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Der Sabbath · 1907-01-01 · 1 & 2 (Jan.-Febr. 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
7 (1907)
Issue
1 & 2 (Jan.-Febr. 1907)
Date
1907-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Der Sabbath. I 7 baupt der Gedanke an das Adressbuch schwinden müsse. — Der Vorsitzende hält es für prinzipiell wohl angebracht, dass ein junger Mann sich unter Benutzung geeigneter Adressen selbständig Stellung verschafft. Es frage sich nur, ob bei der Schaffung eines Adressbuches der etwa entstehende Schaden den Nutzen des Buches aufwiegt. Unklar sei, wie sich die Antragsteller die Verbreitung des Buches denken. — Dr. Hamburger- Breslau: Das Buch soll den Ortsgruppen zur Verfügung stehen, damit sie auf Anfragen der Centrale durch persönliches Eingreifen bei der Vermittelung der Stellen behilflich sein können. — Dr. B a m b e r g e r - Hanau hält die Herausgabe des Adressbuches schon aus pekujniären Gründen für unzulässig. Es könne unmöglich so häufig erneuert werden, als es nötig sein würde. Auch würde das Buch als schwarze Liste empfunden werden, bei soleben Firmen, die aus irgend welchem Grund keine Aufnähme finden. In Kleinstädten könne dies leicht Feind- Schaft erregen. — Graden w i t z Berlin: Der geschäftsführende Ausschuss hat dieselben Bedenken, wie Dr. Barnberger. Der Wert eines solchen Buches witd viel zu hoch eingeschätzt. Ich schlage vor, ein Adressen- Verzeichnis herzustellen und Abzüge davon den Ortsgruppen zu übersenden. Ich bitte die Breslauer Herren den Antrag entsprechend zu modifizieren. — Dr. Stein- Schweinfurt glaubt, dass die allgemeine Stirnmutig gegen den Antrag spreche, da die־~ Bedenken von Wertheim-Fulda nicht zu überwinden seien. — Es ist ein Antrag auf Schluss der Debatte eingelaufen, dci* jedoch abgelehnt wird. Meyer-Gelnhausen hält die Einwände von Dr. Kahn-Baisingen und Wertheim-Fulda aufrecht. Die jungen Leute würden sich nur die Finger wund schreiben und die Firmen mit Bewerbungen übeitluteu. — Frey han-Breslau. Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, dass das selbständige Stellensuchen der jungen Laute bei guten Referenzen meistens von Erfolg begleitet ist. Dr. Hamburger-Breslau: Ich bin vielfach missverstanden worden. Ich meine, der Verband der Sabbathfreunde muss dio Centrale für Stellenvermittelung unterstützen, und das kann nur durch .Mitteilung vorliegender Vakanzen erfolgen. Ich habe darauf hinweisen wollen, dass man gut tut, Leute, die in persönlicher Beziehung zu geeigneten Firmen stehen, zu beauftragen, mit diesen wegen Uebertragung der Stellen zu verhandeln. Das Adressbuch soll nur den Ortsgruppen zur Verfügung stehen und vertraulich behandelt werden. Die Centralisierung der Stellenvermittelung soll nur unterstützt, aber nicht angetastet werden. — Der Vorsitzende: Bei dieser Auffassung erscheint es überflüssig, den Ortsgruppen Adresseninateriai zugängig zu machen. — Dr. Hainburg e r - Breslau :׳A\'ir haben aus den gleichen .Erwägungen auch anfänglich Lokal-Adressbücher verlangen wollen. Das wäre nur viel umständlicher. Wir denken nicht daran, dass die Ortsgruppen der Centrale ins Handwerk pfuschen sollen; es soll nur zwischen beiden Stellen ein Gedanken-Austausch herbeigeführt werden. Die Ortsgruppe kann dann aus dem Adressbuch ohne Weiteies ersehen, wo evtl, ein von der Centrale vorgeschlagener junger Mann untergebracht werden kann. — Der Vorsi t.zende: Dieser Weg ist total ungangbar. Er führt unmittelbar zur Decentralisierung. Ich bin absoluter Gegner dieser Idee des Adressbuches. Es ist uns aus Kreisen von Geschäftsleuten gesagt worden, man hetze den Sabbathhaltenden Geschäftsleuten in den Kleinstädten damit nur Grossstadtkonkurrenz auf den Hals. — Dr. Mannes- Schwabach stellt den Antrag, die Beschlussfassung über diesen Punkt auszusetzen und ihn den Erwägungen des