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Das Morgenland · 1843-10-01 · 10 (10.1843) · p. Seite 315

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
10 (10.1843)
Date
1843-10-01
Page
Seite 315 (sequence 27)
Language
German
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Besuch kreier Würlemberger in Jerusalem. zzz machen zu helfen; sie waren nicht um des russischen — sondern um des Reiches Gottes willen ausgezogen. Sie erwarteten innert den nächsten Jahren den vollen An« bruch dieses Reiches und zwar so, daß dann alle Glau« bigen würden versammelt werden auf dem Boden deS alten Landes der Verheißung. Die Niederlassung auf dem russischen Gränzgebiete war ihnen gleichsam nur eine Zwischenstation; sie machten dort einstweilen Halt und richteten sich häuslich ein, weil unter den damaligen Umständen ein weiteres Vordringen gegen Palästina nicht möglich war. Während sie nun eine Reihe von Jahren in ihrem neuen Eigcnthum ansäßig waren und mit der Zeit immer ansäßiger wurden, blieben Einige aus ihnen den alten Erwartungen treuer als die übrigen, hingen auch fester an der Separation und verschmähten den kirch, lichen Verband auch in ihren Colonien. Endlich gewann eine Frauensperson, wclcbc für eine Prophetin gehalten wurde, so vielen Einfluß, daß eine große Schaar Män« ner, Weiber und Kinder sich ohne weiters auf -den Weg machten, um durch alle Wildnisse^ und Wüsten hindurch nach Jerusalem zu ziehen. Sie erwarteten die Durchhülfe von Gotteö Wunderhand. Als alle gütlichen Vorstellungen nichts halfen, stellten die russischen Behörden den wirklich Abziehendrn Kosaken in den Weg und geboten ihnen da zu bleiben. Dagegen vcranlaßte man sie, einige Abgeordnete nach Jerusalem zu schicken, und sich ' selber von her Thnnlichkeit einer Einwanderung nach Palästina und einer Ansirdlnng in der Nähe von Jerusalem zu überzeugen. Drei Männer wurden abgeordnrt und die russischen Behörden -trafen alle möglichen Anstalten zu ihrer sicher» Hin,»nd Herreise. Auf dem Schiffe, mit welchem sie von Konstantinopel nach Syrien fuhren, befand sicb rin anderer Reisender,

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