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Das Morgenland · 1843-11-01 · 11 (11.1843) · p. Seite 329

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
11 (11.1843)
Date
1843-11-01
Page
Seite 329 (sequence 9)
Language
German
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Oat Ertbrbe» in Galilaa. tl» Im Sommer ist die Luft rein, und das Klima nicht unähnlich dem in Jerusalem. Unser Thermometer stand hier — den 2t Juni — am Nachmittag bei einem Westwind auf 22'/, Grade Reaumur und am nächsten Morgen auf 13 Gr.; allein um 10 Uhr war es zu 24'/, Gr. gestiegen bei einer heitern Atmosphäre und nicht drückenden Hitze. Oliven, Granatäpfel, Feigen und Wein waren hier häufig und schienen gut zu gedeihen. Von dem Castell hatte man eine weite und mannigfaltige Aussicht nach jeder Seite, außer im Norden, wo dieselbe durch die oben erwähnten beiden hohem Spitzen abgeschnitten ist. Im Südosten liegt der See Genezareth oder Liberias vor dem Beschauer in seinem tiefen Becken auSgebreitet; während jenseits und nach Osten hin das Auge die ganze Ausdehnung des hohen Tafellandes von Djaulan, das alte Gaulonitis umfaßt, daS sich wie eine ungeheure unregelmäßige Ebene ausnimmt, durchschnitten von tiefen Thälern und Klüften, welche nach dem See hinlaufen. Die Aussicht erstreckt sich sogar noch über diesen Distrikt hinaus, und umfaßt einen großen Theil des Hauran bis ganz nach den Gränzen des Ledja — (also das alte Basan und einen guten Theil von Gilead). Weit im Süden zeigen sich die schönen Berge von Ailun und el-Husn über dem Jordanthal und dann folgt mehr rechter Hand der Thabor, der kleine Hermon, und ein geringer Theil der großen Ebene nordwestlich von Jcnin mit den Bergen von Samaria. Im Südwesten und Westen versperrten zwei dunkle, theilweise mit Sträuchern und Bäumen bedeckte Bergrücken die Aussicht in einer Entfernung von zwei oder drei Stunden. Rach Oste« und Norden hin sind die Berge um Safed nackt. Gewöhnlich hat man Safed ein sehr hohes Alterthum beigklegt, waS jedoch nicht gegründet zu jein scheint. In

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