Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 10 (10.1843)
- Date
- 1843-10-01
- Page
- Seite 298 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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298 vir Irennung im Reich« Ztrael kanntes Spiel solcher Männer. Uebrigens war gewiß dafür gesorgt, daß die Weissagnng des Propheten Ahia möglichst allgemein bekannt sei. Konnte also das Volk in seiner Wahl unschlüssig sein? Wären auch Mitbewerber vorhanden gewesen, so hätte sich doch keiner gesunden, der für sich solche Vortdeile in die Wagschaale zu legen hatte. Nicht ohne Berücksichtigung ist wohl auch die Hülfe geblieben, welche im schlimmsten Falle Jero, beam von seinem Beschützer, dem König Sisak in Aegypten erwarten konnte. Ephraim wählte oder vielmehr, es hatte schon gewählt, dadurch, daß es sich an Jerobeam anschloß und mit Rehabeam blutig brach. Die andertt Stämme konn« - ten und wollten nicht anders als dem gegebenen Beispiel folgen. Nur Gilead scheint die alte Treue am Hause Sauls, und an David, der ans seiner Flucht vor Absalom dort Hülfe fand, verjüngt zu haben, um so mehr, da die Gileaditen durch alten Hader mit Ephraim verfeindet waren. Allein die Entfernung von Juda, an den entgegengesetzten Marken deö Landes gelegen, war zu groß und besonders der Ban der Veste Pnuel au dem mittäglichen Vorsprung der Hochebene Gilead zwang auch diesen Landestheil, trotz seiner Abneigung, zur Unter, werfung unter Jerobeam. Ein einzelner Gau mußte sich fügen, wenn er sich nicht der Gefahr auSsetzen will, nngestraft überfallen und feindlich behandelt zu werden. Jerobeam, der Sohn Rebat, von Zareda, war nun König von Israel oder Ephraim geworden und das Reich Israel war nun für immer gespalten und getrennt. Jerobeam befestigte Sichem und erhob diese Stadt zur Hauptstadt deS neuen Reiches. Zum Reiche Juda gehörte nur noch ein ganzer Stamm, der Stamm Juda, und dann einzelne Tbeile und Bruchstücke von Benjamin,