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Das Morgenland · 1843-10-01 · 10 (10.1843) · p. Seite 313

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
10 (10.1843)
Date
1843-10-01
Page
Seite 313 (sequence 25)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenlande. zzz den, daß sie mit Waffengewalt jetzt diejenigen unter« drücke, denen sie vor ein paar Monaten emporgeholfen, und die andern unterstütze, welche von ihr so eben aus dem Lande getrieben worden. Es entspannen sich daher Verhandlungen; andere Mächte gaben ihren guten Rath, und endlich am 12. April 1843 kam man in Konstantinopel dahin überein: 1) ES soll der neu eingesetzte Fürst Alexander seine Stelle wieder niederlegen, und nöthigenfalls dazu gezwungen wer« den. 2) Es solle eine neue Wahl erfolgen. 31 Kiamil, der bisherige türkische Pascha in Belgrad, so wie die bei« den Haupttrirbfedern des Aufruhrs, Wutsitsch und Pe« trom'ewitsch sollen aus Serbien entfernt werden. — Somit schien die Sache ganz nach dem Willen Rußlands und zur Demütbigung der Pforte geschlichtet zu sein. Aber der Erfolg zeigte, daß Rußland sich dazu verstand, die Sache so verlaufen zu lassen, daß die geforderte neue Wahl wieder auf Alexander fiel, so daß am Ende der von den Türken cmporgehobene Fürst doch auf dem Throne blieb, Rußland aber die Genugthuung erhielt, daß ihm in Worten und in der Form Recht gegeben wurde. Wirk« lich erfolgte nun, nachdem Alexander seine Abdankung cingereicht, am 27. Juni eine neue Wahl; sie fiel auf denselben Alexander und Rußland war nun befriedigt und anerkannte den neuen Fürsten. Baron Lieven, der außer« ordentliche russische Beauftragte, trat über Wien den Rück« weg nach Petersburg an, und eS blieb zu völliger Ausgleichung der Sache nur noch übrig, daß die Häupter des vorjährigen Aufstande-, Wnsitsch und Petroniewitsch, laut Uebereinkunft ihr Vaterland räumen sollten. Aber das thaten sie nicht. Die Verbannung dieser zwei Männer war da- Hauptstück der Genugthuung, welche Rußland erhalten, denn, wie wir eben gesehen

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