Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 12 (12.1843)
- Date
- 1843-12-01
- Page
- Seite 375 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427218-5427364--2455-4874888- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Stand der Dinge im Morgenlande. 375 Was sonstige Verhältnisse Jerusalems betrifft, so sind sie gleichfalls überaus mißlich. Der Pascha ist von allem militärischen Schutz entblößt. Bekannt ist eS daß man auf denselben vor kurzem in Jaffa geschossen hat. Der französische Eonsul betrachtet sich als den Beschützer des Pascha, obschon ihm unlängst sein eigener Bedienter, freilich in ehrlose Händel verwickelt, ist getödtet worden, ohne daß er dafür eine Genugthuung ansprach. Die Sicherheit der hiesigen Einwohner, ssv wie der Reisenden ist precär mitten in der Stadt selber. Einen deutschen Maler hat man unlängst, als er in der Abzeichnung eines glten Mauerwerks beschäftigt war, mit seinem eigenen Stocke durchgeprügelt. Albanesen sieht man in den Straßen; man hütet sich, sie anzutasten; ein Menschenleben ist diesen Leuten ein Spiel. Außerhalb der Thore Jerusalems möchte man jeden Trupp Beduinen, oder lieber jeden einzelnen, mit Besorgniß ansehen. Ans todte Meer zu gehen wurde mir für jetzt als fast unmöglich geschildert. Stand der Dinge im Morgenlande. Im letzten Hefte haben wir uns Vorbehalten auf die neue griechische Verfassung und jene drei Hauptfragen zurückzukommen, deren Berathung und Erledigung von dem übrigen Europa mit Spannung und Theilnahme ist beobachtet worden. Die erste dieser Fragen betrifft das Verhältniß der griechenländischen zur griechischen Kirche, das heißt der Kirche innerhalb des neuern Griechenlands zu der gesammten griechischen Kirche so weit sie sich erstreckt. Die griechische, oder wie sie selbst sich lieber nennt, anatolische, das ist morgenländische Kirche steht unter