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Der Sabbath · 1906-06-01 · 6 (6.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
6 (1906)
Issue
6 (6.1906)
Date
1906-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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44! Der Sabbath. --יי—;-V1-:—:-י־-- des Verbandes der Sabbatfreunde in Deutschland verbinden. Vielleicht wendet sich dieser Verband mit einer Aufforderuug hierzu an einflussreiche Persönlichkeiten unter den Gesetzestreuen jn Oesterreich-Ungarn. Es ist nicht abzasehen, welcher Segen der Judenheit dieser Länder aus einem solchen Werke entstehen könnte. (Aus dem ״I.-radit.“) General-Versammlung des Israelitischen Stellenvermittlungsvereins zu Hamburg am Mittwoch den 13. Juni 1906 im Vereinsbureau. ״ Der Vorsitzende. Herr Julius Kosenstock eröffnet die Sitzung mit Verlesung des vorjährigen Pj-otokolls und teilt alsdann mit; dass das Resultat des letzten Jahres denen der früheren Geschäftsjahre gleich kommt•, jedoch. hinter demjenigen des vorletzten, etwas zuriiekstehe. Dem Anschein nach sei dies eine Wirkung den Tätigkeit der Centrale für Stellenvermittlung in Frankfurt am Main. Während nämlich die Anzahl der!remeldetgn .Vacanzen ziemlich eonstant geblieben ist, haben .wir eine erheblich geringere Anzahl Be- Werber zu verzeichnen, sodass wir sehr häutig niejit in der Lage waren, geeignete Vorschläge machen zu können. Dein Ajnsehein nach sind die Stellungsuchenden der Meinung, bei Meldung in Frankfurt a. M. sei eine Be- Werbung in Hamburg unnötig.. Dies ist aber durchaus nicht der Fall! Zunächst ist ja bei gleichzeitiger An- :ueldung in den beiden Vereinen die grössere Chajiue gegeben baid'Slellung zu ffindeu, da ja überall verschiedene wicunzenmeldungen vorliegen, wenn nun auch die Centrale and unser VaM'eiu gegenseitig ihr Bewerbermaterial aus- •nuschen, so ist es doch sehr selten möglich, für die nicht'direct« bei uns gemeldeten Bewerber energisch iiig za sein, da uns die nötigen Papiere fehlen und icVen Besorgung fast immer z+1 viel Zeitversäumnis erursacht! Daher konnten wir im letzten Jahre auch .ar einen der von Frankfurt a. M. uns zur Bearbeitung emeldeten Stellungsuchenden Steilung verschaffen. Die;entrale hat von unsern Bewerbern keinen placiert! :iednef erkennt an, dass der Gedanke der ־Centralisation .,Iler -טד•-Vereine ein sehr sympatischer sei, jedoch ei bisher ein günstiges Urteil über die Wirksamkeit;er Centrale noch nicht möglich. Die erreichte Ziffer 011 10U Besetzungen entspräche noch nicht den vielen Aufwendungen der Organisation und sei der Prozentsatz 1• placierten jungen Deute im Verhältnis zur* Zahl der Meldungen durchaus ungünstiger als1 in Hamburg Trotz־• .ein vf.ürde sich der Hamburger Verein dem Wunsche ich Centralisation nicht widersetzen, wenn dadurch .den dnzelvereineii mehr als die begrenzte locale Tätigkeit;eiben werde. Eine solche locale Tätigseit möge für Jerlin lohnend sein, für Hamburg würde sie das völlige \ufhören des Vereins ^bedeuten. Redner bittet dte Bewerber nach wie vor 1m eigensten Interesse sich, mit ertiauen sowohl au die Centrale als־auch nach Hain- 11 rg zu wenden. Der Vorsitzende bespricht alsdann die Tätigkeit. . s Vcreinsvorstaudes gegenüber