflektieren, aulzugeben. K o ff e 1־ - Breslau hält eine informatorische teiliguug des Verbandes bei der Stellenvermittelung angebraclii — Ciradenwitz - Berlin: Es handelt darum, die -Stellenvenmitelungsvereine mehr zu beschäftigeti. lltuptsäcblieh ist eine Stellenvermittelung für Lehrlinge ins Auge zu fassen. — L. K a,h n - Frankfurt empfiehlt Annahme des Antrages. — K @-b e r - Breslau : Die bereits bestehenden Steilenvermittelungsvereine leisten gev'Ls Gutes. Der Antrag Gradenwitz ist nicht erschöpfend. Er sollte erweitert werden n.it den Worten; .Dia lokale Stellenvermittelung für Lehrlinge ist eine besonders wichtige Aufgabe.* — Ire y hau- Breslau wünscht, •dass die Ortsgruppen die Namen der Lehrlinge an die Centrale weiter geben. — Der Vorsitzende hält das für unangebracht. — L a z a r u s - Berlin: Die Ortsgruppen sollen bei vorkoiumenden Lehrstellen-Gesucuen an die Centrale berichten, die daun die weitere Vermit- Leimig Übernimmt. — Aron- Stuttgart plaidierL für Prov^nzial-OrgaiiLationen. — Der Vorsitzende hält solche nur unter irewisseu Verhältnissen für angebracht. — Es wird ein Antrag auf Schluss der Debatte äugenonimen. •— Kober- Breslau schlägt folgende Aenderung vor. Der Schlussabsatz beginnend von .zu melden* soll lauten: I-iu Anschluss daran, ist die lokale Vermittelung von Lehrlingsstellen zu forcieren und soweit keine Stellen vorhanden sind, die Petenten sofort der Frankfurter Centrale und dem gesell. Ausschuss zu melden. — Dr. Bamberget? llanau schlägt vor, nach ,sofort* einzufügen: unbescbäfiet JTer unmittelbaren Bearbeitung am Platze. Der a b ge ä n d e r t e Antrag Berlin-Kob jr-Bamberger wird einstrtnmig angenommen. .Pu nkt 5 der Tagesordnung: Die Schaffung eines ^Ährers für die Berufswahl. Befiii sich den Antrag, wollen, von Dieser ausser- Lazarus - Berlin begründet Punkt ist für alle, die שנה halten ordentlicher Tragweite. V\ ir steheü der Frage, welchen Beruf sollen unsere Kinder ergreifen? Es gibt für die Lösung kein feststehendes Schema, da die verschiedensten Faktoren bei der Bestimmung wirken. Darum ist es ausserordentlich wichtig, teru mit Rat an die Hand zu gehen und eine darüber autzustellen, 111 welchen Branchen die Geschäfte am Sabbath geschlossen sind. Um ilieke Fest Steilungen zu einem wirklich fruchtbaren Abschluss zu bringen, ist die Mitarbeit von verschiedenen 11)1 praktischen Leben stehenden Männern bei der Zusammenstellung notwendig. Ich mache den Vorschlag, hier für wie für Punkt ti eine Commission zu und schlage vor, zu Mitgliedern zu ernennen : Stuttgart, K a h n-Frankfurt, B e 11 j a m i 11-Cölii, Breslau, M eye r-Gelnhausen, Lazarus- Berlin Recht der Kuoptierung. Bezüglich der Grün iui g eines Handwerker-Arbeitsnachweises 111־ solche, die am Sabbath leiern, schlage ich vor, in B e r in eine Centrale zu errichten, da liier besonders Angebot und häufig ge lug vor 1111tden El- Statistik meisten sowohl!rnennen A r o 11 - Lev ymit dem Nachfrage vorliegt. — Nach einer Anfrage H am h 111g von werden. Frankfurt, auf Eriieunuyg einer ingenouinien und Der Antrag 7 wird nach den Ausführungen voi argerur g e rauf Auerneu vassabe- Semesters festdem gssdiäfismühe vi Ile V er- Breslau, beantragt Aron-Stuttgart in L'ebereinstimuiuug mit Lazarus, einen Zusatz, es sollte der Ausbild Handwerkern mehr Aufmerksamkeit zugewa — Nach kurzen Bemerkungen von Kahn Marcus- Berlin wird der Aul Commission 1111t den erwähnten Mitgliedern ilerr Dazai us als Vorsitzender (jesiguirt. F r e y- .1 a 11 - Breslau, W e r t h e 1111 - Fulda, Dr. Hamb Breslau, Kober- Breslau und des Vorsitzenden trag des Letzteren 1111t einer Auz thl anderer auf Statuten- Aeuderuug lauteudeu Anträge an eine fünfgliedrige, ge mischte Commission verwiesen. Diese setzt satmueu aus zwei Mitgliedern des gesehäftsl'threnden Ausschusses, je eiueiu Mitglied der Ortsgruppen Breslau, Frankfurt, Posen, wobei es den Ortsgruppen überlassen bleiben soll, ihre Vertreter selbst zu bestimmen. Zur Deoharge-Erteiluug nimmt Kober Breslau als Revisor das Wort. Wir haben den Kassenj-Bestand des Rendanten für richtig befunden und stand vo.1 Mk. 231.51) zum :jciiiusse des gestellt. Ich benutze die Gelegenheit, lühmiden Ausschüsse lur die unendlich tretuu^ der Interessen des ,Verbandes der äabbatlilfreimde“ im Namen sämtlicher deutschen Jaden, die au der Heiligung des äabbaths ein Interesse haben, nerzlicheu in 11״. aus- 2usprechen. Nur wer die Begründung dieses Veroaudes von den Uranlängen an verfolgt hat, kann ermessen, was die Herren geleistet haben, bür einen ausgesprochen j-esetzestreuen Zweck 3UUU Anhänger in Deutschland geworben za haben, ist eine so bedeutende Leistung, dass *־ir heute mit dem Vertrauen von Berlin scheid eu, dass die שד־רת שבת auf absehbare Zeit uns erhallen bleiben wird. Als vor 22 Jahren die ׳ט ש-Vereine gegründet wurden erhoben sich überall Stimmen, dass es keine Geschäfte mehr gäbe, die auf die Dauer am ,שבר geschlossen hielten. Und doch hat sich gezeigt, dass es noch viele Geschäfte und noch mehr Bewerber gibt. Das Verüältnis hat sich geändert. Wenn der Verband der Sabbathfrei ude mit den bisher gesammelten Erfahrungeu nur eine wirksame Aktion gegen die Gesetzesnovelle bezügli^ der S onutagsruhe erreicht, wenn er uur die Verbreitung der ,8iboatb *- Zeitung unternommen hätte, so wäre das schon eiue gewaltige Leistung. Hierbei muss freilich die Mahnung ergehen, dass unser Verbaudsorgan auch wirklict gelesen werde. Blicken wir aber auf unsere heutige Tagung, so