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Der Sabbath · 1906-01-01 · 1 (1.1906) · p. Seite 6

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Journal
Der Sabbath
Volume
6 (1906)
Issue
1 (1.1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 6 (sequence 11)
Language
German
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6 Der Sabbath. Den Predigern^in den Sommerplätzen oder deren Stellvertreter obliegt es. die Sommergemeinden zu organisieren. Der Sabbath sollte Ton allen jüdischen Familien gefeiert werden Dein .Comitee on Sectarianism* wurde ein Paragraph aus dem Berichte äbergefcen. Derselbe besagt, dass Schritte gemacht werden müssen, damit kein Gesetz durebdringe, welches den frommen Juden die Arbeit am Sonntag 'verbiete und ihnen das Einhalten des Sabbath unmöglich mache. Schliesslich hat die Konferenz auch ein Comitee gegründet, welches den Namen Kirchen- und Staa tscomitee führt, da der Sektengeist immer mehr in* öffentliche Schulleben eindringe und da eine’ neue Oesetzgebung in Bezug auf die Sonntagsfeier die gläubigen Juden an der strengen Kinnalwing des Sabbaths hindere. Dieses Comitee wird sich mit dem Komitee^ für zivile und öffentliche Rechte der .Vereinigung der amerikanisch-hebräischen Gemeinden* Verbinden, j damit beide dazu beitragen, schriftliches Material aufzutreiben in | Gegenden, wo dieser Gegenstand zur brennenden Frage geworden ist! und einer sofortigen gründlichen Erledigung bedarf. ' Die Vorgeschichte dieser Beschlüsse ist nicht von heute und gestern, sondern reicht bis zum Jabre 11K)*2 zurück, wo zum ersten; Mal die Sabbathfrage die Zeutralkonterenz der amerikanischen Rabbiner beschäftigte. Indem eine zusammenhängende Darstellung einer der nächsten Nummern Ihres Blattes Vorbehalten bleibt* sei heute nur bemerkt, dass die Mitglieder der Zeutralkonferenz samt und sonders , auf dem Boden der fortgeschrittensten Reform stehen. Um so beachtenswerter sind die obigen Beschlösse. -:-1---! Aus dem! Sabbathliede Ma jofis, übersetzt von David Cassel s. A. Wie bist du st> lieblich, so fein, Um des Betrübten Herz zu laben; Sieh’ köstlich Brot und Wein Möcht’ ich bereit füf dich haben. Von Abend zu Aberid das Herz sich freut. Wenn Du kommst, (1er Liebe Zeit, Du bist für Israel d^r Erlösung Bild, Hit- Wonne ist die Brust gefüllt. Gern wollt’ ich zum! Weine den Segen sprechen, Doch bin ich arm, kjmn kaum ein Brötlein brechen, Drum will ich in Gattes Willen mich fügen, Mit dem Segen über das Brot mich begnügen. Wer den Sabbath wahrt, ihn nicht entweiht, Der Herr ihm seine Schuld verzeiht, Und den Erlöser wird er senden, Wie vormal einst uns Freiheit spenden. , Hat nicht den Sabbath schor> das Manna bezeugt? Und siehe, der ruhelose Strom — er schweigt, Nie hat den Sabbath. er verfehlt Gleich der. Nation, die Gott sich erwählt. Sabbath-Legende. Das Tier lehrt den Menschen. Einst geschah es mit einem sehr frommen Mann, der eine Kuh besass, mit der er tagtäglich pflügte, und wenn der Sabbath herankam, liess er das Tier ruhen. Nach Jahr und. Tag kam dieser fromme Mann in seinem Vermögen herab und behielt nichts übrig und selbst seine Kuh musste er verkaufen an einen Heiden, der mit ihr pflügte. Das Tier war stets willig, aber als der Sabbath heran- 4am, und der Besitzer es aas dem Stalle zog, um es vor den Pflug' zu spannen, warf es sich nieder und war nicht zur Arbeit zu bringen. , Der Besitzer schlug auf das Tier ein, aber nichts half. Als das der Heide sah, ging er zu jenem Frommen, der ihm das Tier verkauft hatte und sprach zu ihm: .Komm, nimm Dein Tier wieder zurück, sechs Tage habe ich mit ihm gearbeitet und am siebenten Tage, als ich es vor den Pflug spannen wollte, warf es sich nieder und ist nnn durch keine Macht der Welt zur Arbeit zu bringen.