Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 200 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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300 C«r Vrarat. gleichbar mit der Kraft jener Zeiten, wo aus ihrem glühenden Schooße der Ararat, der Allahgös, die Bulcane am Goktschai-See ihre unermeßlichen kavaströme ausspieen. Das unten'rdische Feuer hat seit Jahrhunderten in ^größere Tiefen sich zurückgezogen, von wo aus seine Ausbruchsversuche zwar ganze Städte durch ihre'Erschütterungen niedenvarfen, aber die Erdrinde nicht mehr zu sprengen vermochten. Der merkwürdige Ausbruch von 1840 ist seit Jahrhunderten hier das erste Beispiel wieder, daß die Dämpfe und Gase sich einen Durchbruch erzwungen. Dieser Ausbruch, mit den eigenthümlichen Erscheinungen die ihn begleiteten, läßt sich einigermaßen aus der Beschaffenheit des Ararat erklären. Es ist eine höchst auffallende Thatsache, daß von einem eben so hohen als massenhaften Berg, der mit mächtigen Schneelasten bedeckt ist, so wenige Quellen, selbst so wenige Schneewafferbäche entstehen. Im ganzen Umfang deS großen Ararat scheinen nur zwei Quellen, am kleinen gar keine hervorzukommen, während auf dem Allahgös, der lange nicht so riesenhafte Schneelasten trägt, über vierzig reichliche Quellen entspringen. Die wenigen Bäche, welche mit dem Beginn des Schmelzers der Schneemassen herunterkommen, sind äußerst mager, während von dem Vulcan Agmandag, der sich an Größe mit jenem nicht meffen kann, so viele Bäche und Quellen herabströmen, daß sie das große Becken des Goktschai-See's auszufüllen vermochten, und diesem See sogar mehr zuführen, als er zum Ersatz seines verdunsteten Wassers bedarf. Parrot meinte, daß vielleicht der Karasu, welcher nicht fern vom Fuß des Ararat entsteht, durch die Gewässer genährt werde, die mit der Schmelzung des Schnees einen unterirdischen Weg durch den ehemaligen Krater des Bergs gefunden