Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 10 (10.1843)
- Date
- 1843-10-01
- Page
- Seite 314 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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314 Stand der Dinge >m Morgenland« haben, begnügte sich diese Macht in den andern Punkten mit der bloßen Form. Als daher Wntsitsch und Petroniewitsch sich mit ihren Anhängern umgaben, und nach Abreise des russischen Generals triumphirend im Lande bliebe», schien es in der That als ob nach dreiviertel« jährigem Aufsehen, das diese serbischen Händel erregt hatten und nachdem das ganze politische Europa in die lebhafteste Spannung dadurch war versetzt worden, zu« letzt doch der Aufstand und seine Männer den endlichen Sieg davon tragen sollten. Aber auf einmal kehrte General Lieven ans halbem Wege nach Petersburg wieder um und erschien unerwartet Anfangs August wieder in Belgrad. Einige Tage nachher erklärten Wutsitsch und Petroniewitsch, daß sie bereit seien, ihr Vaterland zu verlassen und in die Verbannung zu gehen. Dieses ist auch geschehen, und diese serbische Frage, die äußerst verwickelt war und die Interessen von Rußland, der Pforte und Oesterreich verschiedentlich, aber tief und nahe berührte, ist ohne Schwertstreich in aller Güte ausgeglichen worden. In früheren Zeiten wäre ein blutiger Krieg unvermeidlich gewesen. Besuch dreier Würtemberger in Jerusalem. Vor mehr als zwanzig Jahren zogen einige Eolonie» würtembergischcr Separatisten an den Kaukasus und namentlich nach Georgien, woselbst sie dem russischen Kaiser Alexander als fleißige Bauern in den dortige» menschenleeren Gegenden sehr willkommen waren. Ihre eigene Absicht -aber war es nicht, blos dem russischen Kaiser einige Stücke seiner öden Landcsgrenzen urbar