Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 205 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Otr Ararat. loa Zwischen dem Goktschai-See und Eriwan ist die Masse der vulkanischen Produkte staunenerregend. An vielen Stellen sieht man mächtige Blöcke von Obsidian auf» gehäuft, glänzend und klingend wie GlaS, und in ihrer Nähe stets Stücke leichten weißen Bimssteins der nach Leopold von Buch auS dem Obsidian entsteht. Bei Eriwan tritt an den Ufern der Tango der Ba» fall in mächtigen Säulen auf. Von dort an verschwinden die Felsen bis jenseit des Arares, wo bald die Lavablöcke des Ararat beginnen. Nirgends konnte ich in diesem Theil Armeniens von Versteinerungen die mindeste Spur entdecken, auch keiner der früheren Reisenden macht die leiseste Erwähnung davon. Allenthalben suchte ich, überall erkundigte ich mich ans das eifrigste nach Versteinerungen: keiner der Eingebornen hatte deren je gesehen. Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß in demselben Land, wo man nach den Nachrichten der Bibel etwa zur Hoffnung könnte berechtigt sein, selbst die noch nirgends mit Sicherheit nachgewiesenen Reste eines durch große Fluten untergegangenen Menschengeschlechtes in den Schichten der Erdrinde zu entdecken, von vorweltlichen Organismen keine Spur, wohl aber überall zahllose Erscheinungen von den Bildungen und den fürchterlichen Verheerungen des Feuers wahrzunehmen sind. Ueber die naturgeschichtlichen Erscheinungen am Ararat in Bezug auf Thiere und Pflanzen beschränke ich mich auf wenige Bemerkungen. Di« Thierwelt ist hier arm, aber nicht ohne eigenthümliche Formen. Von Säugethieren habe ich außer dem gemeinen Hasen keine einzige Art wahrgenommen,' nicht einmal Fledermäuse. Doch sollen der Wolf und die Hyäne, unweit de- Arares auch der Panther, Vorkommen. Von Vögeln bemerkte