* Sogleich merkte jener Fromme, woran es lag, dass nämlich das Tier gewohnt war, am Schabbos zu feiern. Er sprach daher zu jenem: .Komme mit mir, ich werde das Tier dazu bringen, dass es aufsteht und arbeitet.* Bei dem Tier angelangt, beugte er sich zu dessen Ohr herab und flüsterte ihm hinein: .Armes Tier, als du noch in meiner Hand warst, konntest Du den Sabbathrtag beobachten, jetzt aber halten meine Sünden es bewirkt, dass ich Dich diesem Manne verkaufen musste,' und ich bitte dich, dass du den Willen deines Herrn -tust.“ ■ Sofort stand das Tier auf und zeigte sich bereit zur Arbeit. Da sprach der Heide zu jenem Frommen : .Sage mir. hast du eiu Zaubermittel angewendet? Ich l^sse dich nicht eher lös, bis du mir sagst, was du zu dem Tier gesprochen hast, oder was du mit ihm gemacht hast.? Da erzählte ihm der Fromme, was er zu . dem Tier gesprochen habe. Als das der Heide hörte, da erschrak er und erbebte, und er wendete auf sich den Schluss an und sprach: .Wenn sogar das unvernünftige Tier seinen Schöpfer erkannt hat, sollte da ich, den der Schöpfer in seiner Gestalt und seinem Ebenbilde erschaffen hat und mir gegeben hat Verstand und Erkenntnis, nicht fähig sein, meinen Schöpfer zu erkennen .Sofort kehrte erzurück zur Gottesfurcht, und es gelang ihm Zu erkennen und zn lernen die Thora und er wurde später genannt Rabbi*Chanina ben Turta. (Turta=aram. Kuh).;Xaeb Jellinek.. Betha-midrasoh 1. S. 74. 75 ] Sechs Tage geh’n hin in bittrer Not, Aber mit des sechsten letztem Rot Fühlt man vom Joche sich befreit, Geht ein in den Sabbath im Festeskleid. Und ruft: Was zögerst du, komm doch o Braut, Sieh hier den Festestisch schon aufgebaut. Die Lichter glänzen;' mag das Licht auch wieder prangen, Das einst für dich untergegangen. Wie einst das Gotteslicht den Raum erhellt, Wie durch sein Wart entstand die Welt, Des Ostens und deis Westens Femen, Des Nordens mit des Südens Sternen. J 1 Sechs Tage strahlte nur das volle Licht, Da hielt der ewige; Herr ein streng Gericht; Weil gegen ihn deij Mensch sich hat vergangen, Sollt’ es nicht mehjr in hellem Glanze prangen. Da tratest du, o Sabbath, ein; .Noch einen Tag möcht’ Er es dir verleih’n,“ Und als des Sabbaith Ende war gekommen, Ward es verwahrt für die künftigen Frommen. Das ist ein Vorgefühl der ew’gen Seligkeit; Dehn grosser Lohn erwächst ihm, der hier sich seiner freut; O, dass vor Not geborgen, Erlösung möge spriessen Und wir behütet bleiben von Sorg’ und Kümmernissen. (Mitt. des Herrn Rabb. Dr. .Nordheimer-Schwetz.) I i J$jin Kiddusch. Nach einer Sage.! von I.. Weinet. (Fortsetrunf.) Namenloses Entzücken dur, bebte Leons Seele, sein ganzes | Wesen schwamm in einem Mee 5n Wonne, als er diese Worte : aus dem Munde des holden Mäjc lens vernahm. Ihm war’s, als r lispelte eine himmlische Gestalt ili 'u von Liebe und paradiesischer; Seligkeit; er fasste des Mädchc. o Hand und sprach mit weicher I Stimme: f

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