Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 10 (10.1843)
- Date
- 1843-10-01
- Page
- Seite 297 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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vi» trrnming im Reiche Israel. §97 stammten Fürsten hinzog, und Rehabeam, für sein eigenes Leben fürchtend, jeden Versuch der Begütigung aufgebe. Denn gerade das letztere fürchtete Jerobeam am meisten. Kaum vernahm der König den unglücklichen Ausgang der Vermittlungsversuche, als er, alle Hoffnung einer gütlichen Beilegung der Sache von sich werfend, ohne weitere Ueberlegung und ohne Verzögerung entfloh sammt allen denen, die ihn durch ihren Rath in diese schwierige Lage gebracht hatten. Je vermessener einer ist, desto weniger besteht er in eigentlicher Gefahr. Ein entschlössener Sinn beherrscht Tausende; er findet sich aber nur bei dem, der seine Lage ganz kennt, und ein solcher droht selten und prahlt nie. — Die Furcht ließ Rehabeam nicht rasten. Nicht in Silo, nicht in Bethel hielt er, die Besatzungen der Rriterstädte an sich ziehend. Erst innert den starken Mauern der Hauptstadt und auf der Felsburg Zion fühlte er sich in Sicherheit. Jerobeam dagegen säumte nicht, den ersten Eindruck von Rehabeam- Flucht zu benützen, dem Volke vorspie» gelnd, dieses Mißtrauen des Königs gegen seine Unter» thanen entschleiere dessen bösen Willen, denn wer nicht traue verdiene selbst kein Vertrauen. Rehabeam säume gewiß nicht, das Volk durch Waffengewalt zn zwingen, es habe sich dieses deßhalb zu rfiflctf* dadurch, daß es einen Regenten bestelle, der den Widerstand ordne, die Anschläge der Feinde der Freiheit unterdrücke, die gestörte Ruhe und Ordnung im Lande herstelle und dem Fürsten von Juda die letzte Hoffnung auf Beherrschung der nörd» lichen Stämme benehme. Nachdem Jerobeam die ganze Empörung so weit ge» leitet hatte, scheint er sich, da nun zur Königswahl geschritten wnrdr, mrbr zurückgezogen zu haben; ein br.