dem der Bürgerschaft .!mentan ־ vorliegenden Antrag auf vollständige Schlies- . .ug der Engros-Geschäfte an Sonn- und Feiertagen,;•lcher, wenn er Gesetz werde, eiue schwere Schädigung .1.1• die orthodoxen Priuzipaje und Gebülfen hervorrufe. J'iese Mitteilungen entziehen sich naturgemäss der Berichterstattung, rechtzeitig wird der Vorstand aber damit in die Oeffentlichkeit treten. Alsdann verliest der Vorsitzende die zahlenmässigen Resultate. Von 87 neu gemeldeten und 46 vom Vorjahre Testierenden Bewerbern wurden 51 placiert und blieben 31 in Bearbeitung. Es wurden somit 50°/o der Bewerber untergebracht. Seit Bestehen des Vereins wurden 745 Stellen besetzt. Einnahmen und Ausgaben des Vereins balancieren mit Mk. 1119.71, und der Vermögensbestand am 1. April 1906 betrug Mk. 1196.91. Die erbetene Decharge wird erteilt! Sodann verliest der Voi sitzende die Spenderliste des letzten Jahres und widmet warme Nachrufe den verstorbenen Mitgliedern, Herrn Rabbinatsassessor Dr. S. P. Nathan und A. J. Norden, welcher durch einen Beitrag von Mk. 100.— Stifter des Vereins geworden, und Herrn Simon Z u c k er in a n n, Vorstandsmitglied des Vereins. Die ordnungsgemäss ausscheidenden Vor- Standsmitglieder Moritz Heimann, Michael .Jacobsen und Julius Rosenstock wurden per Acclaination wiedergewählt. An Stelle des verstorbenen Herrn Zuckermann wird Herr Gustav He niemann gewählt^ Es werden dann noch einige Fragen und Wünsche aus׳/aer Versammlung erörtert. Bezüglich der mehrseitig gewünschten regelmässigen־ Zusendung des ״Sabbath*־ wird erwidert,!lass der Verein die Lasten einer solchen Versendung!■a. 50 Pfg. pro Jahr und Mitglied bei dem geringen Beitrag von Mk. 3.— pro Jahr, welcher voll für die Stellenvermittlung gebraucht werde, nicht übernehmen könne. Bei directer Verteilung durch die Post würde die Versendung erheblich billiger werden, doch ist der >ablmth nicht in die Zeitungsliste eingetragen, eiu entsprechender Antrag wird an den Ver gestellt werden.*» Mit Danjcesworten an die Erschienenen schliesst 0er Vorsitzende dann die Versammlung. : •I. A.: M. Jacobsen, Schriftführer. Stellenvermittlung. Commis. T.ehrlioge. Voluntaire. Weil• .. 11. Diverse. Vac'ultZi ll : 1m :! 7 :G7 schweb!■nd v. Vorjahr. :41» 10 — — — 4ü rt-Iortr.t'jruuoi-ii aufupiic י thr. -VJ •V> 1 l so lic'vt■rl»t־r: i.J 10 :1 4 SS schwellend v. Y1 rjuhr. יי 7<; — — 45 l t i״ rt1aouuol n ״ auf' 11*.• יגו• < u.^chüft-'j dir — — — 31 Bc-cizt -mu: 3:1 ■ 14 :1 4 51 16" , di r \ 50" ״ der Bev erber. 745 seit 1S02. c assenbericht. Bfiträiri* Mk. 050.־Jo l'orto ■ Mk. 300.00 spenden ■ . 15:1.— Saluir * - . \3S0.90 ZillsLIl 111.51 lirueksacheu . .)0.7.) « Annoncen ■ Bureau - ■ 191.90 ״ ■ Uewinu 29.74־1 . Mark 1110.71 |; Mark 1119.71 Bilanz -Conto. Bestund uw 1. April 1!0י.') Mk. l'Hi’.lT (.letviuu 1905/06 129.14 ״ Bestund am 1. 4. י Mi. Mark 1 196.90 Die in obigem Jahresbericht enthaltene Kritik der Tätigkeit unsrer Stellenvermittluugs-Centrale möchte der *1 Das ist ein Irrtum! Bei Versendung durch das Zeitungsamt würden sich die Unkosten 'auf «3 Pfg. pro Jahr und Exemplar stellen, während sfe hoi dem jetzigen Verfahren nur 1־J mal 3 - 3t> Pfg. betragen. Vsrlag des Sabbath.

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