geschäftsführenden Ausschusses anheim zu stellen. — Neuberger- Berlin hält die Zusammenstellung eines Adressen-Materials für grundlegend für die Bestrebungen des Verbandes und insbesondere der Stellen-Vennittelungs- Centrale. Er schlägt vor, ei veranstalten und bei Her Geschäftsstelle zu deponieren. — Der Vor gewicht des vorliegenden Ant Herausgabe eines solchen jedermann zugängigen Verzeichnisses in Buchform. — Gr folgenden modifizierten Antrag beschliesse die Zusammenstel werbetreibenden und Handw heiligen“. — Plachta - Ber gäbe eines Adressbuches. — 1e Sammlung desselben zu des Verbandes sitzende: Das Schwerrages liegt aber gerade auf idenwitz - Berlin bringt. ein: ,Der Delegiertentag ung der Namen aller Geirker, welche den Sabbath in spricht gegen die HerausiDr. Bamberg er-.Hanau bittet dem vorliegenden Antijag Gradenwitz einzüfiigen: am Sabbath feiernden oder fileigebende Gewerbetreibende u. s. w. — Engel- Berlin :■ Ich bin dafür, dass den jungen Leuten Gelegenheit gegeben wird, sich an Hand eines Adressbuches selbst an die Firmen zu wenden, da viele den Weg an die Centrale scheuen und lieber auf die Sabbath-Heiligung verzichten.— Dr. Hamburger- Breslau erklärt sich als Antragsteller mit der Modifikation Gradenwitz einverstanden. Aus der Besprechung sei jedenfalls Uervorgegangen, dfss eine Unterstützung der Centrale für Stellenvermittelimg seitens der Ortsgruppen nur angebracht sei. Da esj^Telfach an geeigneten Bewerbern fehlt, kommt ein Affressen-Verzeiciinis den Firmen in gleichem Maasse zu GjHteJwie den Gehilfen, indem die Ersteren von geeigneten Bewerbern Offerten erhalten können. — F r e y 11 a n ־ Breshui bestätigt die Ausführungen Engels. Nach kurzen Erörte •ungen der Herren Meyer- Gelnhausen und Aron-Stuttga ־t, sowie einigen geschäftsordnungsmüssigen Besprechurgen über die Art •der Ab- Stimmung, wird die Debatte geschlossen und der moditizierte Antrag Breslau- Berlin angenommen. Punkt 4 der Tagesordnung: Herausgabe und Verbreitung der Sabbatin orschriften, Entsendung der Wanderredner etc. Hierzu a) Antrag-Breslau: Vervielfältigung des Material:: der die Sabbathheiligung betreffenden Bestimmungen 1er Schulgesetzgebung — nicht nur itu ,Sabbath“ — st ndern durch Separatabzüge, lie den Ortsgruppen zur Aufl lärung der Eltern zur Verliigung stehen, b) Antra״ S cliwabac.h: Zusammen- Stellung der Vorschriften über den Sabbath im Haushalte, Veröffentlichung und Verbreitung in geeigneter Weise. Dr. M a n 11 0 s - Schwab ich (als Referent): Gegen unseren Antrag gibt es nur zwei Bedenken. Darüber, lass »lie Zusammenstellung de Sabbathvorscbriften in den Bahmen des Verbandes fällt, kann kein Zweifel herrschen. Es fragt sich nur, ob er sich schon jetzt dieser mehr ideellen Sache zuwenden soll oder seine Kräfte gesammelt, lern geschäftlichen Teil erh alten bleiben müssen. Die /,weite Frage ist, warum wi nur die Verbreitung der Sabbath-Vorschriften im Haushalte wünschen. Wir meinen, lass diese die wichtigsten seien und schon jetzt bis zu 'iner vollständigen Bearbeitung aller Vorschriften überuns viel Gutes wirken können Jedoch solle die Verüffent,- lichung nicht, nur im ״Sabbath׳ Form erfolgen, die sich für Belejhrung über ähnliche Pflichten als sehr Ich kann die beiden Anträge sächlich den Breslauer. Auf setzg.ebuiig können wir nicht Eltern mitgeteilt wird,!lass Fortkommen der Kinder 11114. Schreiben unterlassen können, ordentlich gedient.. Es den Kindern die Aufnahme artige Dispensation verlangen. giebt werden, dass sie dann ihr I echt bei den höheren In- , sondern auch iicBroschürenhaben. —.Aron -Stuttgart: nur .unterstützen. Hauptdem < »ebiete der Schulgegenug ariieiten. Wenn den es keinen Einfluss auf das wenn diese am r:r das ist״unserer Sache ausserviele Schulvorstände, die versagen, sobald sie eine der- Die Eltern müssen belehrt

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