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Das Morgenland · 1843-09-01 · 9 (9.1843) · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
9 (9.1843)
Date
1843-09-01
Page
Seite 286 (sequence 30)
Language
German
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98« Unordnung in jcrufjlt-m. es mir nicht zu, in diese Sache eiiizutreten, sie möchten ihre Vorstellungen an den englischen Eonsul richten. Sie thaten dieses, und Hr. Aoung meldete mir am Abend, er habe in Erwägung der Umstände seine Zustimmung dazu gegeben, daß die Soldaten nach Beirut gesendet würden, die Offiziere aber seien bereits heute degradirt worden. Die Stadt ist dem Anscheine nach wieder ganz in ihren gtwöhnlichen, nihigen Zustand zurückgekehrt.*) Diese meine sachgetreue Schilderung der hiesigen Vorfälle könnte ohne Zweifel manchem Europäer Bedenklichkeiten einflößen über die Sicherheit des Aufenthalts in Jerusalem. Ich bin aber überzeugt, daß wenn alles ruhig und im Zusammenhang betrachtet wird, Jeder einsehen muß, wie diese Begebenheiten lediglich aus den augenblicklichen Umständen hervorgegangen sind, und unter gleichen Bedingniffen in jedem andern Lande der Welt, selbst unserm eigenen (England), sich würden zugetragen haben. Mit Dank baben wir anznerkennen, daß uns mehr als achtzehn Monate vergönnt war in völligem Frieden und Sicherheit zu leben unter einer muhammeda- Nischen Bevölkerung, welche, im Vergleich zu ihrer Unwissenheit, Fanatismus und Vorurtheile-, einen bedeutenden Grad von Duldung gegen uns bewies. Das Auf« *) Die von Herrn Macgowan im Zusammenhang mit seiner eigenen Geschichte erwähnte Beleidigung, die dem sranrbsischen Tonsul widerfahren, hatte ernstliche Verhandlungen zur Folge, indem der franiöstsche Gesandte in Konstantinopel bei der Pforte auf eine erkleklichr Genugthuung drang. Die Sache wurde endlich im Wesentlichen dahin au-getragen, daß franjöstscher Seit« darauf verrichtet wurde, die Flagge in Jerusalem austustecken, dafür wurde von Seite der Türken die dreifarbige Fahne in Beirut mit 21 Kanonenschüssen begrüstt, auch der Pascha in Jerusalem gewechselt.

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