Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 6 (1906)
- Issue
- 12 (12.1906)
- Date
- 1906-12-01
- Page
- Seite 86 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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*6 Der Sabbath. kann, ith bin gern bereit, mit meinen schwachen Kr iften dafui zu wirken, melde mich einstweilen als Vereinsmitglied und zeichne jährlich & Rthlr. Beitrag. Der Verein könnte vielleicht den Namen e>nc* ,בגי fahren und die Aufgabe desselben würde nach neiner un massgeblichen Meinung sein : 1) Die Treuen zu sammeln ind in der ' Vereinigung Kraft zu linden. 2) Die Hindernisse zu beseitigen, welche der Ausübung der religiösen Vorschriften im Wege stehen: al^ Unterstützung zur Errichtung von -rz Restaurationen in Bädern und besuchten Städten, wo solche fehlen; Unterbringui g junger Leute in Geschäfte, die den r.zr halten, und Unterstützung derselben zur selbstständigen Etablirung. Es würde ausserdem sich gewiss noch Gelegenheit inden, die Tatkraft des Vereins in Anspruch zu nehmeu, w enn <0 eher nur erst in'sJLeben getreten und Verbreitung gefunden hat. Ein solcher Verein, /zunächst für Nnnl- und äuddeutschland, könnte d tnn auch für Veqffkung der Wochenmärkte־ seine Tätigkeit entfalt :n. Alter gestatten, eie mir^nocli eine Bemerkung und nehmen Sie s ziehe als dR Meinung eines Mannes, der kein ב־ אר־יי ist, dessen Herz aber seit frühester Jugend für die Religion der Väter warm geschlagen und der es trauernd sieht, wie Kinder frommer Eltern dein Moloch beim fallen. Soll der Verein, wie ich ihn mir denke,;ediiben, tbsen und wirken, so muss er alle Treuen im .(ulentum um- LÄsen können. Ob er der Würzburger Schule, ob er der J'rankel- , sehen liiehtung angehört, ob er den ,.leschurun־ oder die .La tbhutte־, oder gar die ,Zeitung des •Judentums‘ liest, das darf kein« n Unterschied machen. Eis sind ja leider so wenige, die es ernst meinen, denen die Religion am Herzen liegt: sollen diese Wenigen;ie+1 auch noch gegenseitig attsschliesseu '! Lassen Sie uns einen Sam: :ei[׳Unkt bilden und ruftu : '•* 'יל •c und wer da kommt : :י־ך *;♦, רדד ׳:ד —a• rvsei'aufgenommen in den Verein der Treuen der!':•מאד יי >!!»statten .>ic mir die Versicherung der vollkommenst .-11 Hochachtätig. mit welcher ich verbleibe Euer Ehrwurilen crgcl|c״st! r M, (! o 11 s c h a i k L AtfJ'ilem Ri!-. I»i׳ jüngsten .Nummern des ,Israelit־!rächten 1 nur ־vi-rsth'edciic Aufruf! ,!lie vorzüglich dir Eeier des sabbuh zum Au-g:!ug|111nkte nahm: 11. ב-כ~ *־־ sen דד■ — r :■1 ־־ 1 >! r erst!■ d!-r genannten Aufsätz• will• zur Unterbringun!; junger -l.vuK i!(t 1 ieschäften. die am .'abbatli geschlossen sind. Vera )lassen : der /Weite .will die Verlegung des an vielen Urteil aut!len pabball! fallt iuMtf‘ Wochemnarktes anstreben. * Meiner unmassgebliehen Meinung g! uiäss, wäre •I Vofsrlilag 11er eieignuere nnd schiiell!־!׳ /um Ziele führend׳ i-t einmal durch die Verlegung des Wochemnarktes!lie st loi ktjog *11T Entweihung dis SaUafLbeseitigt, so wird bald ■»kvlir-GeseLäfre geben, in!1! iu-n 11er Sabbath gefeiert!1:1 sdic(Untrrhri11gung!lcv Lehrlinge uml Couiinjs rtligio#!׳ Schwierigkeiten lialien wird-. 