Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 204 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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304 Cxr Ararat. jetzt hier erst auf einer Höhe von 9—10,000 Fuß. Außer der glänzenden Politur bemerkt man auf diesen Trachyt« felsen allenthalben sehr charakteristische geradlinige Streifen und Ritzen, die nach Agassiz eine Wirkung der Kanten und kleinen Krystalle der Rollsteine sind, welche durch die Bewegung der Gletscher über den felsigen Abhang geschoben werden. Auch unter den Steinblöcken des letzten AuSbruches fand ich einige mit glänzend polirter Außenseite, aber nur sehr wenige; sie scheinen zu den obersten Felsen der Schlucht gehört zu haben, welche durch die Oeffnung der Spalte im Augenblick des Durchbruchs der Dämpfe zersprengt wurden. Geschichtete Formationen fehlen auf dem Hochland Armeniens gänzlich. Die nördlichste Kalkformation fand ich zwischen Pipis und Achta, 50 Werst nördlich vom Goktschai-See. Diese horizontal gelagerten hellfarbigen Kalkschichten verschwinden bald, und statt ihrer treten wunderbar malerische vulkanische Felsmaffen auf. Gewaltige Säulen von Trachytporphyr, in der Regel fünfkantig, an Form ganz den Basaltsäulen ähnlich, ragen dort senkrecht bis zu bedeutenden Höhen auf. Diese FelSmaffen dauern fort bis in die Nähe des Engpasses Dilischan der von Armenien nach Georgien führt. Die Berge, welche den Goktschai-See umgeben, sind sammtlich vulkanischen Ursprungs; der dortige Trachyt ist durch Verwitterung stark angegriffen und überall mit organischer Decke überklridet. Auf der Insel Sewan im Gokt, schai-Sre fand ich viele Lava-Trümmer, auch das dortige armenische Kloster ist anS Lava erbaut. Auf der Südwest, Seite des Goktschai-See's erhebt sich bis zu einer Höhe von 12,000 Fuß der große Bulcan Agmandag, dessen Krater fast eben so gut erhalten ist alS der Krater der Vulkane bei Achalzich, welche Dubais beobachtet hat.