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Das Morgenland · 1843-09-01 · 9 (9.1843) · p. Seite 277

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
9 (9.1843)
Date
1843-09-01
Page
Seite 277 (sequence 21)
Language
German
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vir Trennung im Reich« Ztrael. »77 sie deßwegen auch gefragt, weil er von ihnen, als den bisherigen Dienern von Salomos absolutem Herrscher« willen, eine andere Antwort erwartet hatte. Aber eben weil sie so lange die Diener dieses absoluten Willens ge» wesen, kannten sie die aufgeregte Stimmung des Volks, und ihr Rath verdiente in diesem Falle um so mehr Be» rücksichtigung, als sie selbst gewohnt gewesen waren, un« bedingten Gehorsam zu fordern. Rehabeam weiß übri« gens — da ihm die Antwort der altern Räthe nicht ge» fällt — schon an wen er sich wenden will. Den Höflingen, die mit ihm ausgewachsen sind, seine Ansichten und Nei» gungen studirt hatten und ihnen schmeichelten, trägt er nun die Sache vor. Sie bemerkten seinen Unmuth über Volk und Minister. Ihnen schien endlich der Augenblick gekommen, nach dem sie sich längst gesehnt, nämlich in die einträglichen Stellen der alten Staätsdi'ener sich ein» zudrängen, und die durch Zahl dev Jahre geschwächten und durchgreifenden Maßregeln abgeneigten Männer durch jüngere und kräftigere zu ersetzen. Allerdings mochten in den letzten Jahren Salomos, da seine geistigen Kräfte nachließen, manche Blößen gegeben worden, manche Unord« nungen vorgekommen sein, welche eine lebensfrischere Führung der Staatsgeschäfte dringend wünschbar machten. Der König durch Alter milder und schwächer mochte hie und da Anmaaßung und Frechheit übersehen haben, untergeordnete Beamten erlaubten sich wohl, besonders in entferntem Orten, Eigenmächtigkeiten und Uebergriffe, und insofern konnten die jünger« Hofleute mit Recht er» warten und verlangen, daß der Nachfolger mit Entschiedenheit auftrete und in ein festeres Gleise einlenke. In ihrer eigenen Unerfahrenhrit trauten sie ihm mehr Kraft zu als er besaß. Sie stützten sich übrigens auf die Burgen und Vesten der nördlichen Grenze und deren Besatzun»

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