'Wjnn wir uns jedoch fragen, welche Mittel uuszurErr des : ton {Herrn Dr. Hiliiesheiintr Vorgtsteikt! n Zieles zu stylten. -•• müssen wir uns antworten: Keine andere als un licln r Will!, auf gesetzlichem Mö ge albanzutveml! t>,; Mitglieder der hiesigen Gemeinde, in deren Hände diese schätz-- | baren Blätter gelangen, sich an diesen so Hohes und Heiliges erstrebenden Vereine unverzüglich anzoschliessen, nnd durch die tatkräftige Teilmtme sein balligstes Inslebentreten zu ermöglichen t Der Unterzeichnete erklärt sich mit E'reuden bereit, gelbst die kleinste Gabe anzunebmen, und sie dann, den oben erwähnten vier Gulden gleich dem verehrten Redakteur des ,Israelits“ zu übermitteln. Dr. Adolf Sal vendi, Bez.-Rabbiner. tk zweite denn V!׳r- - atie 11 itd, s,1 veniger irhung 1 iebut•• r ern-tuns Geling׳ n verheissen kann, folgen wir also!Itm an uns crgs|ngcn Rufe יע־כו ■r: •f r’K! ,‘Tn Euch Alle, meinen teuren Glaubensgenossen. de Heiligjjaltnug der .'־abf-athfeiiT am Herzt 11 liegt, wende ic uchnit'dii׳ liier g! boten■• 1 :!-lcgcni1cit w ahr, dafür einzustt-1 kann fpnli nuj zur Ehre gereichen, einem solEhm Vereine 11(0111": 1;!1״ uns .!her keinen Noi-1- und Siulbiinil mit Au-i-ehlu jti-terreii'h’s bilden,!1! nn pur vereint können wir uns als ד— zy |1rei'׳ n, und nur \!-r!int können wir zum Ziele gelangen! — Vor allein liigt ts aber den ehrwürdigen Herren Rabbinern ,ein •״l'iet der Tätigkeit zu cultiviren. •las -ich hier für iE gi le iy und schön!• Wirksamkeit darbittet! — J. E f* Dürkheim, den lö. März ' änchgeachätzter . Herr Redakteur! Meine im vorigen ausgesprochene Eluffnung täuschte mich nicht ganz! Gestern mittag erhielt ich von den Herren Moses Mayer und Leopold Neubeiger in Ludw igshafen als Zeichen, dass ד.ל: גבנכיד *־ ד\כ;c ד:.-: ד יסויד von *dem ersteren dr!•!. von dem letzteren einen Gulden als Be zuE con'sottdtrung de- .Vereins zur E'ötilcrung und l'onserviru religiösen Lebens“, ,JdjnJiten die anderen gleichgesinnten Mitglieder meines Rabbiuafsbezirks mir recht bald Gelegenheit geben - ihn! n ein Gleiches“ (!איד כד־-־. יד) berichten zu können! Eä n(et1 die tuicli: •11 : es Inzugeob,!•r- (!27. Briefe Nach- Steuer 1g des von Handelt sieh hier uin eine, gar grosse und bedeutungsvolle Sache: um die Elrhaltung einer dir jiebn Grundsäulen, auf!lenen!las erhalm-ie Gebätrde unserer Iteligwn - beruht! Kein l’rojekt durfte! auch, unmaßgeblichen Meinung nach, von Vornherein so die ausgedehnteste Teilnahme zu finden Aussicht haben, wie das in Rede stehende; es mus-te sonst etwa noch viel, viel trauriger um die Liebe und Anhanglichjeit zum Glauben der Väter stehen, als dies leidei jetzt schon derJ Fall ist. — Darum nochmals die innige Bitte an al meine teuren Glaubensgenossen in der Umgegend, zunächst alier in die Mitglieder des IUbbinatsbezirks E’rankenthal. und zuallererst an die Vereinsnachrichten. Frankfurt a. M., 9. Dezember. Heute abend fand eineausserordentliche Generalversammlung des Vereines zur Vor- Sicherung gegen Stellenlosigkeit (שדרי שבת) statt, auf deren Tagesordnung eiue Reihe von Satzungsänderungen standen. Neben einigen Zusätzen und Streichungen formaler Natur sind es vor allem zwei Bestimmungen, die für die Mitglieder des