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Das Morgenland · 1843-07-01 · 7 (7.1843) · p. Seite 199

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
7 (7.1843)
Date
1843-07-01
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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Der Ararat. 19» Hochlandes kein'Zeichen ihrer Thätigkeit gegeben ju haben, ohne daß man darum behaupten könnte, sie seien für immer erloschen. Wir haben an so vielen Vulcanen gesehen, daß sie Zeiträume sehr langer Ruhe haben, daß sie Jahrhunderte lang unthätig geblieben sind, und dann plötzlich mit der alten Kraft erwachend ihre Verheerungen erneuert haben. So war der Vesuv bis zu dem großen Aus, bruch im Jahr 79 wie völlig erloschen und bis ju seinem Gipfel mit Bäumen bewachsen. Strabo schloß zwar aus der äußern Beschaffenheit des Berges, derselbe möge ehemals Feuer auSgeworfen haben, er konnte aber seinen Schluß durch keine geschichtliche Nachricht unterstützen. Aurelius Victor sagt sogar mit aller Bestimmtheit, daß der Vesuv im Jahr 79 zu brennen angefangen habe. Ganz ähnlich verhielt es sich mit dem Aetna vor dem Jahr 49. Ame« rica's große Feucrberge haben in Einem Jahrhundert selten mehr als Einen Ausbruch. »Das Leben der Vulkane — bemerkt Hr. v. Humboldt — hängt völlig von der Art und der Dauer ihrer Verbindung mit dem Innern des Erdkörpers ab. Die Ausbrüche haben bei vielen Vulcanen einen intermittirenden Charakter, und die Wirkung hört auf sobald der Canal, der die Verbindung der Atmosphäre mit dem inner« Erdkörper erhält, wiederum geschloffen ist.» So kann auch die Thätigkeit der lange ruhenden Vulkane Armeniens wie, der erwachen und jener seltsame Ausbruch des Ararat nur der Vorbote von künftigen größer« sein. Die hier so häufigen und verheerenden Erdbeben, diese mit den vulkanischen Kräften völlig identischen Phänomene, beweisen daß der alte Feuerheerd, aus welchem vor Zeiten Armeniens kolossale Vulkane heraufgrstisgen, noch immer in seinen unterirdischen Räumen bestehe. Die Energie deS Feuerheerds scheint zwar allerdings nicht mehr ver-

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