Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 6 (6.1843)
- Date
- 1843-06-01
- Page
- Seite 190 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ito Der Ararat. den Quellen Jschanak und Karasu, unweit de- Dorfes Sardarak. Die meisten früheren Erdbeben, welche Armenien verheerten, scheinen auf die Quellen de- Landeähnliche Einflüsse geübt zu haben. So entstand bei Gischlach, nördlich von Gumri, nach dem Erdbeben von 1827 eine herrliche, leider nicht benützte Mineralquelle, welche sehr viel Kohlensäure, auflösende Talje und Eisen enthält, und einen dem Kissinger Ragozzi ganz ähnlichen Geschmack hat. Vier Tage nach dem merkwürdigen Ausbruch auf dem Ararat folgte dort eine zweite Katastrophe, welche da- Werk der Zerstörung am Fuße de- Berges weiter verbreitete. Alnach dem Ausbruch der Schlund, auwelchem die Dämpfe und die ungeheure Masse von Steinen und Erde hervorbrachen, sich geschloffen hatte, blieb auf derselben Stelle noch ein tiefe- Becken zurück, welchedurch da- Schmelzen der Schneemaffen, durch den geflrllenen Regen und den von oben herabfließenden Bach mit Wasser au-gefüllt wurde und einen kleinen See erzeugte. Die dort aufgethürmte Masse von Steinen und Thonerde bildete einen mächtigen Damm, welcher wie der Rand eine- Kraterden See umgab, aber durch den Druck der Wafferlast durchbrochen wurde. Mit furchtbarer Gewalt stürzten sich schmutzige Wasserfluthen und Ströme einer breiartigen Schlamm-Masse über den Abhang des Berges hinunter, verbreiteten sich über die Ebene, und ergoßen sich in das Bett des Karasu, welchetheilweise verstopft wurde, so daß sich der Lauf des Flüßchenveränderte. Ein Theil der Gärten von Arguri, die den Verheerungen de- Ausbruchentgangen waren, wurde durch diese Schlammströme, zerstört, welche Bäume, Felstrümmer und Leichen der erschlagenen Bewohner Argurimit sich rollten und theilin die Ebene