Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Der Ararat. bewegen zu können. Durch die Gewalt des Sturze- und ihre eigene Schwere sind diese Blöcke ziemlich tief in die Erde eingesunken. Merkwürdig ist, daß inmitten des Schauplatzes der Zerstörung einige Stellen ganz verschont geblieben; so der kleine Theil eines Gartens ober» halb Arguri. ES stehen hier noch 14 Obstbäume'unter welchen ich mein Zelt auffchlagen ließ. Der Boden war mit Gras und Klee bedeckt; selbst die schwache Mauer ist unverrückt geblieben. Dieser unversehrte Theil des Gartens steht ziemlich tief, und nach der Neigung des Abhangs hätte er dem Einbruch der Schlqmmströme unmöglich entgehfn können. Es läßt sich dieser Umstand auf keine andere Weise erklären, als daß durch den Fall der Auswürflinge sich hier ein schützender Wall von Stein und Erde gebildet, der diese Stellen gegen die Verheerungen der Ströme bewahrte. Solche grüne Stel« len, die wie Oasen in der öden braunen Trümmerwüste liegen, gewähren jetzt am Ararat einen wunderlichen Anblick. Der Ausbruch des großen Ararat von 1840 ist von den Erscheinungen wie wir sie bei noch thätigen Feuer« bergen wahrnehmen bedeutend verschieden. Es wurden hier weder hell leuchtende Flammen, noch ein Lava-Aus» bruch bemerkt; die Auswürflinge waren durchaus von fester oder erdiger Beschaffenheit, nirgends in glühendem Flusse. Der große Naturforscher, de« wir über die Feuerberge Awtnca's so sehr wichtige Mitthrilungen verdanken, bemerkte sehr treffend, daß wenn nach langer Ruhe die vulkanischen Hräfte sich neue Wege öffnen, dann auch eigenthümliche Wirkungen erfolgen, welche mit den Wirkungen früherer oder späterer periodischer Ausbrüche nicht können verglich«! werden. Seit undenklichen Zeiten scheinen all die mächtigen Feuerberge dearmenischen