Vereines undauch für die weitere Oeffentlichkeit in dem neuen Statut von Interesse sind. Während man seit der Gründung des Vereines sowohl aus Rücksicht auf das noch uubc-ksrnte Risiko der Versicherung, als anch im Hinblick auf die Interessen der männlichen Handlnngsgcliilfen, weibliche Mitglieder nicht aufnalim, werden von nun an weibliche H a 1.J111 n ng sg e[b il f inn en als tollt crcilitigte Mit־ glieder sowohl zur Versicberungskasse als zur 'Stellenvermittlung zugelassen. Gegenüber der seit 'dem Bestehen des Vereines immer mehr zunehmenden Beschäftigung von Handlungsgchiltinnen, auch in. deu_;am Sabbat geschlossenen Geschäften, wurde die An frech tcrhaltung des früheren ablehnenden Standpunktes [ein Unrecht gegen dieidealen Interessen, die dtr Verein zu vertreten hat, bedenteD. Liegt ja die Verpflichtung zur Wahrung des Sabbats der Frau nicht minder ob, wie dem Manne, und /lie im E'alle der Stpüenlosigkeit an junge Mädchen berantretenden Versuchungen sind ivtir.öglich noch grösser als diejenigen, denen siib der junge [Mann 'ansgesetzt sicht. An«, diesem Gnmde ist es mit giosser E'rende /n hegrüssen, dass jetzt den ׳m HandeRgewerbe tätigen Mädchen die Möglichkeit geboten ist, sichdurch Zahlung einer Jahmpriimie von 'M, G.—. M. 9.—, M. 12.— - ie nach• der Klasse — eine in der Zeit der Stellenlosigkeit 'eintretende Vergütung von monatlich M.!Uli—, M. 45.—, M. CO.-- zusichern. Ei« darf at trenciiimen werden, dass sofort zahlreiche Angehörige des Standes der Haiidlungsgehilfinnen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, nnd dass vor allem auch diejenigen, die ׳sieb 1'n sicheren uml; besser bezahlten Stcllui g( 1! I! finden, aus Staudcsbewusstsein und im Interesse ihrer minder gilt gestellten Kolleginnen dem Vereine sofort beitreten werden. Wein in der Hauptversamrolung auch einzelne Bedenken gegen die -geplante Neuerung zum Ausdruck gelaugten, eo darf es zur Ehre dt-1 Vereinsrtiitglicdtr doch gesagt werden, dass die Anregung keinerlei ernste Opposition fand. Nicht minder erfreulich pst der dtn! Statut genebene Zusatz״ wonach künftig die 1' e b e rs i> d 1 1111 g nach dem Auslände den Verlust der erworbenen Mitgliedschaft nicht mehr bedingt. Die gnten Erfahrungen, die der Verein in den 10 Jahren seine«- Bestehens gemacht hat, gestatten ihm, anch auf jene einschränkende- Bestimmung, die seiner Zeit aus berechtigter Vorsicht heraus getroffen, worden war, zu verzichten. Die Werbekommission des Vereines ist zur Zeit mit den Erhebuugen über Zahl un!) Adressen der in Frankfurt a. M. tätigen den Sabbat beobachtenden Handlungsgehilfen noch immer beschäftigt״ Sie rechnet dabei auf die Unterstützung aller gleichgesinnter Kollegen.. Vermischte Nachrichten. Berlin, im Nov. Von allgemeinem Interesse ist ein neuerdings ergangener Bescheid des Kammergerichtspräsidcntcn bezüglich der Termine an den jüdischen E'eicrtagen, den Herr Rechtsanwalt'Dr. M. Isaac in der ״A. Z. d. .1.* mitteilt. Eün Amtsrichter batte den Antrageines Anwalts auf Vertagung eines auf das jüdische Neujahrsfest fallenden Termins .mangels eines gesetzlichen Grundes“ abgelehnt. Der Anwalt hatte hiergegen bei dem Präsidenten des Landgerichts II. Be-