Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 201 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Oer Ararat. SOI haben könnten, und im Quellbecken des Karasu hervor» kämen. Dieser Hypothese scheint der Umstand zu widersprechen, daß die Quelle des Karasu im Sommer eine viel geringere Wasserquantität liefert als im Winter, wo der ganze Ararat in starrer Kruste eingebüllt keinen Zufluß durch Schneewaffer empfängt. Auch würde wohl eine Quelle, die ihren Ursprung von so bedeutender Höhe herleitete, dem Boden mit ganz anderer Gewalt entstrL» men, als es bei der Quelle des Karasu der Fall ist, an der man kaum einen Sprudel bemerkt. Es scheint da« her außer Zweifel, daß sich unter dem Ararat bedeutende Wasserbehälter befinden, zu welchen der größte Theil des Schnee» und Regenwassers durch kleine Spalten gelangt. Ein unterirdischer See mag die hohlen Erdräume ausfüllen, welche durch daS Aufthürmen des kolossalen VulcanS müssen entstanden sein. Fand von die« sem tiefen Wasserbehälter ein Durchbruch zu dem noch tiefer» alten Feuerheerd statt, so erklären sich alle Erscheinungen der Katastrophe von 1840, besonders auch die Wafferausbrüche in der Ebene deS Arares, auf die einfachste Weise. Die durch den Einbruch deS Wassers entstandenen Dämpfe und Gase erzeugten eine ungeheure Spannung, erschütterten die Erde, und suchten sich auf demselben Wege einen AuSgang zu erzwingen, wo fie in früher» Zeiten zur Atmospähre hinaufgestiegen. Der obere Theil des Kraterist aber längst mit Steinen und ewigen Schtiecmaffen verstopft, und der Ausbruch erfolgte daher auf einer Seite des BergS, wo die Dämpfe am wenigsten Widerstand fanden. Die bedeutende Tiefe des jetzigen FeuerheerdS, die großen Behälter von Wasser und Schnee, durch welche die vulcanifchen Kräfte sich den Ausweg erzwingen mußten, modificirten die Energie des unterirdischen Feuers, ohne die Macht der Gase zu