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Das Morgenland · 1843-06-01 · 6 (6.1843) · p. Seite 189

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
6 (6.1843)
Date
1843-06-01
Page
Seite 189 (sequence 29)
Language
German
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Der Ararat. 189 nur, daß die Ausströmung drs Gases sich in der Umge« bung des Ararat mit dem Erdbeben selbst schon «instellte, während am Besuv dir Ausbrüche der Mofetten erst nach mehrern Tagen, oft erst nach Monaten erfolgen. In den vom Ararat östlich und südlich gelegenen Gegen« den waren die Verheerungen unendlich furchtbarer alS im Norden. In dem so nahe gelegenen Eriwan wurden nur wenige Häuser unbedeutend beschädigt, während in Nachitschewan, in der persischen Stadt Maku und in der türkischen Stadt Bajasid eine große Menge Häuser von Grund auzerstört wurde. Im Rachitschewan'schen und Ordubad'schen Bezirk belief sich nach amtlichen Angaben die Zahl der zerstörten Häuser auf mehr als 6000. Un« ermeßlich wäre der Verlust an Menschenleben gewesen, hätte das Erdbeben einige Stunden später stattgefunden. Die Bewohner genossen glücklicherweise eben der Abend« kühle außerhalb ihrer Häuser, wie es in diesen heißen Gegenden im Sommer überall die Gewohnheit ist. Die Zabl der Menschen, welche von den eingestürzten Häusern zerschmettert wurdm war daher verhältnißmäßig gering. Bemerkenswerth ist der Einfluß, welchen das Erdbe« den auf viele Quellen gehabt. Die berühmte Quelle des heiligen Jakob auf dem Ararat hat seitdem ihren Lauf verändert, und tritt jetzt an einer andern Stelle aus den Trümmern des letzten Ausbruchs hervor. Die Quelle bei Arguri, welche früher ein klares Wasser von liebst« chem Geschmack lieferte, fließt seit dem AuSbruch ttüb, und hat einen widerlichen Geschmack von Schwefelwasserstoff. Gegen dreißig Quellen im Rachitschewan'schen Be« zirke verloren eine zeitlang daS Wasser ganz, andere früher klare Quellen lieferten ein trübeS, milchähnliches Wasser mit verändertem Geschmack. Bei einigen Quellen vermehrte sich die Wassermrnge bedeutend, z. B. bei

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